{"id":564,"date":"2011-10-21T20:38:10","date_gmt":"2011-10-21T18:38:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=564"},"modified":"2021-03-06T22:03:44","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:44","slug":"21-10-2011-von-gyantse-nach-shigatse","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=564","title":{"rendered":"21.10.2011 &#8211; Von Gyantse nach Shigatse"},"content":{"rendered":"<p>Es ist fr\u00fcher Morgen in Gyantse. Komischerweise merken wir heute die H\u00f6he ein bischen. Jede Bewegung im Bett verursacht ein klein wenig Atemnot. Das Anziehen ist furchtbar anstrengend. Man kommt bei dieser trockenen Luft zwar nicht ins Schwitzen, aber sp\u00fcrt doch, wie sich das Herz anstrengen muss, Blut in die Adern zu pumpen. Auf dem Weg zum Fr\u00fchst\u00fcck waren wir dann aber wieder fit.<br \/>\nWir wurden wieder nicht vom Hotel geweckt. Irgendwie scheint das in den Hotels in Tibet nur selektiv zu funktionieren. Einige aus unserer Gruppe werden geweckt, andere nicht. Ein System ist nicht zu erkennen.<\/p>\n<p>Bevor es nach dem wieder ganz brauchbaren Fr\u00fchst\u00fcck auf den Weg nach Shigatse geht, machen wir noch einen Besuch in der Altstadt von Gyantse. Der Busfahrer l\u00e4sst uns am Beginn des Klosters, welches wir gestern Abend besucht haben, aus dem Bus und wir betreten unter der F\u00fchrung von Herrn Tang, der sich als ein wirklich guter Kenner der tibetischen Geschichte und des Buddhismus erwiesen hat, die Altstadt von Gyantse. W\u00e4hrend auf der Parallelstra\u00dfe ein paar Meter weiter nur noch neue H\u00e4user stehen, alle nach dem gleichen Muster gebaut und wahrscheinlich aus dem gleichen minderwertigen Material gebaut. Dagegen treten wir mit dem hier in eine ganz andere Welt ein. Die H\u00e4user der Altstadt sind aus massiven Stein erbaut, sie sehen alt aus, aber sie haben bestimmt viele Geschichten zu erz\u00e4hlen. Sie beherbergen ganze Familien und ihre Tiere unter einem Dach und sind doch auch sehr individuell. Hier gibt es keine Stra\u00dfen und Wege, die auf dem Rei\u00dfbrett entworfen wurden, hier ist eine gewachsene Struktur zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9381.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-565\" alt=\"DSC_9381\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9381-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9381-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9381-280x418.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9381.jpg 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Langsam erwacht die Altstadt. Wir sehen ein paar Frauen, die mit Wasserkr\u00fcgen und Kannen auf dem R\u00fccken die Stra\u00dfe entlang gehen und den n\u00e4chsten Wasserhahn suchen, um Wasser f\u00fcr ihre Familie und die Tiere zu holen. Dies scheint reine Frauenarbeit zu sein, denn es sind keine M\u00e4nner unterwegs.<\/p>\n<p>Herr Tang hat die Besichtigung eines der H\u00e4user organisiert. Wir d\u00fcrfen uns also anschauen, wie eine tibetische Familie auf traditionelle Art und Weise heute lebt. Das ist sehr interessant, denn obwohl die Behausung von au\u00dfen recht \u00e4rmlich aussieht und der untere Teil des Hauses als Schuppen f\u00fcr die Tiere genutzt wird, hat die Familie oben alles, was man zum leben braucht. Sie haben flie\u00dfend Wasser im Haus, was sicher ein Luxus im Vergleich zu anderen Familien ist, sie haben einen K\u00fcchenbereich, ein Wohnzimmer mit Fernseher und ein Schlafzimmer. Auch Handys sind hier nat\u00fcrlich schon l\u00e4ngst an der Tagesordnung.Wir sind schon etwas erstaunt, wie bereitwillig uns diese Frau Auskunft gibt. Sie erz\u00e4hlt Herrn Tang, der ja tibetisch spricht, dass sie 42 Jahre alt ist und dass ihr Mann ein Maler ist, der unter anderem im Potala Palast in Lhasa arbeitet. Zur Zeit ist er dort. Auf Nachfrage erfahren wir von ihr, dass sie auch einen 15 j\u00e4hrigen Sohn hat. Man muss wirklich anerkennen, dass diese einfache Frau auf keinen Fall wie 42 Jahre aussieht, wenn man bedenkt, in welchen Verh\u00e4ltnissen sie hier lebt. Sie sieht auch nicht ungl\u00fccklich aus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CSC_9449.