22.09.2012, Auf der Gartenroute

Kurz vor dem Klingeln des Weckers hatte ich noch Regen auf unser Dach tropfen hören, doch als wir dann aufstehen mußte, da war das leise plätschern vorbei und wir schauten kurz darauf in einen blauen Himmel mit leichten Wölkchen. Das verhieß doch viel Gutes für den heutigen Tag. Und wir brauchten gutes Wetter, denn heute ging es auf Walbeobachtung in Plettenburg Bay. Regen konnten wir da überhaupt nicht gebrauchen.

Nach einem ausreichenden und ganz schmackhaften Frühstück ging es mit dem Bus erstmal ein paar Kilometer zurück in Richtung Port Elisabeth. Wir bogen in den Tsitsikama Park ab, weil es hier einen besonders schöne Küstenstreifen geben soll. Auf dem Weg vom Eingang zum Beginn der Sichtung auf die Küste erzählte uns Angelika von dem Klipschiefer, einer Art kleinem Chinchilla, der auch Dussie genannt wird und hier so oft vorkommt, wie bei aus die Eichhörnchen. Wahrscheinlich kam er sogar noch öfter vor. Bemerkenswert war, besonders nachdem wir die kleinen Tier aus dem Bus heraus sehen konnte, das diese verwandt sind mit den Elefanten. Man mag es kaum glauben, aber die Struktur der Füße und ein kleiner verkümmerter Rüssel lassen wohl keinen anderen Schluß zu.

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An den Klippen angkommen sind wir fasziniert von dem Anblick der anlandenden Brandung und den herrlichen Wellen. Das Wetter ist inzwischen auch besser geworden und wir genießen den Wind und die Sonne.

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Neben der Küste gibt es auch einen schönen Weg oberhalb der Klippen, den Angelika uns empfiehlt. Er führt zu einer Brücke, von der man wunderbar in die Bucht sehen kann. Wir machten uns zu dritt auf den Weg, Anke, Sibylle und ich. Dieter bliebt am Bus zurück. Er hatte andere Pläne.

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Der Weg zur Brücke war sehr schön, es ging immer mal wieder bergauf, kein Wunder, denn wir gingen ja parallel zu den Klippen, doch am Ende wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht und einer schönen, 77m langen Brücke belohnt.

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Als wir anschließend zurück kamen, erfuhren wir, warum Dieter nicht mitgekommen war. Er hat sehr schöne Fotos der brechenden Wellen gemacht. Er hatte sich einfach auf die Klippen gesetzt und abgewartet, dass die perfekte Welle kommt und dann abgedrückt. Auch wir genossen noch etwas das Wellenspiel, dann mußten wir weiter.

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Es geht Richtung Plettenburg Bay, wo wir heute Nachmittag eine Walbeobachtung haben. Auf dem Weg dorthin kommen wir an wunderschön blühender Heide vorbei. Von kleinen unscheinbaren Sträuchern bis hin zu großen, fast baumartigen Strukturen war alles Vertreten. In leuchtendem Gelb und grellem Pink leuchtete die Heide und strahlte mit der Sonne um die Wette.

Endlich kommen wir in Plettenburg Bay an. Angelika hatte uns suggeriert, das man die Wale oft schon vom Land aus sehen kann, doch das ist nicht der Fall. Aber wir wollen ja auf jedem Fall mit dem Boot hinaus fahren. Nach einem kurzen und etwas hektischen Mittagessen geht es dann zur Sea Safari Station und wir werden mit Regencapes und Schwimmwesten ausgestattet.

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Wir sahen aus wie Michelin-Männchen. So verschnürt geht es dann zu Fuß zum Strand und wir steigen in das Boot.

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Mit einem Traktor versucht man uns in tiefes Wasser zu schieben, doch das Boot kann sich nicht von der Sandbank lösen. Auch ein umplazieren der Gäster bringt nichts. Es dauerte etwa 5 Minuten, bis wir uns von der Sandbank lösen konnten und in tieferes Wasser glitten. Dann ging es hinaus in die Bucht, immer am Küstenstreifen entlang.

Es dauerte lange, bis endlich die erlösende Nachricht kam, das unser Guide einen Wal erblickt hatte. Genauer waren es zwei Wale, die hier in der Bucht waren. Wir stellten den Motor ab und drehten das Boot, dann verhaarten wir und warteten, wann die grauen Wale wieder auftauchten.

Plötzlich schoß Gischt aus dem Wasser und unsere Augen gingen nach 1 Uhr. Da war etwas, eine große dunkle Masse, ein leichter Hügel, der aus dem Wasser herausragte. Leider keine Schwanzflosse und kein breites Maul. Und dann war der Rücken des Wals auch schon wieder verschuwnden. Das ging ein paar Mal so, wir spürten die Wale in unserer Nähe, denn der Wellengang wurde heftiger. Doch wir sahen sie nur selten. Plötzlich tauchte ein Wal ganz dicht beim Boot auf, er schien neugierig zu sein und uns zu beobachten, dann tauchte er wieder ab und schwamm davon.

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Das war der Zeitpunkt für den Guide, zu erklären, dass die zwei Stunden um waren und wir den Heimweg antreten mußte.Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen war. Aber es war leider wahr.

Von Plettenburg Bay ging es direkt nach Knysna, was Ort des Holzes bedeutet. Gegründet wurde der Ort von einem gewissen George Rex, dem unehelichen Sohn eines englischen Adelsmannes. Knysna war lange berühmt für seine Austernzucht, die jetzt aber nach Port Elisabeth abgewandert ist.

Das Hotel war sehr nett an der Waterfront gelegen, direkt am kleinen Yachthafen. Wir hatten einen schönen Blick aufs Wasser und die Boote mit ihren Besitzern, die dort saßen und Wein tranken.

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Nach einem kleinen Spaziergang ging es dann zum Abendessen. Das Essen war sehr lecker. Es gab Muscheln und Fisch in einem angesagten Restaurant von Knysna.

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