11.02.2026: Von Tortuguero nach La Fortuna

Der Wecker klingelte um 4:45 Uhr. Heute mussten wir die schöne Lodge schon wieder verlassen, doch zuvor wollten wir noch eine kleine Bootstour über den Fluss machen, um noch ein paar Tiere zu sehen. Doch als wir gerade beim Zähne putzen waren, fing es an zu regnen. Wir machten uns trotzdem fertig und gingen dann zur Rezeption. Der Guide und ein paar Teilnehmer warteten schon da, doch wir waren wohl noch nicht vollzählig. Als dann alle anwesend waren, ging es auch schon zum Boot. Wir betraten das kleine offene Boot und fuhren los. Zunächst fuhren wir zur Registrierungsstation für den Nationalpark, denn jeder musste sich vorher separat ein Ticket besorgt haben. Dann ging es los und pünktlich wurde der Regen etwas kräftiger. Wir hatten zum Glück die Regenjacken angezogen und es waren bereits 25 Grad Außentemperatur, so dass der Regen ein warmer Regen war und uns nichts ausmachte.

Wir waren etwa 12 Personen im Boot, die beiden Engländer David und Tom waren auch mit dabei. Ihnen hatte die Tour am Tag zuvor so gut gefallen, dass sie sie noch einmal machen wollten.

Unser Guide hatte wirklich ein gutes Gespür und ein wenig Hilfe des Steuermannes und eines weiteren Guides im hinteren Teil des Bootes. Dank ihnen sahen wir Faultiere, Leguane, Spidermonkeys und Brüllaffen.

Ganz besonders die Brüllaffen waren natürlich auch gut zu hören. Außerdem sahen wir wieder Blue Harrons, Ibisse, Tukane und Parrots. Leider waren die meisten Tiere sehr weit weg und für unsere Kameras und Augen nicht zu erfassen, oft konnte man sie nur dank des Laserzeigers sehen, den der Guide mit dabei hatte. 

Nach der Tour, die gut 2 Stunden dauerte, wechselten wir die Kleidung, da wir doch recht durchnässt waren und gingen zum Frühstück und haben uns erstmal wieder aufgewärmt. Auch wenn es nicht kalt war, man war nach 2 Stunden im Regen doch etwas durchgefroren. Der heiße Costa Rica Kaffee war da auf jeden Fall eine gute Unterstützung. 

Dann wurden die Koffer gepackt und wir gingen zur Rezeption. David und Tom kamen auch dazu, denn sie waren für das gleiche Transferboot gebucht. 

Wir konnten pünktlich an Bord gehen. Inzwischen war das Wetter etwas besser geworden, so dass wir zunächst mit offenen Seitenteilen losfahren konnten. Es wurden noch andere Gäste unterwegs abgeholt und dann ging es in einer Stunde nach La Pavona. Als der Regen dann doch wieder stärker wurde, hielt der Kapitän an und zog die Seitenteile hoch, so dass wir von dort nicht mehr nass wurden.

In La Pavona angekommen mussten wir wieder durch die Schlammwüste zum Auto, doch wir kamen einigermaßen trocken dort an. Die Koffer wurden im Auto verstaut und wir fuhren los, erst einmal nach Guapiles, wo wir in den Carribean Rainforest Sloth Park fuhren, eine Empfehlung von David und Tom. Als wir dort ankamen, war es wieder trocken und die Sonne kam hervor.

Im Park, der einem großen Garten glich, machten wir mit dem Inhaber und einer chilenischen Voluntarin und Übersetzerin eine kleine Tour. Es war einfach der Oberhammer! Gleich zu Anfang sahen wir ein 3-Finger Faultier Weibchen mit einem 2 Monate alten Baby, das gerade 2 Meter vor uns wieder den Baum hinauf kletterte.

Danach sahen wir ein 9 Monate altes Jungtier allein den Baum hinaufklettern. Immer wieder war der Besitzer mit seinem Teleskop unterwegs und suchte für uns die besten Spots zum Beobachten der Faultiere. Wir konnten auch immer wieder Fotos direkt durch sein Teleskop machen.

Wir sahen noch 5 weitere Tiere und auch ein weiteres Weibchen mit Baby am Bauch. Ein Weibchen war schwanger und die anderen hingen teilweise nur mit einer Hand am Baum oder mit den Füßen nach oben und Kopf nach unten. Wir erfuhren von den beiden, dass die Faultiere hier nicht künstlich gehalten werden, sondern einfach natürlich hier leben und sich von den Pflanzen ernähren, die hier angepflanzt wurden Die junge Chilenin hat uns alles ganz genau erklärt und vom spanischen ins englische übersetzt. Einiges von dem Spanisch haben wir verstanden, aber eben nicht alles. Aber schon das wenige hat die beiden sehr gefreut.

Danach sind wir noch durch den Garten gegangen und haben gesehen, was hier alles angepflanzt wird. Anschließend durften wir dann noch Zuckerrohrsaft pressen und mit Limone vermischt trinken. Das war sehr lecker. 

Es war eine wahnsinnig interessante und tolle Tour, die auf jeden Fall zu empfehlen ist. Beide waren so herzlich und persönlich, dass man sich einfach wohl gefühlt hat.

Kurz bevor wir dann aufbrechen mussten, öffnete der Himmel wieder seine Schleusen und wir wurden von den beiden mit Schirmen zum Auto begleitet. Wir hatten ein wahnsinniges Glück.

Die Fahrt zu unserer Unterkunft dauerte dann noch etwa 1 Stunde 40 Minuten. Das Hotel Tijalari liegt nahe La Fortuna und ist eine recht große Anlage. Wir checkten im Hotel ein und taten das auch wieder komplett auf Spanisch, was die beiden an der Rezeption sehr gefreut hat. Gegessen haben wir dann im Restaurant des Hotels, sehr leckeren Thunfisch und Krabben auf Costa Rica Art, dazu ein lokales IPA Bier. Ein herrlicher Abschluss für einen zwar feuchten, aber sehr schönen Tag!
 

2 Kommentare

Antworte auf den Kommentar von Melina Antwort abbrechen