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-566\" alt=\"CSC_9449\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CSC_9449-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CSC_9449-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CSC_9449-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/CSC_9449.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eigentlich sieht sie sehr zufrieden mit ihrem Leben aus und freut sich, uns Touristen etwas von ihrem Leben zu zeigen.<br \/>\nNach diesem Besuch machen wir uns auf den Weg zum Bus. Es zeigt sich, dass Herr Tang ein sehr sportlicher Mann ist, obwohl schon 65 Jahre alt. Er kann gerade noch ausweichen, als sich der Inhalt einer Toilette \u00fcber ein Fallrohr an einer Hausmauer auf die Stra\u00dfe ergie\u00dft, gerade an der Stelle, wo er gerade vorbei ging. Herr Tang konnte gerade noch zur Seite springen, ohne getroffen zu werden. In der Gruppe brach schallendes Gel\u00e4chter aus, in das Herr Tang mit einstimmte.<br \/>\nWir verlassen den Ort Gyantse.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9440.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-567\" alt=\"DSC_9440\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9440-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9440-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9440-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9440.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mir pers\u00f6nlich hat die Neustadt \u00fcberhaupt nicht gefallen, die Altstadt mit dem Besuch der Familie war dagegen sehr sch\u00f6n. Das Tal au\u00dferhalb Gyantses ist sehr fruchtbar, wie wir von Herrn Tang erfahren und auch selber sehen k\u00f6nnen. Wir erfahren, dass auch dieses Gebiet zur Kornkammer Tibets geh\u00f6rt. Auch hier sind die Bauern voll damit besch\u00e4ftigt, die Ernte einzubringen. Der Bus f\u00e4hrt auf der Hochebene auf einer gut ausgebauten Stra\u00dfe entlang, w\u00e4hrend links und rechts Felsformationen emporragen, schroff und vom Wind geformt, und auf den Feldern vereinzelt die Unterk\u00fcnfte der Wanderarbeiter und Bauern zu sehen sind. Ebenso sehen wir viele Rinder und Schafherden, die auch an steilen H\u00e4ngen wunderbar grasen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch passieren wir viele kleinere Ortschaften oder einzelne H\u00e4user, die direkt an der Stra\u00dfe stehen. Leider hatten wir keine Gelegenheit, anzuhalten und Fotos zu machen, aber alle diese H\u00e4user hatten wundersch\u00f6n gearbeitete Haust\u00fcren, reich verziert und bemalt. Auf den D\u00e4chern der H\u00e4user stecken meist an jeder Ecke eine Gebetsfahne.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Fotostopp, den wir nutzen ums uns einmal das tibetische Korndreschen aus n\u00e4chster N\u00e4he anzusehen, nehmen wir eine tibetische Frau und ihre 2 kleinen Kinder mit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9467.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-568\" alt=\"DSC_9467\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9467-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9467-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9467-280x418.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9467.jpg 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir erfahren von ihr, \u00fcber den Umweg des Busfahrers, der ja Tibeter ist, dass diese Frau von ihrem betrunkenen Mann verpr\u00fcgelt wurde und sie jetzt mit den Kindern zu ihren Eltern m\u00f6chte, die im Nachbarort wohnen. Nat\u00fcrlich haben wir daf\u00fcr Verst\u00e4ndnis und nehmen sie mit bis ins n\u00e4chste Dorf.