Tag 27, 12.09.2019: Zum Wells Gray Park

Heute sind wir etwas später losgefahren. Wir sind erst gegen viertel nach 8 losgekommen. Die Landschaft an den Ausläufern der Rocky Mountains war noch immer wunderschön. Zu Anfang unserer Fahrt war das Wetter noch recht freundlich, blauer Himmel zeigte sich zwischendurch und wir hatten Hoffnung, dass es auch im Wells Gray Park gut sei.

Doch ab dem Nachmittag wurde das Wetter allmählich schlechter und es begann zu regnen. Die Fahrt führte uns über einen viel befahrenen Highway und auch wenn immer davon geredet wird, dass die kanadischen Autofahrer sehr entspannt sind, die Lastwagenfahrer sind es nicht.


Sie haben sich selten an Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten und uns an Stellen überholt, wo wir aus Vorsicht vom Gaspedal gegangen sind. Aber im Großen und Ganzen sind die Kanadier schon entspannte Autofahrer.
Als wir etwas auf halber Strecke bei Blue River vorbeikamen, sahen wir große Plakate am Straßenrand, die eine River Safari ankündigten. Wir fuhren an der entsprechenden Abfahrt ab und buchten spontan zwei Tickets für die River Safari, bei der man Bären sehen sollte.
Direkt nach Buchung der Tickets ging es auch schon los. Ab ins erste Boot und mit diesem bei wieder kälter und feuchter werdendem Wetter hinauf auf den breiten Fluss.

Unser Guide prüfte mit dem Fernglas immer wieder das Ufer, doch er konnte kein Tier ausmachen.

Nach etwa 40 Minuten Fahrt kamen wir zu einer kleinen Station und mussten aussteigen, wir schauten uns einen kleinen Wasserfall an, dann ging es zurück zu den Booten.

Allerdings sind wir in Speedboote umgestiegen, die in sehr viel flacherem Wasser fahren können.

Die Fahrt war dann auch sehr rasant über den Fluss und in ein flaches Flussdelta hinein, mit schnellen Wendemanövern schmiegten wir uns an die Biegung des Flusses an und hielten nach einiger Zeit plötzlich in kleinen Stromschnellen. Wir hatten Blick auf einen kleinen Gletscher. Wir schossen ein paar Fotos, dann ging es wieder zurück. Tiere hatten wir leider keine gesehen. Auch nicht, als wir wieder in das langsamere Boot umstiegen. Das Wetter wurde schlechter, es begann zu regnen während wir im Boot saßen und dem Guide lauschten, wie er über das Leben der Bären erzählte.


Leider haben wir keine Bären zu Gesicht bekommen. Etwas enttäuscht sind wir ins Wohnmobil gestiegen und weiter Richtung Wells Gray Park gefahren. Fast die ganze Zeit regnete es. Auf dem Campingplatz angekommen dann der nächste Schock: wir bemerkten, dass irgendein Tier im Wohnmobil gewesen sein muss.
Unsere Kekse waren angeknabbert und die Packung in der Schublade unter der Spüle seltsam zerfleddert. Wir vermuten, dass ein Eichhörnchen durch eine der Außenluken unbemerkt ins Mobil gekommen ist und in die Schublade geklettert ist, die leider hinter offen sind. Was für ein Tag! Hoffentlich wird es morgen besser! Auf jeden Fall hatten wir einen schönen Abend, denn wir wagten uns an das zweite Exit Spiel, das wir geschenkt bekommen hatten. Auch dieses Spiel hat uns sehr viel Spaß und Rätselfreude bereitet.

1 Kommentar

  • Helga Asteroth sagt:

    Hallo,
    im Verhältnis zu den Tagen davor war dieser Tag nicht mit spektakulären
    Ereignissen gefüllt, aber solche Tage gehören auch zum Urlaub. Seid froh,
    daß Euer tierischer Besucher kein Bär war.
    Liebe Grüße
    Helga

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