9.2.2026: Von Cahuita nach Tortuguero

Heute ging es nach Tortuguero in den Nationalpark. Wir hatten die Fähre von La Pavona um 12 Uhr 45 gebucht und rund 200 km vor uns zu fahren. Also mussten wir sehen, dass wir uns rechtzeitig auf den Weg machen, denn die Straßenverhältnisse in Costa Rica sind nicht immer optimal. 

Wir genossen aber erstmal wieder ein leckeres Frühstück auf unserer Veranda. Das Auto hatten wir bereits bepackt, so dass wir dann auch schon um 7 Uhr 40 losfahren konnten.

Die Fahrt nach Guapiles kannten wir ja schon. Vor zwei Tagen waren wir aus der Richtung gekommen. Nun ging es wieder zurück, vorbei an Bananenplantagen, Kokosöl-Ständen, kleinen Ortschaften. Es war insgesamt sehr grün. Immer wieder sahen wir einen blauen Streifen am Himmel, die Sonne versuchte die Wolken und den Regen zu vertreiben.

Bis Guapiles waren es gute zwei Stunden Autofahrt. Allerdings ist es für uns schwierig zu bestimmen, wie lange wir wirklich dorthin brauchen würden, denn die Geschwindigkeitszonen wechselten alle paar Meter. 80, 60, 40, 80 und so weiter. Kaum hatte man beschleunigt, musste man wegen einer Ein- oder Ausfahrt oder einer Schulzone wieder abbremsen. Natürlich ignorieren die meisten Costa Ricaner diese ständigen Wechsel, doch wir wollten nicht riskieren, einen Strafzettel zu bekommen. Und das war auch gut so, denn unterwegs sahen wir einige Polizeikontrollen an Fahrern, die herausgewunken worden waren.

Die 2 Stunden waren aber eine gute Annahmen gewesen und von Guapiles bis nach La Pavona dauerte die Fahrt nur eine knappe Stunde. Der Weg war komplett asphaltiert, womit wir nicht gerechnet hatten, da es eine sehr kleine Straße ist. Umso erstaunter waren wir, das auch hier die Einheimischen doch sehr schnell fuhren, besonders die Lkws waren rasant unterwegs. Auch hier fuhren wir wieder an sehr vielen Bananenplantangen vorbei. Lkws mit Chiquita Logos an der Seite fuhren einige Male an uns vorbei.

Aber richtig erstaunt waren wir, dass hier modernste Technik eingesetzt wird. Denn über einer dieser Plantagen sahen wir mit einem Mal eine gewaltige Drohne, die das Feld von vorne bis hinten abflog. Wir waren mit den Augen noch bei der Drohne, als uns beinahe ein Lkw mit komplett überhöhter Geschwindigkeit von der Straße verdrängte und die Kurve in viel zu hohen Tempo fuhr. Wir konnten gerade noch auf Abstand gehen.

Kurz vor dem Hafen begann es wieder zu regnen. Aber dort war alles sehr gut organisiert. Wir wurden schon beim hereinfahren nach unserem Ticket befragt und dann zu einem Parkplatz geführt. Anschließend ging es dann mit den Koffern durch den Schlamm zum Café, wo wir mit einer ganzen Horde von Menschen auf die Ankunft der Boote warteten. Als es dann soweit war, dass unser Boot beladen werden konnte, mussten wir die Koffer durch den Regen und Schlamm tragen, um sie nicht komplett einzusauen. Um 13 Uhr 20 fuhren wir dann mit knapp 30 Minuten Verspätung los und sind etwa eine Stunde später in der Lodge angekommen. Von der Fahrt auf dem Fluss hatten wir nicht so viel, denn der Spritzschutz am Boot war heruntergelassen und durch den Regen und die Gischt fast komplett undurchsichtig.

Die Mawamba Lodge ist an sich aber sehr schön. Nachdem wir eingecheckt und die Koffer aufs Zimmer gebracht hatten, haben wir uns in Poolnähe einen Caipirinha gegönnt und die weiteren Aktivitäten geplant.

Für heute Abend haben wir dann gleich einen Nachtspaziergang gebucht, der um 17 Uhr 30 startete. Für diesen Spaziergang fuhren wir mit einem Boot zu einem Garten, der auch der Lodge gehörte und sind dort durch einen kleinen Regenwald gegangen. Wir haben aber nur wenige Tiere gesehen, ein paar Frösche, Spinnen und Kröten.

Unser Guide meinte, das läge am Regen. Aber der Spaziergang war trotzdem sehr interessant. Anschließend ging es dann zurück zur Lodge und zum Abendessen ins Restaurant.

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