{"id":672,"date":"2013-11-06T05:56:45","date_gmt":"2013-11-06T03:56:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=672"},"modified":"2021-03-06T22:03:30","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:30","slug":"4-11-2013-von-lima-nach-chiclayo","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=672","title":{"rendered":"4.11.2013: Von Lima nach Chiclayo"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Tag begann mit einer unangenehmen Nachricht. Sibylle und ich waren gerade dabei, uns f\u00fcrs Fr\u00fchst\u00fcck fertig zu machen und die Koffer f\u00fcr den bevorstehenden Flug nach Chiclayo zu packen, da klopfte es an die T\u00fcr! Ich ging zur T\u00fcr und war schon sehr \u00fcberrascht, dort Dieter stehen zu sehen, der uns fragte, ob es uns gut ginge. Das konnten wir nur bejahen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann erz\u00e4hlte Dieter uns, dass es Anke seit heute Nacht um 3 nicht mehr gut ging und sie sich offensichtlich gestern Abend im Restaurant den Magen verdorben hatte. Da Sibylle und ich aber keine Probleme hatten, konnte es nicht am Pisco Sour liegen sondern wohl doch eher am Essen. Was f\u00fcr ein Schock am Morgen! Der ganze Tagesablauf war in Gefahr, zumindest f\u00fcr Anke und Dieter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute sollten wir nach Chiclayo fliegen, aber wenn Anke krank war, dann w\u00fcrde das problematisch werden. Und au\u00dferdem wollten wir vorher noch das Museum Larco Herreira besuchen. Doch da sagte Dieter schon gleich, das Anke das nicht mitmachen w\u00fcrde. Beim Fr\u00fchst\u00fcck schaute Dieter noch kurz vorbei, denn er mu\u00dfte wieder zu seinem Vater und ein paar Dinge kl\u00e4ren. Keine leichte Aufgabe f\u00fcr ihn, sich hier in Lima um alles zu k\u00fcmmern. Auch wir verlie\u00dfen uns gr\u00f6\u00dftenteils auf ihn. Wir waren ihm f\u00fcr seine Hilfe und seine Tipps sehr dankbar. Bevor er los ging, besprachen wir noch den weiteren Verlauf des Tages.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Plan war, mit dem Taxi zum Museum Larco zu fahren und dann dort zu Mittag zu essen. Dieter w\u00fcrde zu gegebener Zeit mit Anke und dem Gep\u00e4ck zum Museum kommen. Falls es Anke zu schlecht ging, w\u00fcrde nur der Wagen mit dem Gep\u00e4ck kommen und Marion, Sibylle und mich zum Flughafen bringen, damit wir nach Chiclayo fliegen. Aber wir wollten mal nicht den schlimmsten Fall annehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sahen Sibylle und Marion kurz bei Anke vorbei und versicherten sich, dass wir sie alleine lassen konnten. Dann packten wir unser Handgep\u00e4ck und machten uns auf dem Weg nach unten. Sibylle versuchte beim Concierge in spanischer Sprache das ausschecken und das aufbewahren der Koffer zu besprechen. Doch der Concierge wollte ihr auf Englisch antworten. Etwas forsch und nicht ganz ernst gemeinst beschwerte sie sich dann bei mir, dass der Concierge doch gef\u00e4lligst Spanisch mit ihr sprechen solle. Daraufhin entgegnete der Concierge in halbwegs klarem Deutsch: ich m\u00f6chte doch nur meine Englischkenntnisse tranieren. Wir waren erstaunt, dass er Deutsch sprechen konnte! Dennoch bat Sibylle darum, die weitere Konversation auf Spanisch zu f\u00fchren, was der Concierge auch tat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir ausgecheckt hatten, versuchten wir ein Taxi zu bekommen, das uns ins Museum fahren konnte. Doch das war nicht so einfach. Das erste Taxi meinte wohl, dass wir hier falsch stehen w\u00fcrden. Das zweite Taxi wollte zuviel Geld haben. Erst als wir uns dann wieder an die Stra\u00dfe stellten und auf ein anderes Taxi warteten, ging er etwas mit dem Preis herunter und bot uns an, uns f\u00fcr 25 Soles ( 7 EUR ) zum Museum zu fahren. Wir setzten uns ins schwarze Taxi \u2013 der Fahrer trug \u00fcbrigens auch einen schwarzen Anzug und sah schon etwas vornehm aus \u2013 und schon ging es los.