Tag 23: 19.11.2018, Nach Deutschland zurück

Heute geht es zurück nach Deutschland. Wir haben aber noch etwas Zeit, bis wir auschecken müssen. Die Koffer sind auch noch nicht gepackt, aber das geht schnell. Wir gehen erst einmal in Ruhe ein letztes Mal frühstücken und hoffen, am Wasserloch noch ein paar Tiere zu sehen. Doch während wir dort sitzen und das leckere Frühstück genießen, passiert am Wasserloch nicht viel.
Nach dem Frühstück geht es dann zu unseren Zimmern und wir fangen an, die Koffer zu packen. Das dauert nicht sehr lange, denn wir haben nur noch wenig saubere Wäsche. Wir laden das Gepäck in den Wagen und fahren nach vorne zum Haupthaus der Anlage. Die Schlüssel werden abgegeben und die Rechnung bezahlt, dann gehen wir noch etwas im Souvenirladen shoppen. Bei einem letzten Rock Shandy auf der Terrasse am Wasserloch hat Sibylle die Idee, schon etwas früher als geplant nach Windhoek zu fahren, denn am Wasserloch passiert heute sowieso noch nicht so viel. Die Zeit können wir besser nutzen, indem wir Joes Beerhouse noch einen Besuch abstatten.

Wir machen uns also auf den Weg und werden auf der Fahrt zum Tor auch gebührend verabschiedet. Auf der knapp 25 km langen Schotterpiste sehen wir wieder einige Tiere, die grasen. Giraffen und Zebras sind anscheinend extra gekommen, um uns zu verabschieden.
Wir fahren zunächst bis nach Okahandja, wo wir uns auf die Suche nach Angostura machen, einer wichtigen Zutat für einen vernünftigen Rock Shandy. Wir müssen drei Geschäfte durchstöbern, bis wir in einem kleinen Getränkeladen endlich fündig werden. Dann geht es weiter nach Windhoek. Kurz vor Windhoek geraten wir wieder in die Baustellen, die uns schon vor ein paar Tagen so beim fahren gebremst haben. Doch auf dieser Straßenseite sind es nicht ganz so viele Baustellen und wir kommen viel besser voran, als noch vorgestern.

Joes Beerhouse wird direkt angesteuert und wir sind froh, einmal zu einer anderen Tageszeit hier zu sein. Es ist früher Nachmittag und in Joes Beerhouse ist es nicht sehr voll. Wir bestellen wieder unser Stammgericht, Namibian Bushfire (Kudu, Springbock und Oryx-Filet), und Bier.

Da ich noch fahren muss, ist für mich nur ein Rock Shandy drin. Aber die anderen versprechen mir, dass ich am Flughafen mein Bier bekomme 🙂
Nach einem wirklich wieder sehr leckeren Essen müssen wir uns dann langsam auf den Weg zum Flughafen machen. Das bedeutet, noch einmal knapp 50 Kilometer zu fahren, denn der Flughafen ist außerhalb von Windhoek. Aber die Straße dorthin ist asphaltiert und wir kommen zügig voran. Es wird noch einmal getankt und dann geben wir den Wagen bei Budget wieder ab. Dieses Mal dauert die Endabnahme durch den Budget Mitarbeiter etwas länger, als noch vor drei Jahren. Aber mit dem Wagen ist alles in Ordnung, er ist nur etwas staubig und sandig.
Nachdem wir die Schlüssel abgegeben haben, betreten wir das Terminal und geben unser Gepäck auf. Da es im Terminal sehr heiß ist, gehen wir anschließend noch wieder nach draußen und genießen die letzten Minuten an frischer Luft, bevor wir für etliche Stunden nur noch klimatisierte Luft atmen werden. Als es dunkel wird ist es auch für uns an der Zeit, hinein zu gehen und durch die Sicherheitskontrolle zum Gate zu gehen.
Bei der Sicherheitskontrolle dauert es etwas länger, doch letztlich geht alles glatt und wir erreichen wieder die relativ kleine Abfertigungshalle mit den recht eng angeordneten Sitzreihen für die Wartenden. Wir setzen uns in eine Bar und trinken noch etwas, bevor es mit dem Boarding losgeht. Jetzt bekomme auch ich endlich ein Bier!
Das Boarding verläuft dann etwas chaotisch. Wir müssen zum Schalter und unseren Boardingpass vorzeigen und uns dann wieder einreihen. Die Menschenschlange wird immer länger und unübersichtlicher und richtig Platz ist eigentlich nicht mehr. Viele Gäste denken nicht daran, sich hinten anzustellen, sondern drängen sich von der Seite in die Schlange. Dann gehen die Türen auf und wir treten aufs Rollfeld und werden zu unserer Maschine geführt. Da ist es dann mit der geordneten Schlange vorbei und jeder versucht, schnell nach vorne zu kommen und möglichst frühzeitig in die Maschine zu kommen.
Wir finden unsere Plätze recht schnell und sind froh, zwei zweier-Plätze hintereinander bekommen zu haben. Es ist zwar recht eng, aber für ein paar Stunden wird es schon gehen.
Auch wenn das Boarding etwas chaotisch war, der Start verläuft äußerst pünktlich. Der Flug ist dann aber recht anstrengend und wir finden wenig Schlaf. Überall im Flugzeug wird gehustet und geniest, die Klimaanlage lässt sich nicht regulieren und mit Sicherheit werden viele Passagiere krank nach Hause zurückkehren.
Pünktlich landet der Flieger in Frankfurt. Mit der Tram müssen wir zum anderen Terminal fahren und noch einmal durch die Sicherheitskontrolle.

Am Gate haben wir dann etwas Zeit, bis unser Flieger nach Hamburg geht. Aufgrund verspäteter Ankunft starten wir dann auch knapp 20 Minuten später als geplant. Zum Ausgleich ist unser Gepäck dann aber recht schnell auf dem Gepäckband in Hamburg und wir können uns auf den Heimweg machen.
Die Temperaturen sind 30 Grad unter denen, die wir beim Abflug in Windhoek hatten. Von 33 Grad auf 3 Grad ist ein ziemlicher Absturz. Das Wetter ist ungemütlich und der Herbst ist wirklich eingekehrt, unser Urlaub ist nun vorbei. Wir hatten eine wunderschöne Reise durch Namibia und haben jeden einzelnen Tag genossen, ein Highlight hat das nächste abgelöst und wir können nicht sagen, was das schönste Erlebnis war. Jeder hat mit Sicherheit seine eigene, ganz persönlich Top-Ten! Herausragend bei uns allen ist auf jeden Fall der persönliche Kontakt mit den Geparden!
Wir sind etwas traurig, das der Urlaub nun vorbei ist, aber die schönen Bilder werden uns noch lange an diese tolle Reise erinnern! Hoffentlich hattet ihr genauso viel Spaß beim Lesen wie wir beim Erleben und Aufschreiben!

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