{"id":693,"date":"2013-11-15T06:27:54","date_gmt":"2013-11-15T04:27:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=693"},"modified":"2021-03-06T22:03:17","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:17","slug":"12-11-2013-cajamarca-celendin-balsas-leimebamba","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=693","title":{"rendered":"12.11.2013: Cajamarca \u2013 Celendin \u2013 Balsas \u2013 Leimebamba"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Vor diesem Tag hatten wir ein wenig Bammel. 11 Stunden Fahrzeit lagen vor uns, 11 Stunden in einem sehr engen Bus. 530 Kilometer waren zu bew\u00e4ltigen. Um diese Strecke an einem Tag zu schaffen, mu\u00dften wir um 7 Uhr das Hotel in Chiclayo verlassen. Fr\u00fchst\u00fcck gab es keines, nur eine Tasse Kaffee oder Tee und eine Lunchbox f\u00fcr unterwegs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir waren alle p\u00fcnktlich, was recht selten bei Gruppenreisen \u00fcber 10 Personen ist. Die Sonne strahlte schon hell und der Himmel leuchtete wieder in sch\u00f6nstem blau. Als wir Chiclayo verlie\u00dfen, herrschte schon reger Berufsverkehr. Wir sahen eine Gruppe von Harley Davidson Fahrern auf ihren schweren Maschinen, die anscheinend zu einer Tour auf der Panamericana unterwegs waren. Die Fahrt f\u00fchrte uns Richtung Anden auf der Panamericana, wir passierten den Ort Mopote und kamen dann durch eine karge W\u00fcstenlandschaft, ab und zu ein paar farbige Str\u00e4ucher am Wegesrand. Im Ort Olmos verlie\u00dfen wir die Panamericana und bogen rechts ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1550.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1020\" alt=\"2013_11_12_Nordperu_1550\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1550-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1550-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1550-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1550.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach 2 Stunden Fahrtzeit machten wir endlich Pause an einer Mautstation und a\u00dfen unser Obst und das Sandwich aus der Lunchbox. Dann ging es hoch in die Anden. Wir kamen heute bis maximal 2137 Meter. Je h\u00f6her wir kamen, desto gr\u00fcner wurde die Vegetation. Die Fahrt durch die Berge war sehr abwechslungsreich. In Serpentinen schl\u00e4ngelte sich der Bus durch die Berge und wir hatten immer wieder wundersch\u00f6ne Anblicke auf die Gipfel und die tiefen T\u00e4ler, an denen wir vorbei fuhren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1608.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1021\" alt=\"2013_11_12_Nordperu_1608\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1608-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1608-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1608-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1608.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Am Stra\u00dfenrand standen immer mal wieder einfache Restaurants, wahrscheinlich f\u00fcr die LkW Fahrer, die hier vorbeikommen. Ab und zu waren aber auch Wohnh\u00e4user zu sehen und Menschen, die vor ihren H\u00e4usern sa\u00dfen. Die Stra\u00dfe war in einem guten Zustand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Willy erz\u00e4hlte, dass die Stra\u00dfen in diesem Distrikt erst relativ neu waren. Trotzdem kamen wir manchmal nur langsam voran, etwa wenn wir wieder einmal hinter einem LkW fuhren, der sich schneckenlangsam den Berg hinaufqu\u00e4lte. Oscar \u00fcberholte nur, wenn es wirklich ungef\u00e4hrlich war oder der LkW Fahrer ihm ein Zeichen gab, dass von vorne nichts kam. Wir f\u00fchlten uns wirklich sicher mit ihm als Fahrer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1617.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1022\" alt=\"2013_11_12_Nordperu_1617\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1617-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1617-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1617-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2013_11_12_Nordperu_1617.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gegen 10 hielten wir an einem unbeschrifteten Aussichtspunkt und hatten einen herrlichen Blick auf das Tal unter uns und die Berge, die es umrahmten. Ein heftiger Wind fegte \u00fcber uns hinweg und wir mu\u00dften aufpassen, dass wir der Klippe nicht zu nah kamen. Doch alles ging gut und nach ein paar Minuten ging die Fahrt weiter. Je weiter wir fuhren, desto vegetations\u00e4rmer wurde die Landschaft. B\u00e4ume und Str\u00e4ucher verschwanden und es wurde sandiger. Unterwegs hielten wir in einer kleinen Ortschaft an, weil einige aus der Gruppe Wasser kaufen wollten und wir uns auch mal die Beine vertreten wollten. Dabei ergab sich die Gelegenheit, Kokosn\u00fcsse zu kaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Heiner gab eine Runde Kokosn\u00fcsse aus und wir nahmen das Angebot dankend an. Mit Hilfe des Strohhalms, der bereits beim Kauf der Kokosnuss drinnen steckte, genossen wir die s\u00fc\u00dfe Milch. Den Rest hoben wir uns f\u00fcr sp\u00e4ter auf. Gegen Mittag hielten wir an einem Restaurant neben der Hauptstra\u00dfe. Wir wurden bereits erwartet. Wahrscheinlich hatte Willy uns schon angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Uns erwartete eine nette kleine, etwas korpulentere peruanische Frau und begr\u00fc\u00dfte uns freundlich. Ein paar Tische wurden drau\u00dfen unter dem festen Dach zusammengestellt und wir nahmen Platz. Dann wurden Getr\u00e4nke und Essen bestellt. Es gab wieder echte peruanische K\u00fcche. Das Essen war sehr schmackhaft. Nach dem Essen hatten wir noch Gelegenheit, unsere Kokosn\u00fcsse zerteilen zu lassen, um auch das Fruchtfleisch genie\u00dfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dann ging es wieder in den Bus und weiter auf die Fahrt nach Leimebamba. Unterwegs sahen wir neben der abwechslungsreichen Vegetation auch viele frei herumlaufende Tiere. In den kleineren Ortschaften liefe die Schweine und die H\u00fchner frei herum, auch Pferde standen ganz of einfach auf der Stra\u00dfe und lie\u00dfen sich nicht von uns st\u00f6ren. Erst als wir fast Kontakt hatten, gingen sie langsam zur Seite. Ganz oft flogen auch Adler und Geier neben unserem Bus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am Nachmittag wurde die Vegetation wieder erheblich gr\u00fcner. Wir fuhren neben einem Flu\u00df entlang und passierten viele rotangestriche Br\u00fccken. Auch einige verfallene Br\u00fccken ware zu sehen. Je n\u00e4her wir dem Ort Leimebamba kamen, desto subtropischer wurde die Vegetation. Schlie\u00dflich erreichten wir kurz nach einsetzen der Dunkelheit den Ort Leimebamba. Die Stra\u00dfen waren kaum beleuchtet, an vielen Ecken wurde gebaut und die Gassen waren auch sehr eng. F\u00fcr Oscar war es eine Herausforderung, hier durch die Stra\u00dfen zu navigieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Ankunft am Hotel in Leimebamba war schon etwas merkw\u00fcrdig. Wir hielten vor dem Hotel und Oscar begann sofort, die Koffer auszuladen. Aber hinter den Fensterl\u00e4den des Hotels war alles dunkel. Niemand kam heraus um uns zu begr\u00fc\u00dfen. Das war schon sehr merkw\u00fcrdig. Erst klopfte Willy an die T\u00fcr, aber es tat sich nichts. Dann bat er Dieter, etwas kr\u00e4ftiger zu klopfen. Nach ein paar Minuten \u00f6ffnete sich die zweigeteilte T\u00fcr und ein \u00e4lterer, unrasierter und offensichtlich\u00a0 aus dem Schlaf gerissener Mann streckte den Kopf hervor. Er war sehr erstaunt uns zu sehen, hatte anscheinend gar nicht mit uns gerechnet. Wie sich herausstellte, hatte er wirklich vergessen, das wir heute anreisten. W\u00e4ren wir einen Tag eher gekommen, w\u00e4ren nicht gen\u00fcgend Zimmer frei gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ohne \u00fcberfl\u00fcssige Formalit\u00e4ten wurden uns die Zimmerschl\u00fcssel ausgeh\u00e4ndigt und wir brachten unser Gep\u00e4ck aufs Zimmer. Die Zimmer waren einfach aber ausreichend eingerichtet, es war eine urige Atmosph\u00e4re, die auch durch die etwas chaotische Organisation in diesem Hotel nicht getr\u00fcbt wurde. Unser Zimmer hatte drei kleine Betten. Wir waren gerade dabei, die Koffer auf zwei Betten zu verteilen, als Christel, die neben uns ihr Zimmer hatte, zu uns kam und uns anbot, die Zimmer zu tauschen. Sie hatte ein gro\u00dfes Doppelbett und ein kleines Bett und meinte, ihr w\u00fcrden die kleinen Betten reichen. Das war wirklich eine sehr nette Geste von ihr. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, gingen wir alle zusammen ins Zentrum von Leimebamba, um ein Restaurant zu suchen, in dem wir noch eine Kleinigkeit zu Essen bekommen konnten. Thorsten sagte uns, dass es eigentlich nur zwei akzeptable Restaurants gibt. Wir schauten bei beiden vorbei und\u00a0 lie\u00dfen uns sagen, was dort zur Auswahl stand. Dann gingen wir schlie\u00dflich durch eine unscheinbare T\u00fcr und einen Raum, der wie ein Verkaufsraum wirkte, aber nur als Durchgang zum Gartenrestaurant diente, wo ein paar Plastiktische und St\u00fchle aufgestellt waren. Schnell stellten wir die Tische und St\u00fchle zusammen, so dass wir alle Platz hatten. Dann wurde bestellt. Besonders lecker war das Gericht Arroz de la Cubana, bestehend aus Reis, Spiegelei und s\u00fc\u00dfer Kochbanane, die gebraten war. Dann ging es wieder ins Hotel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor diesem Tag hatten wir ein wenig Bammel. 11 Stunden Fahrzeit lagen vor uns, 11 Stunden in einem sehr engen Bus. 530 Kilometer waren zu bew\u00e4ltigen. 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