Wir hatten gestern erst überlegt, ob wir uns spontan der 5 Uhr 30 Bootstour hinaus in die Kanäle anschließen sollten. Aber als der Wecker um 5 klingelte und es immer noch in Bindfäden regnete, machten wir den Wecker wieder aus und schliefen noch ein Weilchen.
Ganz entspannt ging es dann zum Frühstück und anschließend um 9 Uhr 30 zur Morgenwanderung auf den einzigen Berg Tortugueros.

Wir waren nur zu viert auf dieser Wanderung, mit uns dabei waren die beiden Engländer David und Tom. Unser Guide war ein sehr netter Costa Ricaner. Wir sind mit dem Boot erst einmal ein paar Minuten zum Startpunkt der Wanderung gefahren. Dann ging es an Land und direkt in den Dschungel hinein.

Wir waren nur ein paar Meter gegangen und schon im grünen Dickicht verschwunden. Große Farne, in den Himmel wachsende Bäume und herabhängende Lianen und eine Feuchtigkeit, die sich durch unsere Kleidung fraß.

Relativ schnell hörten wir dann auch schon die ersten Tiere. Die Brüllaffen sind auf 2 Kilometer Entfernung zu hören. Ihr Gebrüll durchzog den ganzen Regenwald, doch sehen konnten wir sie nicht. Dafür sahen wir ein paar Kapuzineräffchen in den Baumwipfeln herumturnen. Die dritte hier heimische Art, den Spider-Monkey, sahen wir leider nicht. Dafür sahen wir relativ nah noch zwei Tukane und Papageien, außerdem auch einen Fregattvogel.



Leider waren unsere Kameras zu schwach dafür, aber David hatte das richtige Equipment dabei und schaffte es, sie perfekt einzufangen.




War der bisherige Weg noch einfach und auf Platten durch den Dschungel, so ging es jetzt die letzten Meter auf Treppen hinauf zum Aussichtspunkt. Dabei sahen wir wieder den kleinen Bluejeans Frosch.

Als wir endlich oben an der Plattform ankamen, genossen wir die Aussicht auf den Tortuguero Nationalpark, den Nebel und das kleine Städtchen San Francisco, das mitten im Park liegt.

Dann ging es wieder hinab und zum zweiten Anleger, wo bereits das Boot wartete.
In der Lodge sind wir noch etwas durch den Garten gewandert und haben uns die dortige Tierwelt angeschaut, ganz besonders die versteckten Fledermäuse und die Goldene Seidennetztspinne in ihrem großen Netz. Diese Spinne ist eine der größten in ganz Costa Rica.


Dann gingen wir in die Bar und genossen einen Negroni.


Während wir den genossen, kam der Kellner und hat uns versteckt zwischen Palmblättern einen grünen Frosch gezeigt.
Am Nachmittag wurden wir mit einem Taxi-Boot vom Hotel abgeholt und zu unserem Naturführer gebracht.


Sein Name war Brian und er führte uns in den Tortuguero Nationalpark hinein. Wir mussten uns vorher Gummistiefel leihen, da das Wasser im Park teilweise noch sehr hoch steht. Im Park, auf dem Jaguar Trail, haben wir dann verschiedene Tiere gesehen. Zum einen die Green Eyelash Viper, den roten Erdbeerfrosch, den Kiskadee Vogel, Brüllaffen und den Spider-Monkey.



Und wir sahen sowohl das 2-Finger Faultier als auch das 3-Finger Faultier.
Plötzlich stand mitten auf dem Weg ein Truthahn, der Grey Curacau, doch kaum versuchten wir unsere Kameras zu positionieren, war er schon im Gebüsch verschwunden.


Dann verließen wir den Park und sahen noch einen Waschbären, bevor wir unsere Gummistiefel wieder abgaben. Leider hat sich der Jaguar nicht an uns herangetraut.


Wir sind noch kurz durch den Ort geschlendert und dann ins Buddha Café gegangen und haben leckeres Ceviche gegessen, mit Blick auf die Lagune.
Vom Essen sind wir dann zu unserer Abendwanderung aufgebrochen. Wieder war Brian unser Guide und er führte uns, zusammen mit zwei lernwilligen Helfern, auf einem Weg parallel zum Strand entlang. Auf diesem Weg haben wir den Grünen Rote-Augen-Frosch gesehen, eine Fledermaus, mehrere Faultiere, ein Gürteltier, ein mexikanisches Stachelschwein, eine Eule, eine nicht giftige braune Schlange und eine nicht giftige grüne Schlange oben im Baum. Zum Abschluss sahen wir dann noch ein Opossum.


Zurück im Zimmer ging es dann unter die Dusche. Danach wurde Blog geschrieben. Plötzlich wurde es vor unserem Zimmer sehr laut. Ein paar Franzosen waren auf der Suche nach ihren Zimmern und unterhielten sich schreiend über mehrere Meter hinweg. Irgendwann wurde uns das zu bunt und wir ermahnten die Franzosen, die Suche doch etwas leiser fortzuführen. Das verstanden sie dann auch irgendwann und suchten in einer anderen Ecke der Lodge nach ihren Zimmern.
Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, Eure Reiseberichte zu lesen. Das klingt alles sehr spannend und abenteuerlich. Ich wünsche Euch noch schöne Urlaubstage mit vielen interessanten neuen Eindrücken und bin gespannt auf die nächsten Berichte.
Liebe Grüße Doris