26.02.2026: Irazu

Heute morgen war wirklich ein Bilderbuchwetter. Der Himmel strahlte als wir zum Frühstück gingen. Von unserem Platz auf der Veranda der kleinen aber feinen Lodge hatten wir einen wunderbaren Blick auf den Vulkan Irazu. Ein paar Schleierwolken näherten sich, doch der Besitzer der Lodge, ein Deutscher, meinte gleich, dass heute ein perfekter Tag wäre, um auf den Irazu zu fahren. Wir freuten uns, denn das hatten wir sowieso heute vor.

Aber erst einmal genossen wir das leckere Frühstück und die Gastfreundschaft dieser Lodge. Dann machten wir uns auf den Weg zum Irazu. Es waren nur 45 km zu fahren, aber wie fast immer in Costa Rica bedeutete das endlose Kurven, viele 40er Fahrstrecken und Motorradfahrer, die ständig und überall überholen, selbst vor Kurven. Langsam fuhren wir höher und waren erstaunt, so dicht am Hang immer noch frei herumlaufende Kühe und Pferde zu treffen, und Radfahrer, die sich den Berg empor quälten.

Nach 1:15 h hatten wir die Distanz bewältigt und kamen beim Parkplatz an. Obwohl unser Ticket erst ab 9 Uhr gültig war, kamen wir bereits um 8 Uhr 45 hinein. Wir waren hier auf dem Parkplatz auf 3300 m Höhe und merkten das auch, als wir langsam zu den Kratern des Irazu gegangen sind. Wir hatten gehört, dass sich ab 10 der Parkplatz schlagartig füllen soll. Im Moment war es noch richtig leer. 

Wir sind ausführlich herumgelaufen und kehrten immer wieder zur Absperrung zurück, um in einen der beiden Krater zu blicken. Die Wolkendecke dahinter machte uns klar, wie hoch wir hier waren. Wir waren oberhalb der Wolken und genossen das herrliche Wetter. Da wir nirgends ein Verbotsschild gesehen haben, durfte die Drohne auch noch mal etwas die Gegend erkunden.

Dann sind wir zum 2. Aussichtspunkt gelaufen, der noch mal wieder etwas höher lag, auf 3430 m. Das Atmen beim hinaufgehen fiel uns schon sehr schwer, aber wir hielten durch und bereuten es nicht.

Die meisten Touristen wurden mit dem Auto hinaufgebracht und ausgeladen. Auch diesen Aussichtspunkt haben wir sehr ausführlich genossen. Insgesamt waren wir knapp 3 Stunden auf dem Irazu, aber wir haben jede Sekunde genossen. Mit diesem tollen Wetter hatten wir nicht gerechnet und wollten es beim hinauffahren auch nicht glauben, dass es möglich wäre. Und es war wieder mal unglaublich, dass wir fast ganz allein waren. Die meisten Touristen kamen und gingen sehr schnell wieder, doch wir hatten oft den Ausblick für uns ganz allein.

Dann sind wir wieder etwas den Vulkan herab und ins Waldgebiet Pursia gefahren, wo wir ein wenig wandern wollten. Auch hier mussten wir die Tickets online erwerben, was wir vorher nicht getan hatten. Aber dank WLAN des Rangers ging das sehr schnell.

Wir hatten dann noch knapp 3 Stunden für ein paar kleinere Wanderwege um insgesamt 18 km langen Wanderpfadnetz des Waldes. Zuerst hatten wir gedacht, dass die  km Runde ein Lacher ist, doch als wir dann den Aufstieg zum Wandereinstieg hinaufgingen, dachten wir ganz schnell anders.

wir sind dann die einzelnen Wege entlanggegangen und es ging eigentlich ständig auf und ab und durch den Wald. Teilweise waren es wirklich sehr schöne Wanderwege.

Wir waren erstaunt, dass der Ranger am Eingang so genau wusste, welche Distanz wir in den 3 Stunden bewältigen konnten. Auf der ganzen Runde sind wir nur 3 Menschen begegnet: 2 Wanderern und einem Ranger, der mit einem Laubbläser die Blätter vom Weg gepustet hat.

Dann sind wir zurück zur Unterkunft gefahren, haben getankt und sind dann zum Essen gegangen. Anschließend haben wir noch etwas auf der Veranda gechillt.

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