Um 4 Uhr klingelte dann wirklich der Wecker und wir machten uns fertig. Da wir die einzigen Gäste waren, die so früh zum Flughafen mussten, ging die Fahrt auch schon um 4:55 Uhr los. Bis zum Terminal waren es nur wenige Minuten und am Schalter von Air Canada war überhaupt nichts los, so dass wir fast sofort dran kamen. 2 Paare waren vor uns, dann konnten wir die Koffer aufgeben und Passkontrolle und Security ansteuern. Alles verlief sehr unaufgeregt.

Wir sind dann allerdings mit etwa 30 Minuten Verspätung losgeflogen, weil auf dem Rollfeld so viel los war. Im Flieger kam dann die Überraschung, dass wir nichts zu Essen bekämen. Die wenigen verfügbaren Snacks sagten uns nicht zu und waren teuer.

Auf dem Hinflug von Toronto nach San José war das noch anders gewesen, da hatten wir noch eine kostenlose Mahlzeit bekommen. Der Flug verging aber trotzdem recht schnell, da wir beide einige Dinge erledigen wollten und uns zu beschäftigen wussten. Wir sind dann auch pünktlich in Toronto gelandet und freuten uns darauf, gleich erstmal lecker zu frühstücken und anschließend uns einen Kaffee bei Starbucks zu gönnen. Doch als wir beim Aussteigen fast automatisch auf die Anzeige der Transferflüge schauten, staunten wir nicht schlecht und glaubten zunächst an einen Fehler. Denn dort stand, dass unser Anschlussflug nach Frankfurt statt um 18 Uhr 50 erst um 2 Uhr morgens starten sollte, also gut 7 Stunden später.
Wir waren etwas ratlos und wollten das am Lufthansa Schalter abklären. Zum Glück wurden wir von einem sehr netten Mitarbeiter des Flughafens Toronto in Empfang genommen, der in der Halle stand und als Ansprechpartner diente. Er nahm sich sehr viel Zeit für uns und lies sich das Problem erklären. Er konnte uns nicht direkt helfen, aber ein wenig beruhigen und gab uns die Telefonnummer von Lufthansa. Während wir dann auf der Suche nach einem Telefon am Flughafen waren – die Nutzung unseres Mobiltelefons war uns für den Moment noch zu teuer – wurden wir im WLAN angemeldet und ich bekam eine Mail von Lufthansa, dass wir auf TAP umgebucht worden waren und nun über Lissabon nach Hamburg fliegen sollten. Dadurch hätten wir letztlich nur 2 Stunden Verspätung gegenüber der ursprünglichen Planung.
Wir gönnten uns zunächst das Frühstück, das wir aber nur mit mäßiger Freude zu uns nahmen, und warteten dann am Gate auf das Boarding. Leider war die Maschine um einiges kleiner und nur mit 2 3-er Reihen bestückt. Aufgrund der Umbuchung hatten wir auch keine zusammenhängenden Plätze. Aber wir hatten Glück und eine nette Passagierin aus Belgien oder Holland, die jetzt aber in Kanada lebt, tauschte und so konnten wir dann doch zusammen sitzen.

Aber die Sitze waren total unbequem und es war sehr warm im Flugzeug, auf dem Hinflug war es noch außerordentlich kalt im Flieger gewesen. Nicht nur wir verspürten dies, auch die anderen Passagiere hatten so ihre Probleme, denn es war ein ständiges Gerede im Flieger und nur wenige Menschen schliefen oder versuchten es. Immer wieder wurden die Lampen über den Plätzen angemacht oder das grelle Licht des Multimediasystems vom Nachbarn oder Vordermann störte den Schlaf. Dementsprechend gerädert waren wir dann auch, als wir um 5 Uhr 25 in Lissabon ankamen. Auf dem Flughafen haben wir uns dann etwas die Beine vertreten. Aber der Flughafen ist recht klein, so dass wir innerhalb von 10 Minuten den für uns zugänglichen Bereich komplett umrundet hatten.

Das Boarding startete etwas verspätet und auch der Start war eine halbe Stunde später als geplant, wir sind dann aber nach weiteren 3 1/2 Stunden pünktlich in Hamburg angekommen. Unser Gepäck war glücklicherweise auch dabei, davor hatten wir ein wenig Sorge gehabt. Um 12 Uhr 40 waren wir dann wieder zu Hause. Aber auch wenn uns der Alltag jetzt schon wieder eingefangen hat, diesen schönen Urlaub mit seinen vielen Tieren, der tollen Natur, den Vulkanen und dem Meer werden wir so schnell nicht vergessen.

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