Der Wecker klingelte um 4 Uhr 30, denn um 5 Uhr 20 waren wir verabredet mit einem lokalen Guide, der uns den Quetzal zeigen sollte. Was wir nicht wissen war, dass dieser Vogel der Nationalvogel in Guatemala ist, dort aber fast vom Aussterben bedroht ist. Ausgerechnet hier in Costa Rica im San Gerardo Tal gibt es eine große Population dieses Vogels.
Unser Guide war eine junge Frau Anfang/Mitte zwanzig, die zunächst noch sehr schweigsam war. Wir stiegen in ihr Auto und fuhren los. Mit uns dabei waren zwei weitere deutsche Frauen, die aber im eigenen Auto unterwegs waren.
Wir fuhren ca. 5 Minuten zum ersten Stopp, wo bereits viele kleine Gruppen mit ihren Guides und deren Teleskopen am kurvigen Straßenrand standen und in die Bäume schauten.

Es wurde noch mal kurz gewendet und dann stiegen wir aus. Wir haben ein Vogelzwitschern gekört und mehrere Guides haben darauf pfeifend geantwortet und so versucht, den Quetzal zu lokalisieren. Das war gar nicht so einfach, doch wir haben ihn tatsächlich zu Gesicht bekommen.

Wir haben ein hübsches Männchen gesehen, dass dann aber über die Straße in die nächste Baumkrone geflogen ist. Dort haben wir nur noch die langen Schwanzfedern gesehen. Zum Abschluss der zweistündigen Tour haben wir dann noch nah bei dem geparkten Auto einen Black Guan gesehen.

Wir wurden dann von unserem Guide in der Unterkunft abgesetzt und haben ein typisches Costa Rica Frühstück genossen.
Da der Tag ja gerade erst angefangen hatte, haben wir den Tagesrucksack gepackt und uns auf den Weg zum Vogelpark Batsu gemacht, der rund 2 Kilometer entfernt war. Was wir nicht ganz so bedacht hatten war, dass wir ja hier in den Bergen unterwegs sind und die Straßen und Wege in den Wäldern ein ständiges Auf-und-Ab waren. Wir erreichten nach 2 km in der Sonne dann den Vogelpark und erfuhren, dass es für heute keine Tickets mehr gab. Man hätte diese einen Tag vorab online reservieren müssen. Also sind wir weiter gegangen zum Lauraceas Garden, doch auch da war keiner, der uns in den Garten hineinlassen konnte. Wir hätten erst wieder 200 Meter zurückgehen müssen, um Tickets zu kaufen. Aber von der Straße betrachtet waren wir gar nicht sicher, ob es das gelohnt hätte. Also sind wir weiter gegangen und haben uns auf zum Wasserfall-Trail gemacht.
Das war eine richtige kleine Abenteuerwanderung, denn es war kaum etwas ausgeschildert.

Wir gingen durch den Wald auf einem ausgetretenen Pfad und nutzten unser Handy zum navigieren.

Der Weg führte durch Gras und matschige Wege und über zwei kleine Wasserläufe. Insgesamt führte der Weg am Fluss entlang und ein Teil führte direkt an einer Forellenzuchtstation vorbei. Schließlich kamen wir über ein paar Steine gekraxelt und sahen den Fluss und einen kleinen Wasserfall um die Ecke. Aber da der einzige Beobachtungsposten schon von zwei anderen Touristen besetzt war, sind wir weiter gegangen zur Brücke, die wir erspäht hatten. Das war wieder ein wenig abenteuerlich und vor allem etwas rutschig.

Von der Brücke hatten wir einen guten Blick auf den eigentlichen Wasserfall, der nämlich direkt unter der Brücke war.


Wir sind dann noch über die Brücke gegangen und haben einen mehr schlecht als recht gesicherten Pfad entdeckt, der unter die Brücke führte. Der Weg dorthin führte über eine löchrige Behelfsbrücke und der Handlauf bestand aus einem abgenutzten Seil. Wir sind dann noch weiter runtergeklettert und haben uns unterhalb der Brücke zwischen den Steinen nach vorne gedrängt und ein Foto direkt von vorne gemacht. Anschließend sind wir wieder hinaufgeklettert und haben uns auf den Rückweg gemacht.
In einer nahen Lodge haben wir einen Kaffee getrunken. Dann sind wir zurück zu unserer Unterkunft und sind in das gestrige Restaurant gegangen, um den Reiseblog hochzuladen. Das Internet bei uns im Zimmer ist nämlich ne Katastrophe. Während wir den Blog hochgeladen haben, haben wir die vielen Kolibris beobachtet, die dort auf der Terrasse umherschwirrten.



Anschließend ging es zurück zur Lodge und wir haben etwas gechillt. Zum Abendessen waren wir wieder bei Dona Marlen und haben einen weiteren Tag eingestellt.
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