5.11.2015: Von Nata nach Moremi


Die letzte Nacht war eine gute Nacht. Die Temperaturen waren angenehm gewesen, man hatte gut schlafen können. Da war es auch nicht so schlimm, das wir um 7 Uhr schon wieder beim Frühstück sein
mussten, denn der Weg nach Maun war weit. Das Frühstück dauerte lange, denn die Bedienung am Morgen war auch nicht besser als gestern abend. Wir mussten sehr lange auf unser Frühstücksei warten. Eigentlich wollten wir um 8 Uhr losfahren, doch wir kamen erst um 20 nach 8 los.

Die Strecke nach Maun war nicht sehr abwechslungsreich. Links und rechts begleiteten und verdorrte und karge Bäume oder ab und zu gewaltige Flächen mit niedrigem gelben Gras. Die Straße zog sich
schnurgerade hin und es waren kaum andere Fahrzeuge unterwegs. Die einzige Abwechslung waren die Hütten, die manchmal zwischen den kurzen, kahlen Bäumen hervorstachen und eine kleine Siedlung anzeigten. Wir sahen ein paar Menschen, aber wer wagte sich bei diesen sengenden Temperaturen von über 35 Grad schon unter die ungeschützte Sonne. Selbst schwarze Menschen schwitzen und suchten nach Möglichkeit den Schatten.

Im Bus war es laut, Jochen hatte sich nach vorne zum Fahrer gesetzt, damit dieser auch etwas Abwechslung hatte und nicht einschlief während der Fahrt. Die Sonne und die Wärme sorgten dafür, dass wir alle träge und müde wurden. Die Luft war staubtrocken, es hüstelte immer wieder aus jeder Ecke des Busses.

In Gweta hielten wir an einer Tankstelle zum Toilettengang. Außer der Tankstelle sahen wir nur Straße und Bäume, aber keine anderen Häuser. Dann ging es weiter auf der A3 nach Maun. Und wieder war die Strecke eintönig, verbrannt und eben.
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Plötzlich tauchten vier Oryxantilopen auf und kurz darauf wurde die Vegetation grüner. Wir sahen auch wieder Strauße und natürlich jede Menge Kühe, ein paar Wildpferde und jede Menge Impalas.
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Gegen 13 Uhr erreichten wir Maun und hielten an der Lodge, die in ein paar Tagen unser Zu Hause für zwei Übernachtungen sein würde. Wir mussten auf die Jeeps warten, die uns zur Mogothlo Lodge am Kwai
River bringen sollten. Die Zeit vertrieben wir uns in einem kleinen Restaurant, das zum Hotel gehörte. Wir bestellten etwas zu trinken und warteten. Als es dann ans bezahlen ging, mussten wir auf unser Wechselgeld verzichten, weil der Kellner kein Kleingeld hatte.

Die Jeeps kamen und wir bestiegen wieder die offenen Fahrzeuge. Es ging auf die Straße und nicht gerade langsam. Selbst Dieter musste sich in der ersten Reihe nach vorne beugen, weil der Fahrtwind so gewaltig war, dass man nicht den Mund öffnen konnte. Etliche Kilometer fuhren wir mit ca. 50 Km/h über die Straße, bevor es dann auf eine sandige Piste ging. Doch selbst hier wurde der Jeep nicht
langsamer. Heiße Luft schlug uns entgegen. Wir fühlten uns förmlich wie in einem Backofen. Und es gab keinen Schatten oder eine Möglichkeit der Kühlung.
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Gut eineinhalb Stunden fuhren wir über diese Sandpiste und schlossen die Augen, wann immer eine Staubwolke von vorne auf unser Fahrzeug zukam.

Nach 2 1/2 Stunden Gesamtfahrzeit bog der Jeep plötzlich nach links ab und wir tauchten ein in eine grüne Oase. Wo eben noch gelber Sand war, waren jetzt grüne Büsche und sandige Wege zu sehen. Unter
Dornenbüschen fuhr der Jeep in kleinen Kurven durch den Park und kam schließlich nach wenigen Minuten zu einer Ansammlung von mehrern Zelten und einem großen Holzhaus. Hier wurden wir schon erwartet. Wir hatten die Lodge erreicht. Die Mogothlo Lodge war wie eine Oase inmitten der Wüste, direkt am Kwai Fluss gelegen, mit einer Terrasse auf Stelzen, von der man einen wunderschönen Blick auf das andere Ufer hatte. Wir sahen ein paar scheue Impalas am anderen Ufer, aber sonst kein Tier. Nichtsdestotrotz war es Afrika Feeling pur!

Wir bekamen einen Willkommenstrunk und eine Sicherheitseinweisung. Die Einweisung bestand daraus, dass dies ein Naturpark ohne Zäune ist und wir jederzeit damit rechnen mussten, das wilde Tiere in Form von Elefanten, Zebras, Hyänen, Hippos, Giraffen oder auch Löwen im Camp auftauchen konnten. Einige der Tiere waren so neugierig, dass sie um die Zelte strichen und man am anderen Morgen ihre Spuren im Sand ausmachen konnte. Darum durften wir im dunkeln nicht allein unser Zelt verlassen oder uns allein auf den Weg zum zelt von dem Haupthaus machen. Wir benötigten dafür immer einen Guide.

Wir genossen den freien Nachmittag und ließen unsere Blicke von der Terrasse auf den Fluss und das andere Ufer schweifen, immer auf der Suche nach den wilden Tieren. Beim Abendessen bemerkten wir dann, dass unsere Gruppe ganz allein in dieser recht luxoriösen Lodge war. Das Abendessen war lecker, die Angestellten sehr aufmerksam und wir fühlten uns sehr wohl. Hinterher saßen wir um die Feuerstelle auf der Terrasse herum, erzählten und bemerkten den klaren Sternenhimmel über uns. Das war pures Afrika Gefühl!
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2 Kommentare

  • karl und Helga sagt:

    das war ja eine lange Tour. Aber die Zelte sind doch komfortabel.
    Was klappt mit den Berichten nicht? Entweder ist Internet vorhanden
    oder nicht! Unsere Erwartung ist wahrscheinlich zu hoch.
    Viele Grüße aus Klecken

  • ingrid sagt:

    Hallo ihr Beiden
    Tolle Berichte und vor allem super tolle Bilder.
    Ich freue mich schon auf weitere Bilder
    L.G.Mama Ingrid

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