{"id":618,"date":"2011-10-08T12:44:13","date_gmt":"2011-10-08T10:44:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=618"},"modified":"2021-03-06T22:03:56","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:56","slug":"28-10-2011-fahrt-von-longyan-nach-xiamen-ueber-quanzhou","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=618","title":{"rendered":"28.10.2011 &#8211; Fahrt von Longyan nach Xiamen \u00fcber Quanzhou"},"content":{"rendered":"<p>Die Nacht verlief ruhig, wir haben uns mittlerweile gut an die h\u00e4rteren Matratzen gew\u00f6hnt, so dass wir einigerma\u00dfen gut schlafen. Die W\u00e4rme hier im S\u00fcdosten Chinas ist zwar manchmal etwas schw\u00fcl, aber im Gro\u00dfen und Ganzen sind wir morgens immer gut ausgeruht und bereit f\u00fcr den neuen Tag.<\/p>\n<p>Heute morgen im Fr\u00fchst\u00fccksraum hatten wir ein Erlebnis, bei dem man dann doch merkt, dass China in einigen Gegenden noch nicht touristisch erschlossen ist. Wir kamen in den Fr\u00fchst\u00fccksraum des Best Western Hotels und hatten erwarteten ein europ\u00e4ischer oder meinetwegen auch mehr amerikanisch orientiertes Fr\u00fchst\u00fcck vorzufinden. Doch weit gefehlt! Auch hier bestand das Fr\u00fchst\u00fcck in erster Linie aus chinesischen Spezialit\u00e4ten. Das war aber eigentlich nicht schlimm, dann schlie\u00dflich waren wir ja auch gewillt, chinesische Spezialit\u00e4ten zu probieren. Was viel schlimmer war, dass wir uns nicht einmal hier mit Englisch helfen konnten. Als wir die herumlaufenden kindlich aussehenden Kellner nach Kaffee und Tee oder wenigstens hei\u00df Wasser fragen, wurde uns nur ein Schwall chinesischer Worte entgegengeworfen. Niemand war in der Lage, eine simple Konversation auf Englisch zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich finde ich die Kaffeemaschine und schaffe es, trotz fehlender europ\u00e4ischer Erkl\u00e4rungen, mir einen Kaffee zu machen. Leider entpuppt sich der als sehr s\u00fc\u00df und mit viel Milch. Also mehr ein Cappuccino.<\/p>\n<p>Das Fr\u00fchst\u00fcck ist recht karg heute. Die kleinen Kuchen sind sehr lecker und es gibt Toast, aber ohne Butter und ohne Marmelade. Mit dem Ei ist es auch schwierig, denn der Aushilfskoch am Eierstand ist nicht sehr motiviert.<\/p>\n<p>Schwach gest\u00e4rkt gehen die meisten von uns dann gegen halb 9 in den Bus und wir machen uns kurz darauf auf die Reise nach Quanzhou, unserem ersten Tagesziel heute.<\/p>\n<p>Quanzhou ist eine Stadt mit einer 1800 Jahre alten Geschichte, als K\u00fcstenstadt markiert sie den Anfang der sogenannten 2. Seidenstra\u00dfe, der Seidenstra\u00dfe auf dem Meer. In dieser Stadt kam unter anderem Marco Polo an Land und bereits damals als Millionenstadt beschrieben. In Quanzhou steht die \u00e4lteste Br\u00fccke, die \u00fcber das Meer f\u00fchrt. Sie ist im Jahr 1080 erbaut worden und wir werden sie unter anderem auf unserem Ausflug heute noch besichtigen. Au\u00dferdem werden wir einen buddhistischen Tempel und eine Moschee besichtigen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst verlassen wir die Stadt Longyan und fahren \u00fcber eine Strecke von 14 km nur abw\u00e4rts, es geht durch Schluchten, die sich \u00e4hnlich im Gebiet des Jangtse Flusses wiederfinden. Wir f\u00fchlen uns gleich an die sch\u00f6ne China Reise von 2006 erinnert, als Sibylle und ich das erste Mal gemeinsam in China waren.<\/p>\n<p>Auf unserer Fahrt nach Quanzhou fahren wir durch viele Tunnel. Aber wir kommen auch an kleinen Industriegebieten vorbei, die Luft ist hier in den Bergen durchzogen von einem Gemisch aus Nebel und Industrieabgasen.