{"id":519,"date":"2011-10-15T13:13:27","date_gmt":"2011-10-15T11:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=519"},"modified":"2021-03-06T22:03:56","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:56","slug":"15-10-2011-lhasa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=519","title":{"rendered":"15.10.2011 &#8211; Lhasa"},"content":{"rendered":"<p>Die Nacht endet um 7 Uhr. Michi hatte seinen Reisewecker gestellt, denn Yuke hatte uns ein einfaches Fr\u00fchst\u00fcck versprochen, da das Essen im Zug nicht gerade sehr touristenfreundlich sein sollte. Bis 7:20 Uhr sind wir dann noch liegen geblieben und haben etwas geschlummert, denn drau\u00dfen war es noch stockdunkel. In unserem Abteil haben wir unterschiedlich gut geschlafen. Im Gegensatz zu mir mussten sowohl Sibylle als auch Martina und Michi in der Nacht zur Toilette. Doch davon habe ich nichts mitbekommen. Ebenso wenig von unserem 15 min\u00fctigen Aufenthalt in Golmund gegen 5 Uhr am Morgen. Ich habe mich zwar sehr oft auf der harten Pritsche hin und her gedreht, aber anscheinend doch besser geschlafen als die drei. Ich f\u00fchle mich auch gut erholt und fit f\u00fcr die Eindr\u00fccke des neuen Tages.<\/p>\n<p>Langsam beginnt es zu d\u00e4mmern als wir uns tagfertig machen, die Sonne scheint sich hinter den Bergen langsam empor zu schieben und wir erkennen, dass drau\u00dfen Schnee liegt. Nicht viel, aber es ist schon deutlich, dass dies kein Raureif nach einer frostigen Nacht ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7710.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-520\" alt=\"DSC_7710\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7710-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7710-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7710-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7710.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ab und an ist auch ein Lkw zu sehen, der in der Ferne \u00fcber die Stra\u00dfe gefahren kommt. Recht schnell wird es dann aber hell und wir sind erstaunt, dass wir um kurz nach 8 immer noch die einzigen aus unserer Gruppe sind, die schon wach sind. Um 8:15 Uhr kommt Gabi vorbei und schaut herein. Sie sagt uns, dass sie die anderen erst einmal wecken musste. Selbst Yuke schl\u00e4ft noch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7753.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-521\" alt=\"DSC_7753\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7753-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7753-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7753-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7753.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir also darauf warten, dass die anderen langsam wach werden, schauen wir uns die faszinierende Gegend an.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen herrscht ein kleiner Schneesturm, doch die Lkw schieben sich unerm\u00fcdlich voran. Wir entdecken auch Tiere auf der schneebedeckten Steppe, ein paar Antilopen und wilde Esel scheinen trotz des Schnees noch gen\u00fcgend zum essen gefunden zu haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7770.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-522\" alt=\"DSC_7770\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7770-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7770-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7770-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7770.