{"id":451,"date":"2012-09-24T22:01:55","date_gmt":"2012-09-24T20:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=451"},"modified":"2021-03-06T22:03:30","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:30","slug":"24-09-2012-nach-kapstadt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=451","title":{"rendered":"24.09.2012, Nach Kapstadt"},"content":{"rendered":"<p>Mossel Bay hat uns sehr gefallen. Das Hotel lag direkt am Meer oberhalb der Klippen. Mit einem wundersch\u00f6nen Blick auf den brandenden indischen Ozean. Wir konnten uns an den Wellen gar nicht satt sehen. Wir hatten gehofft von unserem Hotelzimmer aus -mit Blick aufs Meer- Delphine springen zu sehen. Diese sollen sich bei Sonnenaufgang sehr gerne in der Bucht dort tummeln. Wir waren fr\u00fch wach gewesen und hatten hinausgeschaut, doch da waren keine Delphine zu sehen! Auch der Gang an die Klippen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck brachte uns die Delphine nicht herbei, lediglich zwei Robben tummelten sich im Wasser und spielten. Die eine davon hielten wir einige Zeit f\u00fcr tot, weil sie sich nur von den Wellen treiben lies. Dieter meinte gleich, dass sie noch leben w\u00fcrde und es einfach geno\u00df, sich von den Wellen schaukeln zu lassen. Als sie dann pl\u00f6tzlich abtauchte und ein paar Meter weiter wieder auftauchte waren auch wir davon \u00fcberzeugt, dass sie noch am Leben war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/104-DSC_7079.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-452\" alt=\"104 DSC_7079\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/104-DSC_7079-200x300.png\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/104-DSC_7079-200x300.png 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/104-DSC_7079-280x418.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/104-DSC_7079.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir starteten heute sp\u00e4ter, denn unser erster Stop sollte das Maritime Museum sein, das erst um 9 Uhr seine Pforten \u00f6ffnete. Wir waren zu fr\u00fch da, weil unsere Gruppe einfach so unglaublich p\u00fcnktlich ist und keiner zu sp\u00e4t kommt. So hatten wir noch ein paar Minuten zum Zeit vertreiben. Schnell war die Gruppe in alle Richtungen zerstreut. Angela und Henning mu\u00dften noch mal mit dem Bus ins Hotel zur\u00fcck, weil sie etwas dort vergessen hatten. W\u00e4hrenddessen gab Angelika den Anwesenden die Eintrittskarten f\u00fcr die Museumsanlage, so dass wir schon hinein konnten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/105-DSC_7109.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-453\" alt=\"105 DSC_7109\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/105-DSC_7109-300x200.png\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/105-DSC_7109-300x200.png 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/105-DSC_7109-280x187.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/105-DSC_7109.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Museum, welches ein sehr sch\u00f6nes altes Schiffmodell im 1:1 Ma\u00dfstab enthielt, erfuhren wir dann pl\u00f6tzlich, dass Anneliese einen Unfall gehabt hatte. Sie war hingefallen und hatte sich wohl etwas gebrochen. Ob Bein oder H\u00fcfte war f\u00fcr uns zu dem Zeitpunkt noch nicht klar. Jedenfalls mu\u00dfte sie erst einmal ins Krankenhaus gebracht werden! Was f\u00fcr ein Schock! Wir waren fassungslos! Ausgerechnet Anneliese, diese zierliche und herzenzgute Person. Keiner von uns konnte das glauben. Hermann, der Orthop\u00e4de aus Bayern, konnte die medizinische Erstversorgung leisten. Da hatten die beiden, Joachim und Anneliese, wirklich Gl\u00fcck. Er berichtete uns dann auch, dass es sich wahrscheinlich um einen Oberschenkelhalsbruch handeln w\u00fcrde und sie operiert werden m\u00fc\u00dfte.<\/p>\n<p>Der Unfall warf den ganzen Zeitplan durcheinander. Er brachte auch Angelika ganz sch\u00f6n aus der Fassung. Mit einer Stunde Versp\u00e4tung fahren wir Richtung Kapstadt. Es geht vorbei an einer Gasfabrik. Angelika berichtet von den Gasfunden vor der K\u00fcste Kapstadts und den f\u00fcr die Umwelt nicht ganz ungef\u00e4hrlichen Abbaumethoden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/106-DSC_7126.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-454\" alt=\"106 DSC_7126\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/106-DSC_7126-300x200.png\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/106-DSC_7126-300x200.png 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/106-DSC_7126-280x187.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/106-DSC_7126.