<\/p>\n<p>Als die Fahrt im Bus so dahinpl\u00e4tschert beginnt Yuke, deutsche Volkslieder anzustimmen. Nach anf\u00e4nglichem Z\u00f6gern stimmt Uwe das n\u00e4chste Lied an, eines seiner Limmerick-\u00e4hnlichen Sprechges\u00e4nge, wie ich es mal formulieren m\u00f6chte. Dann bittet Yuke unseren chinesischen Reiseleiter, ein einheimisches Lied zu singe. Die Atmosph\u00e4re dieses Liedes ist wieder ganz anders. Aber auch Sarah und unser Busfahrer kommen nicht davon und werden von uns gebeten, auch ein Lied zu singen. Das Lied von Sarah wirkt fr\u00f6hlich, w\u00e4hrend das Lied des Busfahrers ziemlich melancholisch klingt. Yuke erkl\u00e4rt, dass der Busfahrer aus dem mongolischen Gebiet kommt. Diane singt f\u00fcr uns ein Lied nach Peking-Oper-Art. Zum Schluss kommt Winni nach vorne und beginnt, ein paar \u00e4ltere deutsche Schlager zum besten zu geben. Insgesamt wird es sehr lustig im Bus und hilft dabei, die Fahrtzeit zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n<p>Dann erz\u00e4hlt Yuke uns wieder etwas \u00fcber China. Hier in der Fujian Provinz sehen wir viele neue Geb\u00e4ude, die leer stehen. Das war auch an anderen Orten so und ist immer wieder verwunderlich. Auch hier arbeiten viele Bewohner in den Gro\u00dfst\u00e4dten, im Ausland oder auch in Japan. Das Geld wird zur\u00fcck in die Heimat geschickt und die H\u00e4user verweisen dann und verfallen langsam. Aber nach 32 Jahren werden sie ja sowieso neu gebaut, wie wir schon vor ein paar Tagen erfahren haben. Au\u00dferdem werden die H\u00e4user nur bis zur f\u00fcnften Etage gebaut, aufgrund des Grundwasserspiegels.<\/p>\n<p>Yuke f\u00e4hrt mit seiner Geschichtsstunde fort. Er erz\u00e4hlt noch etwas mehr \u00fcber den Opiumkrieg und wie sich als Folge dieses Kriegs die chinesische Gesellschaft ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Als wir um 11 Uhr unseren ersten Besichtigungspunkt erreicht haben, ist es mittlerweile sehr warm im Bus geworden und wir sind froh, etwas frische und vor allem nat\u00fcrliche Luft zu bekommen.<\/p>\n<p>Wir besichtigen eine alte Moschee, die aber mehr einer Baracke gleicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0775.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-619\" alt=\"DSC_0775\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0775-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0775-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0775-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0775.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aufgrund der Tatsache, dass wenige Moslems in Quanzhou leben, wurde die im Jahr 1009 erbaute Moschee in neuer Zeit nie wirklich angenommen und besucht. Damals war die Moschee, die von 4 Sch\u00fclern Mohammeds erbaut worden war, eines der moslemischen Zentren der Welt. Direkt daneben wurden eine neue Moschee gebaut.<\/p>\n<p>In unmittelbarer N\u00e4he der Moschee steht ein buddhistischer Tempel, den wir zu Fu\u00df erreichen und besichtigen. Er ist so alt wie die Moschee und wird sehr intensiv besucht. Es sind viele Menschen hier, \u00fcberwiegend j\u00fcngere Frauen, die in normaler Alltagskleidung hier ihre R\u00e4ucherst\u00e4bchen anz\u00fcnden und zu beten beginnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0804.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-620\" alt=\"DSC_0804\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0804-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0804-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0804-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0804.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch findet hier so etwas wie Wahrsagerei statt, denn mit Hilfe von einer Art M\u00fcnze versuchen die Chinesen, Entscheidungshilfen zu bekommen. Sie werfen die M\u00fcnzen aus unterschiedlicher H\u00f6he zu Boden und schauen sich das Ergebnis an. Je nach aufgedeckter Seite ist die Entscheidung positiv oder negativ.