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch wir bekommen dann endlich Fr\u00fchst\u00fcck. Yuke bereitet uns ein sehr leckeres Fr\u00fchst\u00fcck zu, es gibt spezielles tibetisches Brot in zwei Sorten, Orangensaft, Joghurt, Banane und Kaffee. Damit sind wir wirklich sehr gut versorgt. Leider m\u00fcssen wir jeder in seinem Abteil essen, aber das ist nicht so schlimm, es hat ein wenig Camping-Atmosph\u00e4re. Und w\u00e4hrend wir fr\u00fchst\u00fccken genie\u00dfen wir die sehr interessante und abwechslungsreiche Landschaft drau\u00dfen. Wir befinden uns auf dem Chang Tang Plateau, das zu beginn unseres Anstiegs wirklich \u00fcber und \u00fcber mit Schnee bedeckt ist. F\u00fcr Lhasa bef\u00fcrchten wir schon das Schlimmste. Zum Gl\u00fcck sind wir mit unseren Ski-Klamotten gut ausgestattet. Daf\u00fcr ist es aber an Bord mit den 23 Grad Celsius wirklich sommerlich. Der zugef\u00fchrte Sauerstoff ist da eine wirklich sch\u00f6ne Erfrischung, wie er so in die Abteile bl\u00e4st.<\/p>\n<p>Gegen 10 Uhr bittet Yuke uns alle in den Speisewagen. Er m\u00f6chte uns noch einmal eine Teezeremonie vorf\u00fchren. Wir sind nat\u00fcrlich begeistert und eilen in den Speisewagen. Dort sind keine weiteren Touristen oder einheimischen Fahrg\u00e4ste zu sehen, nur das Personal des Zuges. Sie rauchen trotz Rauchverbot und wollen darum auch nicht fotografiert werden.<\/p>\n<p>Yuke schafft es aber, dass wir doch ein Foto mit einem der 3 Zug-Bosse bekommen. Au\u00dferdem erfahren wir von ihm, dass dieser Zug 13 Waggons hat und pro Waggon 1 Schaffner zust\u00e4ndig ist. In Golmund wurde heute fr\u00fch eine spezielle Lok angef\u00fcgt, die eine Dieselmaschine hat, die f\u00fcr die H\u00f6he geeignet ist. Sonst w\u00fcrden wir Lhasa nie erreichen. Von Golmund nach Lhasa sind es noch ca. 1200 \u2013 1500 km, die Angaben sind recht ungenau. Von Shanghai, wo der Zug startet, sind es 4773 Kilometer. Der Zug ben\u00f6tigt f\u00fcr die gesamte Distanz 48 Stunden.<\/p>\n<p>Yuke beginnt seine Teezeremonie. W\u00e4hrend wir ihm lauschen und die verschiedenen Teesorten probieren, Gr\u00fcnen Tee, Wei\u00dfen Tee, Yulong Tee und Puh Er Tee, wechselt drau\u00dfen die Landschaft. Die schneebedeckte Steppe zieht sich zur\u00fcck und nur noch die Berggipfel tragen wei\u00dfe Kronen. Der Zug schiebt sich mal schnell mal langsam \u00fcber die endlose Steppe des Chang Tang Plateaus hinweg.<br \/>\nAb und an ist ein Fl\u00fcsschen zu sehen, halb zugefroren liegt es still auf der Steppe und spiegelt die tr\u00fcben Wolken wieder. Auf den gut ausgebauten Stra\u00dfen sind ein paar Lkws unterwegs, ab und zu aber auch eine ganze Kolonne mit Milit\u00e4rfahrzeugen, wahrscheinlich chinesischer Nationalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der Zug n\u00e4hert sich dem h\u00f6chsten Punkt seiner Reise, doch richtig Kopfschmerzen hat zum Gl\u00fcck keiner. Ein leichtes Kopfdr\u00f6hnen versp\u00fcrt der eine oder andere, aber keinem geht es richtig mies, dass er nichts mehr mitbekommen w\u00fcrde. Ein chinesischer Reisegast hat da nicht ganz so viel Gl\u00fcck. Ich habe sie zwar nicht gesehen, aber die anderen haben berichtet, das es der Frau wohl richtig schlecht ging.<\/p>\n<p>Seit gut 2 Stunden trinken wir begeistert Tee. Yuke macht es sichtlich Spa\u00df, f\u00fcr uns diese Teezeremonie durchzuf\u00fchren, und wir m\u00f6gen es, dass er sich dar\u00fcber so freut. Als wir dann um 12 Uhr unser Mittagessen einnehmen, immer noch im Speiseraum sitzend, erreichen wir den h\u00f6chsten Punkt der Zugfahrt mit 5076 Metern. Wir bekommen davon fast nichts mit, denn das Essen ist besser als gedacht und wir langen alle kr\u00e4ftig zu, die meisten von uns mit den kleinen gr\u00fcnen Plastikst\u00e4bchen, die mit dem Essen geliefert wurden.<\/p>\n<p>Nach dem Essen m\u00fcssen wir den Speiseraum verlassen, denn auch die anderen Fahrg\u00e4ste wollen hier etwas essen. Also gehen wir alle zur\u00fcck in unsere Abteile und genie\u00dfen von dort den weiteren Blick auf die dahinziehende dunkle Steppe. Sie ist wirklich karg und wirkt sehr trostlos. B\u00e4ume finden sich keine, nur flach wachsende Str\u00e4ucher, gerade gut genug f\u00fcr die Yak-Herden, die immer mal wieder auftauchen.<\/p>\n<p>Nach dem Essen kommt Yuke zu uns ins Abteil und wir machen die Abrechnung. Da wir bisher noch keine Gelegenheit hatten, Geld zu tauschen, hat er f\u00fcr uns so Kleinigkeiten wie Wasser ausgelegt. Wir tauschen bei ihm ein paar Euro gegen Yuan ein.