14.03.2020:Nach Paihia

Der Tag fing mit einem richtig leckeren Frühstück bei unseren Gasteltern an. Unser Gastvater brutzelte uns Speck und machte porchierte Eier auf Toast, nebenbei unterhielten wir uns und erfuhren, dass leider auch in Neuseeland das Thema Corona angekommen ist. Wir hatten ja schon seit ein paar Tagen die sich überschlagenden Meldungen aus Deutschland vernommen und bekommen etwas Panik, wie es wohl nach unserer Rückkehr sein wird und ob wir überhaupt noch zurückkommen werden. Und wenn wir zurück kommen, ob wir dann noch etwas einkaufen können! Unsere Arbeitgeber haben bereits Anweisungen erteilt, wie die Arbeitssituation für die nächsten Wochen aussehen wird. Ich werde erstmal Home Office machen müssen, Sibylle wird ähnliches Schicksal ereilen, allerdings nicht ganz so dauerhaft wie bei mir. Wir haben keine Ahnung, wo das noch hinführen wird.
Allerdings versuchen wir, den Urlaub trotzdem noch etwas zu genießen. Da wir uns ein Alternativprogramm für unsere Poor Knights Island Schnorcheltour überlegen mussten, beschlossen wir ins nahe Tutukaka zu fahren und dort wandern zu gehen, vielleicht sogar verbunden mit einem Badetrip in einer der Buchten. Tutukaka ist ein kleiner Ort an der Küste in einer der vielen kleinen Buchten der Bay of Island, der sich ganz auf das Thema Wassersport konzentriert hat. Man kan hier schnorcheln, tauchen, Stand-up-Paddeling betreiben oder einfach nur ins Wasser gehen und schwimmen. Aber man kann auch wandern gehen. Wir haben uns aufgrund es Wetters für eine Wanderung Richtung Walfisch-Bay entschieden. Schon der Einstieg von einem kleinen Ort ein paar Kilometer nördlich von Tutukaka war ein kleines Abenteuer.

Es war noch keine Ebbe und der Weg führte durchs Wasser, an den Felsen vorbei und in eine kleine Bucht dahinter. Die Wellen schlugen gegen den Felsen und wir mussten den geeigneten Zeitpunkt abwarten, um bei zurückfließendem Wasser schnell hinüber zu waten. Leider unterschätzten wir die Wellen und wurden trotzdem etwas nass. Aber unser Foto Equipment blieb wenigstens trocken.
Dann ging es durch die Dünen hinauf auf einen kleinen Hügel, von dem wir eine schöne Aussicht auf die Buchten und den Pazifik hatten. Der Weg schlängelte sich über den Berg und führte an der Küste durch einen kleinen Wald und schließlich auf die andere Seite, nach Walfisch Bay. Zwischendurch gab es noch einen kleinen Regenguss, doch der war schneller vorbei als wir unseren Regenschutz auspacken konnten. Sobald es wieder trocken war, wurde es auch wieder recht warm.


In der Walfisch Bay sind wir hinunter zum Strand gegangen. Das Wasser war herrlich türkis und die Temperatur war angenehm, nicht gerade warm, aber man hätte sicher baden können. Wir hatten die Badesachen leider im Auto liegen lassen und mussten darum verzichten. Schade!


Dann ging es wieder zurück nach Tutukaka. Im Hafen aßen wir im Restaurant Schnappas Rock leckere Ceviche, die wir hier gar nicht vermutet hätten. Wir waren beeindruckt, denn das war eine echte Abwechslung zum sonstigen Essen in Neuseeland, das sehr von Fast Food bzw. englischen Gerichten dominiert ist.


Nach dem Essen sind wir dann zur Wanderung zum Leuchtturm aufgebrochen. Wir konnten diese Wanderung erst am Nachmittag bei Ebbe durchführen, da wir ein Stück gehen mussten, dass bei Flut vollständig unter Wasser steht.

Als wir dort ankamen, sahen wir auch wie stark! Aber der Ausblick vom Leuchtturm war wirklich wunderschön! Der Leuchtturm selber entpuppte sich allerdings als Leuchtfeuer.
Dann ging es wieder hinab und zurück nach Whangerei, wo wir dann noch den Einkauf erledigten und anschließend auf dem Zimmer eine Kleinigkeit zu uns nahmen. Es war ein toller Tag gewesen! Morgen würde es nach Paihia gehen, in die Bay of Islands!

1 Kommentar

  • Helga sagt:

    Ihr Lieben,
    Eure Berichte und Bilder sind für mich eine schöne Abwechslung.
    Und da ich den Bericht gelesen habe, weiß ich , daß
    Ihr heil zurück seid. Bei solch zeitweise überfluteten Wegen können
    sich Ortsunkundige leicht verschätzen.
    Liebe Grüße
    Helga

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