<\/p>\n<p>Nach der Moschee gehen wir zum Essen. Wir sind heute fr\u00fch dran. Es ist erst 12 Uhr. Das Essen ist heute extrem lecker, aber leider etwas sehr reichhaltig, so dass wir gar nicht alles aufessen k\u00f6nnen.<br \/>\nWieder im Bus geht die Geschichtsstunde weiter. Wir erfahren, dass in China alle St\u00e4dte mit mehr als 300.000 Einwohnern einen Tempel haben m\u00fcssen, wie es aus alter Zeit vom Kaiser vorgegeben war.<\/p>\n<p>Wir sind an der West und Ostpagode der Stadt Quanzhou angekommen und besichtigen das Areal mit seinen Tempeln und Hallen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0854.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-621\" alt=\"DSC_0854\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0854-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0854-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0854-280x418.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0854.jpg 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Stadt Quanzhou hat die Form eines Karpfens, wie wir erfahren, allerdings ohne Augen. Die umgebenden Berge haben nach den Regeln des Feng Shui aber wie ein Fischernetz ausgesehen, in dem der Karpfen, also die Stadt gefangen war. Darum wurden dann zwei Pagoden gebaut, die in diesem Sinn die Form von Schwerter symbolisierten, die das Fischernetz durchsto\u00dfen. Dadurch wurde dann das Feng Shui wieder gut und der Stadt wurde es so erm\u00f6glicht, Wohlstand anzuh\u00e4ufen und qualifizierte Beamte f\u00fcr den Kaiser hervorzubringen.<\/p>\n<p>Die Pagoden, die West und die Ostpagode, waren vor etwa 1400 Jahren, als sie erbaut wurden, wei\u00df. Erst der Smog und Schmutz der Neuzeit haben sie dunkel gef\u00e4rbt.<br \/>\nNachdem wir einige Minuten bei der Ostpagode verbracht haben,beginnen wir die Tempel zu besichtigen. Wir sehen uns den Kayuan Tempel an, der um 686 vor Christus erbaut wurde. Als wir weiter durch das park\u00e4hnliche Areal wandern, entdeckt Yuke immer wieder Maulbeerb\u00e4ume. Die inspirieren ihn dazu, uns die Legende dieses Tempels zu erz\u00e4hlen. Nach dieser Legende wurde der Tempel an dem Ort erbaut, an dem ein Maulbeerbaum eine Lotusbl\u00fcte wachsen lies. Er hat uns von einem M\u00f6nch berichtet, der zum Besitzer des Grundst\u00fccks kam und um etwas Land bat. Die Gr\u00f6\u00dfe dieses St\u00fcck Land wurde dadurch ermittelt, dass der M\u00f6nch seinen Mantel in die Luft geworfen hatte und der Schatten, der dann auf die Erde fiel, markierte den Umriss des Tempels.<\/p>\n<p>Wir gehen weiter durch das Areal und kommen an einen Boody Baum, unter dem von Buddhisatva der Buddhismus begr\u00fcndet wurde.<br \/>\nDann gehen wir weiter und besichtigen weitere Hallen. In einer dieser Hallen sitzen viele \u00e4ltere Frauen, sie scheinen zu beten oder sich zu unterhalten. Es ist sehr ruhig dort.<\/p>\n<p>Nach diesem Kulturprogramm geht es weiter mit dem Bus. Wir fahren zum Schiffereimuseum , welche im Jahr 1953 erbaut wurde. Es wurde dann zwar zerst\u00f6rt, aber im Jahr 1992 komplett neu errichtet.<br \/>\nDer Besuch des Museums ist etwas ern\u00fcchternd. Ich hatte mir unter einem Museum etwas anderes vorgestellt. Hier befinden fast nur Modelle von historischen Schiffen und der Waren, die damit \u00fcber die zweite Seidenstra\u00dfe transportiert wurden. Es wurde leider nichts zu den Schiffen selber erz\u00e4hlt, aus welchem Material sie bestanden oder wie zur damaligen Zeit navigiert wurde. Das Museum hat noch Optimierungsbedarf.