<\/p>\n<p>Dann ist etwas Mittagsruhe angesagt. Alle aus der Gruppe sind ein wenig schl\u00e4frig und in den Abteilen wird es ruhig. Es ist inzwischen 14 Uhr, wir haben 4700 m erreicht und bis Lhasa sind es noch knapp 5 Stunden Zugfahrt. Die trockene Steppe tritt immer mehr hervor, Schnee ist nur noch an den entlegenen Bergh\u00e4ngen zu sehen. Die Landschaft sieht schon seltsam und karg aus, auf der linken Fahrseite sind die Berge abgerundet, auf der rechten sind sie spitz.<\/p>\n<p>Um 14 Uhr 45 macht der Zug einen planm\u00e4\u00dfigen Halt in Nagchu. Vom Schaffner erfahren wir, dass wir nur 2 Minuten halten. Sibylle, Michi, Uwe und Yuke rennen nach vorne, um ein Foto der Lok zu machen. Das ist nicht so leicht, denn die Luft ist doch schon sehr d\u00fcnn und jede Anstrengung l\u00e4sst das Herz rasen. Doch die M\u00fche lohnt sich, Uwe hat es sogar geschafft, ein frontales Foto der Lok zu machen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7785.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-523\" alt=\"DSC_7785\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7785-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7785-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7785-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7785.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aus den geplanten 2 Minuten Aufenthalt werden 25 Minuten, allerdings wurden nach knapp 3 Minuten die T\u00fcren der Waggons wieder verschlossen. Offensichtlich ist auf unserem Gleis noch ein Gegenzug, den wir vorbei lassen m\u00fcssen. Um 15:10 Uhr geht es weiter. Der n\u00e4chste Halt ist dann in Gulu, auf 4673m. Allerdings ist dies ein au\u00dferplanm\u00e4\u00dfiger Halt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Weiterfahrt wird die Steppe immer brauner und bl\u00fchender, es sind nun viel mehr Siedlungen links und rechts der Bahntrasse zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7826.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-524\" alt=\"DSC_7826\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7826-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7826-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7826-280x418.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7826.jpg 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Riesige Yak-Herden grasen auf den Feldern und in der Ferne erkennen wir sogar ein paar Pilger, die sich im Gebet zu Boden werfen, aufstehen und drei Schritte gehen und wieder zu Boden werfen. Diese Pilger sind auf dem Weg nach Lhasa, denn das ist das Ziel aller buddhistischen Pilger.<\/p>\n<p>Die Wolken h\u00e4ngen tief, das Wetter ist aber sehr wechselhaft. Zur linken Fahrseite ist das Wetter zeitweise sehr gut, blauer Himmel ist zu sehen, zur rechten Seite h\u00e4ngen dunkle graue Wolken \u00fcber den Bergen. Immerhin, wir befinden uns hier direkt auf H\u00f6he der Wolken.<br \/>\nW\u00e4hrend wir so aus dem Fenster schauen und die faszinierende Fahrt genie\u00dfen, entdeckt Sibylle pl\u00f6tzlich auf der Stra\u00dfe neben den Gleisen zwei Erlk\u00f6nige der Marke Opel.<\/p>\n<p>Wir hatten gehofft, den ber\u00fchmten Na Co See zu sehen, doch statt dessen fahren wir gegen 18 Uhr in eine Tunnelpassage ein und bekommen gar nichts mehr von der Umgebung mit. Der Zug verl\u00e4\u00dft die Tunnel zwar immer wieder, doch die Berge sind nun so eng zusammen, dass wir von der Landschaft hinter den H\u00fcgeln nichts mehr sehen k\u00f6nnen. Aber wir genie\u00dfen dennoch die sch\u00f6ne Zugfahrt und machen weiterhin unsere Fotos und Filme.