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute am Montag war nat\u00fcrlich sehr viel mehr Verkehr als noch die letzten Tage, wo wir einen Feiertag und dann das Wochenende hatten. Die Stra\u00dfen waren entsprechend voller und wir kamen nicht ganz so fl\u00fcssig voran, wie wir gehofft hatten. Als die Fahrt zur K\u00fcste ging und wir auf der K\u00fcstenstra\u00dfe entlang fahren wollten, landeten wir mit einem Mal in einem Stau. Kurzerhand nahm der Fahrer die n\u00e4chste Ausfahrt, fuhr zur\u00fcck nach Miraflores und setzte seinen Weg dann durch die Stadt fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ging durch viele Bezirke, die nicht so vornehm aussahen, teilweise heruntergekommene H\u00e4user und dreckige Stra\u00dfen, aber wir kamen auch durch einen nobleren Stadtteil, in dem jedes Haus einen hohen Zaun hatte und Sicherheitsleute vor einigen H\u00e4usern oder auf den Gehwegen standen und aufpassten. Dann ging es wieder durch \u00e4rmlichere Bezirke. W\u00e4hrend der Fahrt hatte Sibylle Spa\u00df daran, ein wenig Smalltalk auf Spanisch zu betreiben. Pl\u00f6tzlich hielt der Wagen und auf der linken Seite befand sich der Eingang zum Museum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sibylle erledigte die Bezahlung und wir stiegen aus und gingen zum Museum, wo man uns bereits das Tor \u00f6ffnete, als w\u00e4ren wir erwartet worden. Auch hier stand neben dem \u00e4lteren Angestellten des Museums eine Polizist am Tor und symbolisierte Sicherheit. Schnell waren die Eintrittskarten gekauft und wir gingen in das wei\u00dfe Geb\u00e4ude hinein. Das Museum ist auf den \u00dcberresten einer Pyramide aus dem 7. Jahrhundert errichtet worden, es ist in der typischen Architektur der Stadt Trujillo aus der Zeit des 18. Jahrhunderts erbaut. Ob wir davon etwas erkennen, k\u00f6nnen wir ja bald selber \u00fcberpr\u00fcfen, wenn es auch f\u00fcr uns nach Trujillo geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0524.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-864\" alt=\"DSC_0524\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0524-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0524-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0524-140x210.jpg 140w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0524.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Museum beherbergt eine Sammlung pr\u00e4kolumbischer Kunst, die mit ihren rund 45.000 Exponaten 4000 Jahre peruanische Geschichte abdeckt. Besonders interessant ist, dass das Museum Skulpturen, Textilien, Keramiken und Schmuck unterschiedlicher pr\u00e4kolumbischer Zivilisation Perus besitzt und ausstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0529.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-865\" alt=\"DSC_0529\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0529-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0529-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0529-140x210.jpg 140w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0529.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anke, Dieter, Sibylle und ich waren ja bereits vor 3 Jahren hier. F\u00fcr Marion war es der erste Besuch. Wir sind gespannt, ob es ihr genauso gut gef\u00e4llt, wie es uns damals gefallen hat. Beim Gang durch die Ausstellung haben wir das Gl\u00fcck, so ziemlich allein unterwegs zu sein. Kein Vergleich mit dem Goldmuseum, wo wir ja doch ziemlich genervt waren von den franz\u00f6sisch sprechenden Gruppen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0547.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-866\" alt=\"DSC_0547\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0547-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0547-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0547-140x210.jpg 140w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0547.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In aller Ruhe schauen wir uns die verschiedenen Keramiken an. Es ist schwer vorzustellen, dass diese St\u00fccke, die so absolut neu und teilweise unversehrt aussehen, mehrere tausend Jahre alt sind! Auch die goldenen und silbernen Nasengeh\u00e4nge und Brustpanzerungen wirken, als w\u00e4ren sie gerade eben noch getragen worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0552.