<\/p>\n<p>Dann fahren wir zur antiken Br\u00fccke von Quanzhou, der Loyung Br\u00fccke. Im Jahr 1053 wurde mit dem Bau begonnen, 1059 war sie dann vollendet. Das besondere an dieser Br\u00fccke ist, dass sie aus Granit gebaut ist und die Wasser verankerten Pfeiler haben die Form von Schiffen. Wir sind an der Br\u00fccke zur sp\u00e4ten Nachmittagsstunde, die Sonne steht schon tief und wird bald untergehen. Am gegen\u00fcberliegenden Ufer sehen wir die Skyline von Quanzhou, die von der glei\u00dfenden Sonne angestrahlt wird. Die Strahlen spiegeln sich in den Geb\u00e4uden am anderen Ufer und in dem abflie\u00dfenden Wasser der Meerenge, an der wir uns befinden. Es ist Ebbe.<\/p>\n<p>Wir genie\u00dfen die Zeit und vor allem die Ruhe, die hier herrscht. Ganz entspannt schie\u00dfen wir unsere Fotos. Es ist sch\u00f6n, dass Yuke uns die Zeit l\u00e4sst, dies zu tun. Wir gehen einmal bis ganz hin\u00fcber, dabei k\u00f6nnen wir noch die Flusskrebse im freigelegten Sand sehen, die aus ihren L\u00f6chern hervorkommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0927.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-622\" alt=\"DSC_0927\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0927-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0927-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0927-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0927.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mehr als 1 Stunde verbringen wir an der Loyung Br\u00fccke, die Sonne ist bereits untergegangen, als wir uns auf den Weg zum Bus machen und dann anschlie\u00dfend noch rund 60 km nach Xiamen zur\u00fcck fahren.<br \/>\nZum Abendessen hat sich Yuke wieder etwas Besonderes ausgedacht. Wir hatten vor einigen Tagen mal erw\u00e4hnt, wie sich China im Lauf der Zeit ver\u00e4ndert hat. Unter anderem waren die chinesischen Abendessen fr\u00fcher meist sehr h\u00fcbsch dekoriert gewesen und die Teller mit den Speisen selber exotisch garniert. Das fehlte dieses Mal fast komplett.<\/p>\n<p>Diese Bemerkung hat sich Yuke zu Herzen genommen und pr\u00e4sentierte uns an diesem Abend ein Essen in einem Kloster. Er warnte uns vor, dass es heute weder Alkohol zum Essen noch Fleischgerichte geben w\u00fcrde. Doch das war f\u00fcr uns kein Problem.<br \/>\nDas Kloster war f\u00fcr uns auf den ersten Blick nicht als solches zu erkennen, nur an der Tatsache, dass einige kahlgeschorenen M\u00e4nner mit gelben Kutten umher liefen, lies uns erkennen, das wir hier wirklich in einem Kloster waren. Schon auf dem Weg in den Speisesaal bemerkten wir, dass dieses Restaurant offensichtlich sehr beliebt ist, denn es kamen uns viele junge Leute entgegen, die offenbar hier gegessen hatten.<\/p>\n<p>Das Essen selber war, obwohl rein vegetarisch und mit sehr vielen Tofu-Gerichten, sehr lecker. Zwei Tofu-Gerichte w\u00e4ren f\u00fcr uns auch locker als Fleischgericht durchgegangen. Die Dekoration und Garnierung der Speisen war zwar auch sparsam, aber das Event des Essens hier im Kloster hatte sich wieder einmal gelohnt. Auch auf unserer China Reise 2008 hatten wir ein Abendessen in einem Kloster, aber das kommt bei weitem nicht an dieses Essen heran. Am Ende des Mahls waren wir alle gut ges\u00e4ttigt und zufrieden.<br \/>\nMit dem Bus fuhren wir dann weiter zu unserem Hotel, welches netterweise das gleiche Hotel war, wie schon ein paar Tage zuvor. Vor dem Hotel erwartet uns ein mittleres Chaos. 