15.02.2026: Nach Monteverde

Letzte Nacht haben wir beide ziemlich schlecht geschlafen. Unsere Unterkunft, die Vida Aventura Ranch, liegt auf etwa 500 – 600 Metern und inmitten eines sehr windaktiven Gebietes. Nicht umsonst sind ganz in der Nähe ca. ein Dutzend Windräder aufgestellt worden. Die Geräusche des Windes selber und herumwirbelnder Gegenstände draußen haben immer wieder unseren Schlaf unterbrochen. Außerdem hatten wir einen Gecko im Zimmer, der es sich hinter oder in der Klimaanlage heimisch gemacht hatte. Er gab auch immer mal wieder quiekende Laute von sich.

Wir haben dann gefrühstückt, die Rechnung bezahlt und sind dann losgefahren. Auf dem Weg lag der Wasserfall Llanos de Corte, den wir eigentlich schon vor zwei Tagen anschauen wollten. Doch da hatte es ja geregnet. Heute war das Wetter besser, die Sonne schien und es war richtig warm. Aber es war auch Sonntag und wir waren mit dem Gedanken, den Wasserfall zu besuchen, nicht ganz allein.

Der Parkplatz füllte sich schnell und der Strand unten am Wasserfall war schon ziemlich voll. Der Wasserfall an sich war sehr schön, es war nur ein wenig zu touristisch. Wir haben uns dann schnell wieder auf den Rückweg gemacht und kurz vor dem Parkplatz noch einen Leguan gesehen, der in der Sonne lag.

Dann fuhren wir weiter auf der 1 in Richtung Monteverde.

Immer wieder sahen wir Geier am Himmel. Die Temperatur, die bislang nur bei maximal 25 Grad gelegen hatten und für uns richtig angenehm gewesen war, lag heute bei 34 Grad. Zum Glück hatte das Auto eine ganz gute Klimaanlage.

Die letzten 30 Kilometer bis Monterverde waren richtig kurvig. Die Straße glich die meiste Zeit eher einer Schotterpiste, die immer mal wieder mit Asphalt unterbrochen war. Wir mussten immer wieder den Schlaglöchern ausweichen und aufpassen, dabei nicht den Abhang herunterzurutschen, besonders bei entgegenkommenden Autos. Die Straße war schon recht schmal.

Wir sind zum Hotel gefahren und mussten ein paar Minuten auf unsere Zimmer warten, dann haben wir eingecheckt, die Zimmer bezogen und uns kurz frisch gemacht. Anschließend sind wir zu einer Kaffeeplantage aufgebrochen, denn wir hatten gestern noch spontan eine Tour gebucht, Die Tour fand mit insgesamt 8 Gästen statt und wir haben einiges über Kaffee und die Herstellung gelernt, aber auch über Zuckerrohr. Zunächst sind wir mit unserem Guide aufs Feld gegangen und haben die Kaffeepflanzen begutachtet. Wir haben gelernt, dass hier nur Arabica Kaffee angepflanzt wird und das es verschiedene Qualitätsstufen gibt.

Kaffee aus Monteverde besitzt nicht soviel Koffein wie anderer Kaffee, weil Koffein eine Art Abwehrstoff der Kaffeepflanze ist, der in erster Linie von den Kaffeepflanzen auf Meeresspiegelniveau produziert wird, um Schädlinge abzuhalten. In der Höhe Monteverdes gibt es so gut wie keine Insekten, so dass hier kaum Koffein in den Pflanzen gebildet wird. Auf der Tour erfuhren wir nebenbei auch etwas über die Verarbeitung von Zuckerrohr durften. Wir konnten sogar selber welches auspressen und den Saft anschließend probieren.

Für die Nicht-Autofahrer gab es dann auch noch einen Zuckerrohrschnaps. Anschließend fand dann ein Kaffeetasting statt. Wir durften 3 verschiedene Kaffeesorten dieser Plantage probieren, die noch dazu auf unterschiedliche Art zubereitet wurde.

Einmal auf die typisch Costa Ricanische Art, mit dem Strumpf im Chorreador, den wir bereits zu Anfang der Reise kennengelernt haben. Und dann mit einer French Press, die bevorzugte Wahl des Guides. Zu den Kaffees wurde Obst, Bananenbrot und eine kleine Costa Ricanische Spezialität gereicht.

Dann fuhren wir wieder zurück zum Hotel und sind anschließend zu einem in wenigen Minuten fußläufig zu erreichendes Restaurant gegangen und haben dort ein sehr leckeres Valentinsmenü gegessen. Der Thunfisch war eine Granate, nur der Nachtisch war viel zu mächtig.

1 Kommentar

  • Melina sagt:

    Also bei meinem Kaffeekonsum zur Zeit, bräuchte ich dann Kaffee aus Monteverde.
    Das ist eine irre spannende Information, die ich noch nirgends gehört habe.

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