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-867\" alt=\"DSC_0552\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0552-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0552-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0552-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/DSC_0552.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine sehr faszinierende Ausstellung, die wir nach gut 90 Minuten beendet hatten. Dann ging es nach drau\u00dfen zum Restaurant, wo wir uns eine Kleinigkeit zum Essen bestellten und uns nett unterhielten. Leider hatten wir bis dahin noch keine Information von Dieter, ob Anke und er nun auch fliegen w\u00fcrden oder nicht. Erst als wir bezahlt hatten und drau\u00dfen standen und auf das bereits organisierte Taxi warteten, kam die SMS von Dieter: Anke w\u00fcrde mitfliegen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prima, also ging es ihr wenigstens wieder so gut, dass sie fliegen konnte! Das war sch\u00f6n zu h\u00f6ren. Wir waren froh, als dann 20 Minuten sp\u00e4ter das Taxi da war und wir die beiden im Taxi sitzen sahen. Schnell waren unsere Handgep\u00e4ckst\u00fccke verstaut und es ging weiter zum Flughafen. Wahrscheinlich weil die Hauptzufahrtsstra\u00dfen zu verstopft waren, nahm unser Taxifahrer einen anderen Weg und fuhr zum Nebeneingang des Flughafenparkplatzes, wo extra f\u00fcr uns ein Tor ge\u00f6ffnet wurde und wir direkt am richtigen Terminal einen Parkplatz zum ausladen fanden. Es ging hinein und wir gaben unsere Koffer auf, dann ging es weiter zur Security. Nachdem wir diese hinter uns gelassen hatten ging es weiter zum Gate. Dieter und ich gingen noch mal einen Kaffee trinken, w\u00e4hrend Sibylle und Marion Anke Gesellschaft leisteten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr p\u00fcnktlich begann das Boarding um 15:20. Leider sa\u00dfen wir etwas verstreut. Einzig Anke und Dieter hatten Pl\u00e4tze nebeneinander. Marion, Sibylle und ich sa\u00dfen getrennt sowohl voneinander als auch von Anke und Dieter entfernt. Aber da wir nur 1 Stunde Flugzeit hatten, war es nicht so schlimm. Die Zeit des Fluges ging auch schnell vor\u00fcber. Ich war damit besch\u00e4ftigt, die letzten Tage im Blog zu erfassen. Nach der Landung gab es dann etwas Chaos in der Gep\u00e4ckhalle. Die Menschen lie\u00dfen ihre Gep\u00e4ckwagen einfach im Gang stehen und k\u00fcmmerten sich nicht darum, das sie anderen im Weg standen. Wir mu\u00dften mit unseren Koffern um sie herumgehen, um zum Ausgang zu gelangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drau\u00dfen entdeckte Dieter dann sogleich unseren Fahrer, der uns zum Hotel bringen sollte. Das Gep\u00e4ck wurde eingeladen und wir fuhren los. Unterwegs erfuhren wir, dass sich der Name des Hotels im letzten Monat ge\u00e4ndert hatte. Doch das war uns egal, solange das Hotel sauber war. Wir richteten uns kurz auf den Zimmern ein, ehe wir nochmal nach drau\u00dfen gingen, um die Gegend zu erkunden und etwas zu essen. Thorsten H\u00f6lscher hatte bei seiner Beschreibung von Chiclayo geschrieben, dass diese Stadt sehr quirlig ist. Laut trifft es aber besser!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcrde Chiclayo am ehesten mit indischen St\u00e4dten vergleichen, st\u00e4ndig wird gehupt, der L\u00e4rmpegel ist konstant hoch und man hat drau\u00dfen auf der Stra\u00dfe keine ruhige Ecke. Selbst in Lima scheint es mir ruhiger zu sein, Nachdem wir eine kleine Runde bis zum Plaza Mayor gemacht hatten, ging es zur\u00fcck zum Hotel. Abendessen war angesagt, doch das Hotelrestaurant machte keinen besonders guten Eindruck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also entschieden wir uns, noch mal wieder vor die T\u00fcr zu gehen. Doch die Suche nach einem Restaurant gestaltete sich sehr schwierig. Chiclayo ist eben keine Touristenstadt, wo an jeder Ecke ein gutes Restaurant zu finden ist. Doch nach einiger Zeit fanden wir ein Hostal und a\u00dfen dort eine Kleinigkeit zu Abend. Dazu gab es leckeres Cusquena Bier. Dann waren wir doch alle m\u00fcde und gingen zur\u00fcck zum Hotel, wo wir relativ schnell ins Bett gingen und einschliefen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag begann mit einer unangenehmen Nachricht. 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