16.02.2026: Monteverde

Heute hatten wir ein sehr frühes Frühstück. Bereits um viertel vor 7 waren wir im Restaurant, das gleichzeitig die Eingangshalle und Rezeption des Hotels war. Wir mussten bereits um 8 Uhr beim Eingang des Monteverde Cloud Preserve sein, da unser Zeitfensterticket für 8:15 Uhr ausgestellt war und wir nicht wussten, wie kurvig und löchrig die Straße dorthin sein würde. 

Da mit dem Frühstück alles wie geplant lief und wir das Kurven-fahren-und-Schlagloch-Ausweichen inzwischen gut beherrschten, waren wir überpünktlich am großen Parkplatz. Bereits um 7 Uhr 30 war das Auto geparkt und wir konnten den Shuttle Bus zum Parkeingang um 7 Uhr 45 nehmen. Jeder Platz im Bus wurde ausgenutzt, es gab zwischen den normalen Sitzen noch extra schmale Klappsitze, die perfekt in den Zwischengang passten. Auch hier wurden Gäste untergebracht. Dann ging es auch schon los und nach wenigen Minuten waren wir oben am Eingang.

Hier bekamen wir erstmal einen kleinen Schock, denn es warteten bereits sehr viele Menschen auf den Einlass zum Park. Wir mussten noch etwa 10 Minuten warten und konnten erst mit unserem gebuchten Slot in den Park. Das Personal war da sehr konsequent. 

Wir hatten uns für den längsten Wanderweg durch den Regenwald entschieden, den Continental Divide Trail, der rund 4.2 km lang ist.

Bereits nach wenigen Metern hatten wir die ganzen Menschen hinter uns gelassen und hörten nur noch die Geräusche des Regenwalde. Das leichte Tröpfeln der Regentropfen von den oberen Blättern nach unten, ein paar Vögel in der Ferne und Affen. Wir hatten Glück, das direkt vor uns eine Kleingruppe mit Teleskop unterwegs war. Der Guide hatte etwas entdeckt und ließ auch andere Gäste des Parks durch sein Teleskop schauen. Wir sahen einen Spidermonkey auf einem Ast sitzen und in unsere Richtung schauen.

Auf dem weiteren Weg durch diesen wunderschönen mystischen Wald haben wir dann immer wieder Tukane gehört und einen Vogel, dessen Laute ein wenig wie eine quietschende Tür klangen. Und wir haben ein paar sehr flinke Kolibris gesehen.

Wir waren rund 3 Stunden auf diesem Weg des Parks unterwegs und die meiste Zeit für uns allein. Nur wenige Parkbesucher hatten sich für diesen Weg entschieden. Stattdessen hatten die meisten einen der anderen beiden Wege gewählt. An der Hängebrücke, die sich fast in Höhe der Baumkronen befindet, führten alle drei Wege kurzzeitig zusammen.

Ein leichter Nebel zog durch den Wald und gab dem ganzen noch mehr Mystik.

Immer wieder sahen wir Bäume, die über und über mit Moos eingedeckt waren. Wir nannten sie „eingekuschelte Bäume“. Große Farne und Lianen waren ebenfalls überall zu sehen und erinnerten uns sehr an die verwunschenen Wälder aus Neuseeland vom letzten Jahr.

Nachdem wir wieder beim Ausgang waren, sind wir ins Café nebenan gegangen und haben einen Kaffee getrunken. Anschließend ging es mit dem Shuttle wieder zum Parkplatz hinab.

Dann sind wir zum Orchideengarten in Santa Elena gefahren, haben das Auto direkt nebenan auf dem Parkplatz des Restaurants geparkt und dann ein 45 Minuten Führung im Garten mitgemacht.

Wir haben dabei sehr viel über Orchideen gelernt und vor allem den Unterschied zwischen den bei uns erhältlichen kommerziellen Orchideen und den restlichen Orchideen erfahren.

Viele Pflanzen gehören zu den Orchideen, denen man es auf den ersten Blick gar nicht ansieht. Es gibt insgesamt über 30.000 verschiedene Arten in vielen verschiedenen Größen.

Die kleinsten Orchideen sind gerade mal 1 mm groß. Für die Führung erhielten wir sogar ein Vergrößerungsglas, um die winzigen Orchideen auch gut sehen zu können.

Nach dem Garten sind wir kurz im Ort geschlendert, haben Geld geholt und anschließend noch einen Kaffee im Restaurant getrunken.

Dann ging es zurück zur Unterkunft, wir haben uns kurz ausgeruht und sind dann früh zum Abendessen gegangen. Wir waren wieder im Restaurant Sensoria und haben dort sehr leckeren Lachs im Bananenblatt gegessen.

Um 17 Uhr 40 wurden wir dann zur Nachtwanderung abgeholt. Am Treffpunkt war es wieder sehr voll, doch sobald die Touren starteten, wurde es leerer. Wir waren zu 8 in unserer Gruppe, 5 Erwachsene und 3 Kinder. Auch wenn unser Guide eine sehr laute Stimme hatte und wir befürchteten, nicht viel zu sehen, haben wir doch eine ganze Menge Tiere zu Gesicht bekommen. Der Guide hatte ein gutes Teleskop dabei, durch das wir die Tiere natürlich gut sehen konnten. Außerdem hat er dadurch auch immer wieder Fotos mit unseren Kameras durch das Teleskop gemacht.

Wir haben auf diese Art einen am Baum schlafenden Buntspecht gesehen, einen sogenannten „Leave Bug“, den „Pigment Rainfrog“, den „Emerald Glasfrog“ und eine Kakerlake am Baum. Aber wirklich cool war, das wir schlafende Tucane im Baum sehen konnten. Beim ersten Mal war es nur einer, beim zweiten Mal sogar zwei Tucane.

Wir haben im weiteren Verlauf noch einen „Black Leave Bug“ gesehen und diverse kleine Spinnen. Aber ein weiteres Highlight kurz vor Schluß zeigte sich uns in einem Erdloch. Dort saß nämlich keine 3 Meter von uns entfernt eine „Orange Leave Tarantula“. Die war ganz schön groß.

Auf dem Weg zurück zum Eingang haben wir dann noch eine „Eyelash Viper“ und einen grünen Tucan zu Gesicht bekommen. Außerdem haben wir noch diesen luminiszierenden Skorpion zu Gesicht bekommen, der nur in Dunkelheit leuchtet. Dann ging es zurück zu unserer Unterkunft. 

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