Letzte Nacht haben wir beide nicht besonders gut geschlafen. Es war sehr laut draußen, wir haben sowohl die nahe Straße bis spät in die Nacht gehört, als auch die Tiere in den Bäumen vor unserem Baumhaus. Da wir eine Tour für den Manuel Antonio Park für 7 Uhr 30 gebucht hatten, hatten wir um ein besonders frühes Frühstück gebeten. Zuerst schien das nicht möglich zu sein, doch dann war es plötzlich kein Problem und wir konnten um viertel vor sieben frühstücken. Dann sind wir die 6 sehr hügeligen Kilometer zum Manuel Antonio Nationalpark gefahren. Es soll der schönste Nationalpark Costa Ricas sein. Für uns war es auf jeden Fall schon bei der Ankunft der bisher touristischste Nationalpark. An der Zufahrt zum Park wurden bereits die Autos abgefangen und auf die freien Parkplätze verteilt. Dann gingen wir zum Treffpunkt, wo wir mit unserem Guide verabredet waren.
Als die Gruppe vollzählig war, gingen wir geschlossen zum Eingang des Parks. Zunächst mussten wir alle durch die Sicherheitskontrolle. Es wurde in jeden Rucksack geschaut, denn man darf keine Plastikflaschen und keine Lebensmittel in den Park bringen. Wer die Tiere füttert, wird sofort hinausgeworfen. Später sahen wir sogar ein kleines Café im Park, das komplett hinter Gittern lag. So sollte verhindert werden, dass die Affen sich bei den Gästen bedienen.
Wir waren eine Gruppe von 11 Personen. Mit uns waren aber ganz viele Gruppen im Park. Jeder Guide hatte ein Teleskop dabei und war bemüht, für seine Gruppe den optimalen Platz für den Blick auf die Tiere zu finden. Das sah schon manchmal etwas merkwürdig aus, wenn so viele Teleskope nebeneinander standen und man selber bemüht war, nicht über die Stative zu stolpern.

Unser Guide hat uns sehr viele Tiere gezeigt, womit wir zu Anfang gar nicht gerechnet hätten.

Wir sahen Frösche, Faultiere, Affen, einen besonderen Falken, eine extrem schlanke Schlange, Spinnen, das Nest eines Kolibris, einen Leguan, der seine Farbe von Grau zu Grün binnen Sekunden wechseln kann, eine Krabbe, eine besonders giftige Spinne mit gelb schwarzer Zeichnung und viele Pflanzen.



Es war trotz der vielen Menschen eine sehr interessante Führung. Die Tour endete am Strand.





Wir wollten noch etwas im Park herumlaufen, doch bereits auf den ersten Metern wurden wir von kleinen Kapuzineraffen aufgehalten, die neben dem Weg spielten oder auf den Ästen lagen und sich gegenseitig kratzen und Körperpflege betrieben.






Dann sind wir noch einen Rundgang gegangen, der durch den Wald führte, etwas auf und ab ging und schließlich auch ein paar Aussichtsplattformen aufwies.
Wir sind dann Richtung Ausgang gegangen und zurück zur Unterkunft gefahren und haben uns dort für die Nachmittagstour fertig gemacht. Während wir dabei waren, die Rucksäcke zu packen, wollte ein Affe zu uns ins Zimmer kommen und sprang auf unserem Balkon umher. Als wir uns umdrehten und es sahen, sprang er vor Schreck zurück in den dahinter befindlichen Baum.
Wir wurden von einem Touristen-Bus abgeholt und hinunter zur Marina gefahren. Im Hafen wurden unsere Daten überprüft und dann ging es auch schon auf den Katamaran, zu unser Sundowner-Tour. Es war ein sehr großer Katamaran und im ersten Moment waren es eigentlich viel zu viele Menschen. Rund 150 Personen passten auf das Boot, es waren zum Glück nur 100, die sich auf zwei Decks verteilten. Aber das Personal war super eingespielt und alle Gäste waren ganz gechillt. Es gab keine Probleme und wir konnten alle die Tour genießen. Bootfahren ist ja eigentlich immer eine schöne Sache.




Der Kurs führte uns direkt zum Manuel Antonio Nationalpark, den wir nun von der Wasserseite aus sahen. Wir setzten Anker und schwammen eine Weile im Wasser. Der Katamaran hatte außerdem noch eine Rutsche direkt ins Wasser, die haben wir natürlich auch ausprobiert. Nach dem Schwimmen gab es Essen, sehr leckeres Fisch Kebab und Nudelsalat, sowie Ananas und Wassermelone. Langsam senkte sich bereits die Sonne und die Stimmung auf dem Boot wurde mit entsprechender Musik und Getränken immer ausgelassener.





Den Sonnenuntergang erlebten wir dann bereits kurz vor dem Hafen. Nach dem wir dann von Bord gingen und unseren Bus suchten, wurde es etwas chaotisch. Es gab Probleme bei der Zuordnung der Gäste zu den Booten und unser Busfahrer vom Hinweg war nicht mehr da. Wir hatten erwartet, mit ihm auch zurück zu fahren, weil er uns extra seinen Namen genannt hatte. Doch letztlich fanden wir unseren Bus und kamen in unserer Unterkunft an. Endlich im Zimmer, sind wir dann ziemlich erschöpft ins Bett gefallen.

Tolle Bilder und Erlebnisse… weiterhin viel Spaß bei euren Erkundungstouren & Wanderungen
Was für ein toller Tag,weiter schöne Abenteuer.Liebe Grüße Ingrid
Unglaublich, was ihr alles für Tiere zu sehen bekommt. Hier jetzt Plusgrade und Regen.