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann berichtet sie in etwas l\u00e4ngerer Ausf\u00fchrung von den Hottentotten, die fr\u00fcher in dieser Gegend um Kapstadt herum gelebt haben. Diese hatten eine gelbliche Hautfarbe. Einige Zeit konnten europ\u00e4ische Auswanderer und Hottentotten, die in der eigenen Sprache Khoi Khoi genannt wurden, nebeneinander leben, doch etwa um 1713 kam ein Schiff aus Indien nach Kapstadt, welches die Pest an Bord hatte. Die dreckige W\u00e4sche, welche von den Hottentotten zu jener Zeit gewaschen wurde, enthielt eben jene Pest und verseuchte die Hottentotten, die gegen die Krankheiten der nordeurop\u00e4ischen Welt nicht gewappnet waren. Rund 90% der Hottentotten infizierten sich und starben. Inzwischen sind alle Hottentotten St\u00e4mme in S\u00fcdafrika ausgestorben und nur noch in Namibia gibt es einen Stamm. Der Name Khoi Khoi bedeutet im \u00fcbrigen Mann aller M\u00e4nner.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Angelika zu uns spricht, springt sie wieder viel zu viel. Sie hat leider kein Konzept, keine schriftliche Linie oder irgendwelche Notizen, an die sie sich h\u00e4lt. Sie redet, wie ihr die Dinge gerade einfallen. Sie ist eine liebe und nette und furchtbar hilfsbereite Person, aber wenn sie etwas am Wegesrand sieht oder ihr eine Geschichte einf\u00e4llt, erz\u00e4hlt sie dar\u00fcber und bricht das vorige einfach ab. Auch viele ihrer S\u00e4tze oder sogar einzelne W\u00f6rter werden unvollendet gelassen, was das Zuh\u00f6ren und vor allem konzentrierte Folgen sehr schwer macht.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter geht es weiter nach Swellendam, wo wir zun\u00e4chst das Drosdy Heimatmuseum besuchen und in einem alten Herrenhaus einiges \u00fcber das Leben der europ\u00e4ischen Einwanderer erfahren. In speziell hergerichteten Handwerksh\u00e4usern bekommen wir ein plastisches Bild von dem harten Handwerksleben zu jener Zeit, als die Hugenotten und andere europ\u00e4ische Auswanderer sich hier am Kap niederlie\u00dfen und sich langsam ausbreiteten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/107-DSC_7130.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-455\" alt=\"107 DSC_7130\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/107-DSC_7130-200x300.png\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/107-DSC_7130-200x300.png 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/107-DSC_7130-280x418.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/107-DSC_7130.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach diesem Besuch bei mittlerweile warmen, sonnigen Wetter ging es weiter Richtung Robinson, durch den Ort Heidelberg hindurch und schlie\u00dflich zum Hugenotten Tunnel, einem der wenigen l\u00e4ngeren Tunnel in S\u00fcdafrika. Angelika bereitet uns darauf vor, dass wir auf der anderen Seite gleich f\u00fcr einen kurzen Moment den Tafelberg sehen k\u00f6nnen. Doch als wir nach gut 4 Kilometern wieder ans Tageslicht kommen, erwartet uns eine dichte diesige Wand, die gesamte Bergkette, von der der Tafelberg ein Teil ist, ist hinter einer dichten Wand verborgen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/108-DSC_7181.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-456\" alt=\"108 DSC_7181\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/108-DSC_7181-300x200.png\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/108-DSC_7181-300x200.png 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/108-DSC_7181-280x187.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/108-DSC_7181.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unser Hotel f\u00fcr die letzten N\u00e4chte ist direkt in der Innenstadt gelegen, nicht allzu weit von der Waterfront entfernt. Es scheint ein ziemlich luxori\u00f6ses Hotel zu sein, zumindest stehen an jeder S\u00e4ule Angestellte herum und w\u00fcnschen uns einen guten Abend und halten uns einen Erfrischungsdrink hin. Etwas st\u00f6rend empfinden wir den Geruch in der Lobby, man hat das Gef\u00fchl, jemand hat zuviel Parf\u00fcm aufgetragen.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, geht es zum Abendessen. Wir sitzen an zwei langen Tafeln direkt hinter dem Eingang unter einer kleinen Kuppel, unmittelbar neben einem Klavierspieler, der mit seinem lauten Geklimper jede Unterhaltung zum Erliegen bringt. Sp\u00e4ter kommt dann auch Jochen dazu und berichtet, wie es Anne geht. Er erz\u00e4hlt uns, dass er von seiner Frau Anweisung bekommen hat, mit uns weiter auf Reisen zu sein. Wir w\u00fcnschen ihm und nat\u00fcrlich ihr alles Gute f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage und die hoffentlich bald erfolgende Operation. Leider hat sie sich wirklich die H\u00fcfte gebrochen und mu\u00df in Deutschland operiert werden, so dass sie in den n\u00e4chsten Tagen mit dem ADAC nach Deutschland \u00fcberf\u00fchrt werden mu\u00df. Wir dr\u00fccken ihr jedenfalls ganz doll die Daumen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mossel Bay hat uns sehr gefallen. Das Hotel lag direkt am Meer oberhalb der Klippen. Mit einem wundersch\u00f6nen Blick auf den brandenden indischen Ozean. 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