12.02.2026: Arenal Vulkangebiet

Ich wurde heute Morgen von den Brüllaffen geweckt. Seit wir diese Affen in den Naturbeobachtungen der letzten Tage so oft gehört hatten, konnte ich das Geräusch nicht mehr aus meinem Kopf bekommen. Als ich noch im Halbdunkel die Augen öffnete, hörte ich das mittlerweile bekannte Brüllen, das über 2 Kilometer Entfernung deutlich auszumachen ist, und konnte es sofort den Brüllaffen zuordnen,.

Zum Glück verstummten sie bald wieder und ich konnte noch etwas weiter schlummern. Als der Wecker dann um halb 7 klingelte, sind wir aufgestanden und zum Frühstück gegangen. Wir sind früh raus, denn wir hatten Wanderungen am Vulkan Arenal geplant. Während des Frühstücks konnten wir eine ganze Menge Vögel beobachten, die sich an den Obstringen labten, die im Garten aufgestellt waren.

Nach dem Frühstück sind wir dann zum Vulkangebiet aufgebrochen. Das Wetter ist nur Medium, immer wieder nieselt es oder es regnet auch stärker. Vom Vulkan sieht man leider nichts, aber das ist eigentlich typisch für den Arenal Vulkan. Nur sehr selten ist alles frei.

Beim Nationalpark angekommen entschließen wir uns dann, die Wanderweg 4 und zu gehen. Die 4 führt direkt zu einem Aussichtspunkt. Der Weg dorthin war gut 1,5 km lang und führte leicht empor, doch der Vulkangipfel blieb verhüllt.

Am Aussichtspunkt angekommen sahen wir nur den See, der Vulkan blieb von Wolken umhüllt. Wir sind dann von dort weiter gegangen und auf den Weg zum Weg Nr. 5 gestoßen. Leider nahm der Regen immer mehr zu und der Weg wurde immer matschiger. Es wurde zu einer richtigen Abenteuerwanderung und erinnerte uns sehr an Peru im Jahr 2013, als wir in Revash unterwegs waren und unsere Schuhe im Schlamm versanken (http://www.sibylleundmattiontour.com/wordpress/?p=695) . Ganz so schlimm war es heute nicht, aber es war schon schwierig, einen halbwegs trockenen Weg zu finden, um die Schuhe nicht komplett im Schlamm verschwinden zu lassen. 

Auf jeden Fall würden die Hosen und Schuhe nach der Wanderung erst mal richtig gesäubert werden müssen.

Als wir dann wieder beim Auto ankamen, hatte der Regen aufgehört. Wir sind danach zum La Fortuna Wasserfall gefahren, der einer der bekanntesten Wasserfälle Costa Ricas ist.

Als wir ankamen, war es noch trocken, doch kaum hatten wir den Eintritt bezahlt, setzte der Regen wieder ein. Wir warteten noch etwas und als es dann weniger wurde, sind wir losgegangen. Wir haben noch versucht ein Foto von oben vom Wasserfall zu machen, doch man konnte den Wasserfall nur erahnen. Dann sind wir die gut 500 Stufen runter gegangen, direkt durch den Regenwald. Unten angekommen spritze uns das Wasser von oben und von vorne nasse, es schüttete aus allen Richtungen.

Wir machten ein paar Fotos und sind dann die 500 Stufen bei ca. 27 Grad und gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit wieder hochgegangen. Anschließend haben wir noch eine kleine Kaffeepause gemacht und sind dann zurück zur Unterkunft.

Zurück in der Unterkunft haben wir erstmal unsere Klamotten und Schuhe gewaschen und sind dann zum Abendessen gegangen. Auf dem Weg dorthin haben wir im Garten Glühwürmchen gesehen. Das Abendessen im Restaurant war wieder sehr lecker und wir sind jetzt schon ein wenig traurig, morgen die Unterkunft Richtung Rincon Nationalpark zu verlassen.

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