16.03.2020: Bay of Islands

Noch vor dem Frühstück gingen wir zur Rezeption und baten um ein anderes Zimmer. Die Tür zum Balkon lies sich nicht abschließen und es lag nicht daran, das wir uns zu blöd anstellten. Es war extra jemand von der Rezeption mitgekommen und hat sich das Problem angeschaut. Er hat dann sofort entschieden, dass sich das so schnell nicht reparieren lässt und wir ein anderes Zimmer benötigen. Dankenswerterweise bekamen wir das Zimmer direkt nebenan und brauchten nur unser Gepäck nach drüben schaffen. Dann gingen wir zum Frühstück. Das Frühstück hatte nicht die Qualität unseres letzten Bed-and-Breakfast, aber es war besser als erwartet. Wir waren rechtzeitig für unsere heutige Tour fertig und machten uns dann auf den Weg in die Stadt, ein Fußweg von etwa 7 Minuten. Nicht länger als der Weg von zu Hause zur U-Bahn.
Am Kai versammelte sich langsam eine größere Gruppe und im Vorbeigehen sahen wir, dass sie alle Teilnehmer einer organisierten Rundreise waren. Das Boot für unsere Tour war noch nicht da, so dass wir noch ein wenig warten mussten. 


Der Himmel war bedeckt und es war frischer als gestern Abend. Die Sonne schaffte es noch nicht, sich zu zeigen. Das Boot kam in den Hafen eingelaufen und nach kurzer Zeit konnten wir an Bord. In der Hoffnung, möglichst viele Delfine und Wale sehen zu können, gingen wir ganz nach oben, wo wir eine ganz gute Rundumsicht hatten. Das Boot legte ab und fuhr erst einmal hinüber nach Russell, wo noch ein paar neue Gäste an Bord kamen. Nachdem dies erledigt war, legte die Dolphin Seeker wieder ab und fuhr in die Bay of Island hinaus. Wir passierten ein paar kleinere Inseln und erfuhren dabei vom Kapitän ein paar interessante Begebenheiten und Anekdoten über die Geschichte der Bay of Island, über die Entdeckung durch James Cook und seinen Kampf mit den Maori. Aber auch über die vergeblichen Versuche reicher Geschäftsleute, auf den Inseln Freizeitressorts zu errichten. Hier steht noch heute das Wohl der Maori und die Pflege der Natur im Vordergrund! Hoffentlich bleibt das noch lange so.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Inseln, die in privater Hand sind, mit luxoriösen Hotels und die einzige Möglichkeit, auf die Insel zu gelangen, ist der Flug mit dem Helikopter. Aber für reiche Menschen ist dass das geringste Problem.
Dann fuhren wir hinaus auf den Pazifik. Die See wurde etwas rauher und der Katamaran schmiegte sich an die Wellen und nahm dem Wasser etwas von seiner Wucht. Sibylle hätte gerne noch mehr Action gehabt!
Plötzlich tauchte etwas in der Ferne aus dem Wasser auf, nur für eine Sekunde. Wir hielten darauf zu und erkannten, dass es ein paar Delfine waren. Doch der Kapitän lies sie vorüberziehen, denn am Vormittag ist es ihm nicht erlaubt, den Delfinen hinterherzufahren. Wir fuhren weiter und näherten uns der größten Attraktion der Bay of Island, dem Hole in the Rock.

Hole in the Rock ist ein großer Fels im Pazifik, vor der Küste der Cape Brett Halbinsel. Wir blieben vor diesem Naturschauspiel etwa 20 Minuten stehen und machten Foto um Foto. Der Kapitän drehte sein Schiff, so dass jede Seite einmal den perfekten Blick hatte. 
Dann fuhren wir erst langsam, dann immer schneller Richtung Paihia Hafen zurück. Das Schiff hatte ordentlich Fahrt, so dass uns der Wind ganz schön durchpustete.


Plötzlich wurden wir langsamer, vor uns hatte eine große Motorjacht gedreht und war nahezu zum Stillstand gekommen. Wir konnten nicht genau erkennen, was der Grund war. Doch als wir nahe genug dran waren, erkannten wir den Grund deutlich im Wasser schwimmen.

Eine große Familie von Delfinen umspielte unser Boot und das der Motorjacht. Doch da wir noch weiterhin Fahrt hatten, hatten sich die meisten Delfine uns als Spielobjekt ausgesucht. Sie schwammen um unser Boot herum, tauchten unter uns durch und kamen unter dem Bug des Katamarans wieder zum Vorschein. Einfach herrlich, so verspielt und so viele von ihnen.

Zu viert, fünft tauchten sie unter dem Boot auf, sprangen übereinander und tauchten wieder unter.

Das ganze Spiel ging etwa 20 Minuten, dann schwammen die Delfine davon und wir mussten in den Hafen zurück. Schade!
Wir sind dann in Russell von Bord gegangen und haben in einem netten Restaurant am Hafen sehr lecker zu Mittag gegessen. Es gab 12 Stunden geschmortes Lamm aus der Schulter, mit Salatblättern, Sambal Olek Dip, Joghurt Dip, Koriander und Kimchi. Es war super lecker, das Fleisch ist fast zerfallen, auf der  Zunge geschmolzen würde es besser treffen. Dazu passte einfach ein leckeres Glas Rotwein aus der Region der Bay of Island, auf Empfehlung des Kellners! Einfach wunderbar. Wir haben jeden Bissen und jeden Schluck sehr genossen. 


Nach diesem tollen Vormittag sind wir dann mit der Fähre zurück nach Paihia gefahren und haben dort noch einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht. Den Tag haben wir dann gemütlich auf dem Balkon ausklingen lassen.

2 Kommentare

  • Helga sagt:

    Hallo,
    da habt Ihr einen schönen Abschlußtag gehabt,
    Das Erlebnis mit den Delfinen! Etwas Schöneres kann man
    sich ja gar nicht wünschen.
    Für den anstrengenden Heimflug alles Gute
    wünscht

  • Helga sagt:

    Nachtrag:
    Da habie ich einen Denkfehler gemacht, der Bericht ist ja
    vom 16. März, logisch. Ich habe die Mail an Matthias mit
    den Abflugdaten gelesen, daher der falsche Gedankengang.
    Gruß Helga

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