<\/p>\n<p>Herr Tang versucht immer noch, uns dem Buddhismus n\u00e4her zu bringen und berichtet, dass wir durch das Gebiet des 7 Panchen Lama reisen. In diesem Zusammenhang berichtet er dann auch vom 5 und 6 Dalai Lama und von dem Studium, das man betreiben muss, um ein Lama zu werden. Allein das Studium des Buddhismus dauert 20 Jahre.<\/p>\n<p>Es ist sehr interessant, mal ein paar Details zu erfahren, die man so bei den Besichtigungen in den Kl\u00f6stern nicht erf\u00e4hrt. Herr Tang erz\u00e4hlt uns, wie der Tagesablauf der M\u00f6nche eines Klosters aussieht. Der Tag besteht eigentlich nur aus dem Lernen des Buddhismus und dem abfragen und auch dem gemeinschaftlichen Singen von Sutras. Zwischendurch werden einfach zubereitete Gerichte aus Gem\u00fcse und Hackfleisch gegessen, oder am Abend Mehlspeisen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9486.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-569\" alt=\"DSC_9486\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9486-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9486-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9486-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9486.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00f6nche sind wohlhabend. Sie verdienen in der Regel 300 Yuan im Monat, haben aber keinerlei Ausgaben f\u00fcr Unterkunft und Essen. Handys geh\u00f6ren bei M\u00f6nchen mittlerweile zur normalen Grundausstattung, manche haben sogar ein Auto. Es gibt auch Sommerferien f\u00fcr M\u00f6nche.<\/p>\n<p>Wir erfahren auch ein paar kleine Brocken, wie das Schulsystem in Tibet funktioniert. 87% der Kinder gehen zur Schule, es gibt 1000 Schulen in Tibet. Das Schulsystem unterteilt sich in 6 Jahre Grundschule und 6 Jahre Oberschule. In der Grundschule werden vornehmlich die F\u00e4cher Tibetisch,Chinesisch und Englisch gelehrt.<br \/>\nDie H\u00f6he, so Herr Tang sorgt aufgrund des geringen Sauerstoffanteils daf\u00fcr, dass das Ged\u00e4chtnis nicht zu H\u00f6chstleistungen in der Lage ist. Man kann sich Sachen hier sehr schlecht merken, maximal 5 Jahre. Darum gibt es auch nicht so viele Universit\u00e4ten in Tibet, insgesamt nur 4 St\u00fcck. Die Mehrheit der Studenten studieren an Universit\u00e4ten au\u00dferhalb Tibets, da hier das Erlernte l\u00e4nger haften bleibt. Andererseits wird es vom Staat auch gef\u00f6rdert, wenn Studenten an die Universit\u00e4ten kommen und bestimmte F\u00e4cher wie P\u00e4dagogik, Landwirtschaft oder Energiewirtschaft studieren.<\/p>\n<p>Der Himmel ist heute sehr bedeckt. Um 11 Uhr 30 ist die Sonne immer noch nicht rausgekommen. 5 Minuten sp\u00e4ter sind wir beim Shalia Kloster angekommen, welches im 11 Jahrhundert gegr\u00fcndet wurde. Kurz nach seiner Gr\u00fcndung wurde es durch ein Erdbeben zerst\u00f6rt, sp\u00e4ter aber auch wieder aufgebaut. Der Gr\u00fcnder dieses Klosters ist ein ber\u00fchmter Abt, der sehr viele bedeutende B\u00fccher des Buddhismus geschrieben hat. Viel interessanter als diese vielen B\u00fccher sind die 600 Jahre alten Wandmalereien, die wir in den Hallen zu sehen bekommen. Von den 70 M\u00f6nchen, die hier leben sollen, sehen wir nur wenige.<\/p>\n<p>Gegen 15 Uhr fahren wir zum Ta Shi Lhun Po Kloster. Es wurde im Jahr 1447 erbaut und beherbergt 3 Fakult\u00e4ten, n\u00e4mlich Tantra, Logik und Philosophie. 56 Hallen befinden sich auf dem Klosterareal und 234 H\u00e4user. Es gibt sogar eine Kinderschule.<\/p>\n<p>Als erstes f\u00fchrt uns Herr Tang zu einer Halle, die im Westen der Anlage untergebracht ist. Um dorthin zu gelangen m\u00fcssen wir ein paar Minuten \u00fcber dicke Pflastersteine gehen. Doch dann betreten wir die Halle. Leider k\u00f6nnen wir hier nicht fotografieren, denn eine Fotolizenz soll 75 Yuan kosten. Das ist zwar in Euro nicht viel, aber eine absolute Frechheit wenn man bedenkt, dass das fotografieren in den anderen Kl\u00f6stern kostenlos war oder maximal 10 Yuan gekostet hat. Wir entscheiden uns heute alle gegen die Fotos und genie\u00dfen es, einmal nicht unter dem Druck des besten Fotos zu stehen.