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Ziel Lhasa hat Martina noch eine unr\u00fchmliche Episode mit ein paar Franzosen, die leider jegliche Kultur und H\u00f6flichkeit vermissen lassen. Martina steht vor deren Kabine und filmt und die Franzosen f\u00fchlen sich dadurch gest\u00f6rt, doch anstatt etwas zu sagen schubst der Mann Martina einfach zur Seite und bep\u00f6belt sie. Dieses Verhalten ist umso erstaunlicher, als das P\u00f6beln auf Deutsch stattfindet. Also versteht und spricht er deutsch und h\u00e4tte Martina mit ein paar einfachen Worten bitten k\u00f6nnen, den Platz vor dem Fenster freizumachen. Doch statt dessen benimmt er sich wie der erste Mensch.<\/p>\n<p>Um kurz nach 19 Uhr erreichen wir Lhasa. Das ist erstaunlich, denn zwischendurch hatten wir bereits 20 Minuten Versp\u00e4tung. Schon die Einfahrt nach Lhasa macht uns deutlich, dass Tibet eine besetzte Region ist.Wir sehen \u00fcberall chinesisches Milit\u00e4r herumstehen und kontrollieren. Sie bewachen den ganzen Vorplatz des Bahnhofs und achten peinlich genau darauf, dass ja niemand ein Foto des Bahnhofs macht. Sibylle und Vera versuchen es und werden aufs sch\u00e4rfste ermahnt. Beim n\u00e4chsten Versuch w\u00e4re die Kamera weg. Letztendlich haben die beiden es dann doch geschafft heimlich zu fotografieren, auch ich habe eine Teilsequenz drehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nachdem dieser Schock verdaut war viel uns erst richtig auf, wie warm es in Lhasa eigentlich ist. Vielleicht haben wir zuviele Sachen f\u00fcr k\u00e4lteres Wetter mitgenommen. Im Moment ist der Himmel tiefblau und keine Wolke zu sehen.<\/p>\n<p>Am Bahnhof erwartet uns unsere lokaler Reisef\u00fchrer. Leider spricht er nur Englisch, was f\u00fcr einige aus der Gruppe nicht so sch\u00f6n ist. Nicht jeder hat beruflich so viel mit der englischen Sprache zu tun, so dass er alles versteht.<\/p>\n<p>Aber unser Reisef\u00fchrer scheint sehr nett zu sein. Zur Begr\u00fc\u00dfung bekommen wir alle einen wei\u00dfen Schal um den Hals geh\u00e4ngt. Au\u00dferdem gibt er uns ein paar n\u00fctzliche Tipps, um der H\u00f6henkrankheit aus dem Weg zu gehen. Es ist wichtig, dass man am ersten Abend nicht duscht, egal wie verschwitzt und schmutzig man sich f\u00fchlt. Denn durch das Duschen w\u00fcrde der Kreislauf zu sehr angeregt und belastet, so dass man am n\u00e4chsten Morgen garantiert mit Kopfschmerzen aufwachen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Hotel halten wir am Potala Palast, an einem kleinen Park, direkt gegen\u00fcber vom Palast. Der Himmel ist dunkelblau, die D\u00e4mmerung hat gerade eingesetzt und es ist noch nicht komplett dunkel.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7918.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-525\" alt=\"DSC_7918\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7918-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7918-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7918-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC_7918.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Blick auf den Palast ist sehr sch\u00f6n, er wirkt von hier schon sehr gro\u00df und majest\u00e4tisch. Wir k\u00f6nnen uns gar nicht losrei\u00dfen und schie\u00dfen jetzt schon mehr Bilder als uns lieb ist, aber Yuke verspricht uns, dass wir morgen nochmal wieder herkommen.<\/p>\n<p>Also trennen wir uns notgedrungen von diesem Anblick und gehen wieder in den Bus zur\u00fcck und fahren ins Hotel. Dort angekommen werden die Zimmer verteilt. Wir haben das Gl\u00fcck, eines der vier tibetisch eingerichteten Zimmer zu bekommen. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben geht es auch schon runter zum Essen. Die K\u00fcche will schlie\u00dfen und wir sind die letzten G\u00e4ste. Das Essen ist aber trotz der nun herrschenden Hektik sehr lecker und immer noch hei\u00df. Danach verziehen wir uns auf unsere Zimmer und beherzigen den Rat, nicht der Versuchung zu erliegen, jetzt schon zu duschen, sondern gehen gleich ins Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht endet um 7 Uhr. 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