Diese Nacht haben wir wieder besser geschlafen, wir hatten uns an die Geräusche der Nacht gewöhnt. Oder wir waren gestern einfach zu kaputt 🙂
Es gab wieder ein frühes Frühstück und dann sind wir um 7 Uhr aufgebrochen nach Uvita.

Die Straße war zum Glück wieder normal, wenn man mal von den ständigen Geschwindigkeitswechseln absieht. Aber wir haben für die 65 Kilometer nur 1 Stunde 10 Minuten benötigt. Da die Orte hier alle recht klein sind und wir mit WAZE eine international funktionierende Navigationsapp haben, war der Anbieter unser Whale-Watching-Tour schnell gefunden. Direkt daneben befand sich ein bewachter Parkplatz, wo wir unser Auto lassen konnten. Im Office war es etwas wuselig, weil sehr viele Menschen für die 8:30 Uhr Tour gebucht waren. Bestimmt 100 Menschen tummelten sich hier und wurden nach und nach namentlich aufgerufen. In unserer Gruppe wurden wir letztlich auf zwei Boote verteilt, pro Boot waren es dann ca. 18 Personen.
Als wir aufgerufen wurden, gab es eine kleine Irritation, denn es gab noch einen weiteren Matthias aus Deutschland. Der andere Matthias war etwa Mitte zwanzig und wurde genauso geschrieben wie ich. Lustigerweise war er mit seiner Freundin im gleichen Boot wie wir.
Zu Fuß gingen wir zum Strand hinunter und mussten durch das Wasser waten, um an Bord zu gehen. Es gab noch eine kurze Sicherheitseinweisung und dann ging es auch schon mit Full Speed aufs offene Meer hinaus. Relativ schnell sahen wir dann auch schon die ersten Delfine durch das Wasser ziehen und in der Ferne springen.

Unser Guide erklärte uns, dass die Delfine auf Beutezug waren. Das konnte man auch daran sehen, dass sie unser Boot komplett ignorierten und nicht versuchten, neben uns her zuschwimmen, wie man das sonst gewöhnt ist.



Sie jagten einfach ihrer Beute nach und ihre Schwimmbahn war nicht vorherzusehen, was das Filmen und Fotografieren fast unmöglich machte. Neben den Delfinen sahen wir auch Vögel, die ebenfalls auf der Jagd waren und im Sturzflug hinab ins Wasser schossen und für einen Moment untertauchten. Nur die Wale wollten sich nicht zeigen.


Nachdem wir eine zeitlang vergeblich Wale gesucht hatten, erklärte uns der Guide, dass sie gestern hier in der Gegend 5 Orcas gesehen haben, die die erklärten Feinde der Humpback Wale sind. Diese hätten sich offensichtlich etwas fort bewegt.
Das Boot drehte dann um und wir fuhren mit voller Kraft zurück Richtung Strand. Es gab noch einen kurzen Stopp bei ein paar sehr interessanten Felsformationen, sogenannten Fenster.

Bei Ebbe ist es sogar möglich, mit dem Boot hindurch zu fahren.





Dann legten wir noch einen kleinen Schnorchelstopp ein.
Anschließend fragte uns der Guide, ob wir den Walen noch eine Chance geben wollten, und wir fuhren noch mal für ein paar Minuten wieder hinaus, wo er die Wale vermutete. Doch auch da hatten wir keinen Erfolg.
Also fuhren wir wieder zurück zum Strand. Wir haben die Tour trotzdem sehr genossen. Beim Anlanden sind wir dann noch mal kurz von einer Welle erfasst und komplett nass geworden. Wir haben uns dann am Auto umgezogen und sind anschließend in ein kleines Restaurant gegangen und haben etwas gegessen. Nach dieser Bootsfahrt hatten wir richtig Hunger. Danach ging es noch mal kurz zum Strand, aber wir blieben dort nur kurz und sind dann zurück zum Auto, sind tanken gefahren und anschließend zur Unterkunft gefahren. Dort haben wir ein wenig gechillt, uns mit einem kleinen lokalen Caipi die Zeit versüßt, dazu gab es noch einen kleinen Regenguss.


Wir haben noch etwas Blog geschrieben bevor wir im Hotel Abend gegessen haben.
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