<\/p>\n<p>Den Moment brauchen wir auch, als wir durch die dunkle T\u00fcr in die Halle traten und eine Buddha-Figur sahen, die uns den Atem raubte. Vor uns stand eine 30 Meter hohe stehende Statue, h\u00fcbsch bemalt und geschm\u00fcckt. Es handelte sich hier um den Buddha der Zukunft. Die Figur bestand aus 279 kg Gold, 160 Tonnen Messing und einigen tausend Edelsteinen. 110 K\u00fcnstler haben 4 Jahre gebraucht, um diese Statue zu modellieren. Die Ma\u00dfe dieser Figur sind ebenso beeindruckend. Das Gesicht ist 4,2 Meter lang, das Ohr betr\u00e4gt 2,8 Meter und die Schultern sind 11,5 Meter breit. Allein der Umfang des Daumens misst 1 Meter, der K\u00f6rper ist 22,4 Meter lang, ein Fu\u00df 2,4 Meter und es wurden f\u00fcr die Kleidung der Statue 3100 Meter Stoff verarbeitet. Das sind zwar beeindruckende Zahlen, doch noch beeindruckender war der Moment, als man \u00fcber die Schwelle trat und den Kopf in den Nacken legen musste, um den Kopf der Figur sehen zu k\u00f6nnen. Da war man atemlos, egal ob Buddhist oder Atheist.<\/p>\n<p>Nach dieser Halle haben wir noch zwei weitere Hallen auf dem Gel\u00e4nde besucht, die aber nicht mehr ganz so spektakul\u00e4r waren. Sie beherbergten die Grabstupas des 10 Dalai Lama und des 4. Panchen Lama. Auch f\u00fcr diese Stupas wurden Unmengen an Gold und Messing verarbeitet und wertvolle Materialen benutzt, um die Statuen und die Stupas h\u00fcbsch und anbetungsw\u00fcrdig zu machen. Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld und Gold in die Verehrung von Heiligen und in die Aufrechterhaltung einer Religion gesteckt wird, das sind beim Katholizismus nicht anders aus.<\/p>\n<p>Herr Tang erz\u00e4hlt uns zum Abschluss, als wir in der Halle der Grabstupa des 5-9 Panchen Lama stehen, dass es vor der Kulturrevolution so war, dass jeder Panchen Lama seine eigene Grabstupa bekommen hat, danach aber mehrere in eine gepackt wurden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9503.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-570\" alt=\"DSC_9503\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9503-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9503-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9503-280x418.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_9503.jpg 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit dem Besuch dieses Klosters war unsere Tibetreise zu Ende. Wir haben viele Kl\u00f6ster gesehen, viele Statuen und Buddhas oder Grabstupas. Es war eine sehr interessante und aufregende Erfahrung.<br \/>\nDer Bus brachte uns wieder zum Gyatse Hotel. Hier hatten wir nur knapp 30 Minuten Zeit, bis es zum Abendessen ging. Die Zeit nutzten Sibylle und ich, um noch einmal allein zur Apotheke zu gehen, um ein paar Lutschbonbons f\u00fcr ihren Hals zu besorgen. Die Medikamente von gestern schlugen schon sehr gut an und es ging ihr heute bereits sehr viel besser. Die Stimme war wieder da und sie machte bereits wieder einen sehr kiebigen Eindruck. Es war ja zum Gl\u00fcck auch nur eine normale Erk\u00e4ltung gewesen und sie war bei weitem nicht die Einzige auf dieser Reise gewesen, die geschnieft und gehustet hatte. Morgen d\u00fcrfte dank der chinesischen Wundermedizin das gr\u00f6bste vollkommen erledigt sein.<br \/>\nDas Abendessen in einem nepalesischem Restaurant (wie gestern auch) war ausnahmsweise nicht so besonders gut und wird darum auch nicht weiter erw\u00e4hnt. Wir kehrten anschlie\u00dfend noch ins Hotel ein und tranken in gem\u00fctlicher Runde einen Schlummertrunk.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist fr\u00fcher Morgen in Gyantse. Komischerweise merken wir heute die H\u00f6he ein bischen. Jede Bewegung im Bett verursacht ein klein wenig Atemnot. Das Anziehen ist furchtbar anstrengend. 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