3 gro\u00dfe Busse stehen bereits auf dem daf\u00fcr nicht ausgelegten Parkplatz des Stadthotels. Dazu kommen noch sehr viele Pkws, die den \u00fcbrigen Platz einnehmen. Nur eine Gasse zum Eingang des Hotels ist frei. Es ist uns ein R\u00e4tsel, wie der Busfahrer sich hier durch man\u00f6vrieren will, aber er schafft es und parkt direkt vor dem Eingang. W\u00e4hrend er mit dem Ausladen der Koffer beginnt, gehen wir mit Yuke zum Einchecken. Das geht recht schnell, da wir ja schon einmal hier gewesen sind. Allerdings stellen wir fest, dass wir nicht die einzigen G\u00e4ste des Hotels sind. Bei weitem nicht! Zwei gro\u00dfe Hochzeitsgesellschaften sind in diesem Hotel abgestiegen, in der Empfangshalle werden flei\u00dfig Fotos der Brautpaare gemacht, die Brautjungfern und Verwandten der beiden Brautpaare laufen umher und scheinen teilweise genauso nerv\u00f6s zu sein, wie das Paar selber.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0989.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-623\" alt=\"DSC_0989\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0989-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0989-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0989-280x418.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_0989.jpg 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Paare sehen so jung aus, wie Kinder, und vor allem so d\u00fcrr!<br \/>\nNachdem wir uns von den Hochzeitspaaren gel\u00f6st haben, gehen wir kurz auf die Zimmer und machen uns frisch. Dann verabreden Martina, Michi, Sibylle und ich uns noch f\u00fcr einen kurzen Bummel in der Einkaufspassage neben dem Hotel. Wir wollen diesen sch\u00f6nen Tag noch mit einem sch\u00f6nen Glas Great Wall of China ausklingen lassen, sowie einem leckeren Eis bei McDonalds. Das hatten wir bei unserem letzten Besuch in Xiamen auch gemacht und es war mal eine sch\u00f6ne Abwechslung zum durchgehend asiatischen Essen der letzten 2 Wochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir durch die Gasse schlendern, schauen Sibylle und ich noch ab und zu in die Teel\u00e4den, denn durch Yukes Teezeremonie haben wir Spa\u00df an dieser Art des Tee Genie\u00dfens gefunden, so dass wir uns vorgenommen haben, bei n\u00e4chster Gelegenheit ein kleines Teebrett zu kaufen. Aber leider werden wir hier nicht f\u00fcndig. F\u00fcr viel Geld k\u00f6nnten wir ein gro\u00dfes Teebrett bekommen, doch das brauchen wir nicht. So vertagen wir den Kauf und gehen nach dem Eis und dem Kauf des Weines wieder ins Hotel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider war die Einkaufspassage mehr eine Modemeile oder eine Pr\u00e4sentationsstrasse f\u00fcr getrocknete Meeresfr\u00fcchte, denn einen Weinladen oder einen Kiosk, mit einem gr\u00f6\u00dferen Weinsortiment konnten wir nicht finden. So waren wir gezwungen, statt eines Great Wall Weins, den wir kennen und der dem Geschmack europ\u00e4ischer Weine noch recht nahe kommt, einen anderen einheimischen Wein zu kaufen. Doch der entpuppt sich beim sp\u00e4teren Genuss auf unserem Zimmer leider als recht sauer.<br \/>\nDennoch genie\u00dfen wir den Abend und schlafen dann sp\u00e4ter etwas ersch\u00f6pft aber zufrieden ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht verlief ruhig, wir haben uns mittlerweile gut an die h\u00e4rteren Matratzen gew\u00f6hnt, so dass wir einigerma\u00dfen gut schlafen. Die W\u00e4rme hier im S\u00fcdosten Chinas ist zwar manchmal etwas &hellip; <a class=\"readmore\" href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=618\">Continue Reading \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":620,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13,9],"tags":[],"class_list":["post-618","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-china-2011","category-fernreisen"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=618"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/618\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":624,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/618\/revisions\/624"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/620"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}