{"id":3376,"date":"2015-11-15T10:00:10","date_gmt":"2015-11-15T08:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=3376"},"modified":"2021-03-06T22:02:44","modified_gmt":"2021-03-06T20:02:44","slug":"09-11-2015-in-die-kalahari","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=3376","title":{"rendered":"09.11.2015: In die Kalahari"},"content":{"rendered":"<p>Der Ablauf war wie immer. Sechs, Sieben, Acht sagte Jochen immer am Abend zuvor. Das bedeutete: um 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr Fr\u00fchst\u00fcck und 8 Uhr Abfahrt. Oder um es mit Bahees Worten aus Tommy Jauds Buch Hummeldumm zu sagen: &#8218;Im Prospekt steht nichs von Urlaub, da steht nur Reise&#8216;.<br \/>\nSo war es, aber das war ok. Bei den Temperaturen in der Nacht konnte man sowieso nicht besonders gut schlafen und meist waren wir schon vor dem eigentlichen Wecker klingeln wach.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir als erste zum Wasser kaufen. Unser Wasserverbrauch war hier in Afrika sehr viel h\u00f6her als zu Hause in Deutschland. Die Flaschen wurden nicht in 1l sondern in 5l Kanistern gekauft. Und man hatte keine M\u00fche, diese Menge auch zu trinken. Wenn die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Toilettenstops unterwegs regelm\u00e4\u00dfiger gewesen w\u00e4re, h\u00e4tten wir zu zweit locker jeden Tag einen 5l Kanister geleert.<br \/>\nAuch an diesem Tag war es wieder sehr hei\u00df als wir uns auf den Weg nach Tsumkwe machten. Im Reisef\u00fchrer unseres Reiseanbieters war f\u00fcr diesen Tag ein Besuch der San in der Kalahari abgegeben, doch Jochen hatte uns schon gestern abend erkl\u00e4rt, dass dies Unsinn sei, weil wir f\u00fcr den Besuch der San noch 120 Kilometer \u00fcber Tsumkwe hinaus und anschlie\u00dfend wieder zur\u00fcck fahren m\u00fcssten. Darum wollte er den Besuch der San am n\u00e4chsten Tag machen. Das bedeutete aber auch, das wir an diesem 9. Reisetag keinerlei Aktivit\u00e4t zu erwarten hatten, sondern nur im Bus sitzen w\u00fcrden.<br \/>\nWir verlie\u00dfen Maun und hatten schnell die Landstra\u00dfe erreicht. Nur darf man sich Landstra\u00dfen in Botswana nicht wie Landstra\u00dfen in Europa vorstellen. Nur ein einstelliger Prozentsatz aller Stra\u00dfen in Botswana ist geteert. Die Stra\u00dfe nach Tsumkwe geh\u00f6rte nicht dazu.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5898.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5898-300x225.jpg\" alt=\"DSCF5898\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-3373\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5898-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5898-210x158.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5898.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDiese Stra\u00dfe war eine abgefahrere Sandpiste mit einem harten und teilweise steinigen Untergrund. Wir wurden sehr durchgesch\u00fcttelt.<br \/>\nUm uns die Zeit etwas zu vertreiben und die etwa 350 Kilometer nicht ganz so lang wirken zu lassen, begann Jochen uns von den giftigen Tieren in Botswana und Namibia zu erz\u00e4hlen. Er erkl\u00e4rte uns, dass die schwarze Mamba am gef\u00e4hrlichsten war, weil sie sehr angriffslustig ist und absolut keine Angst hat. Wenn man diese Schlange sieht, sollte man sehr schnell das Weite suchen. Dann gab es noch die Puffotter, den Skorpion und die Kobra. Jedes dieser Tiere hatte ein spezielles Gift und Methoden, dieses Gift zu entfernen. Manchmal hatte man 24 Stunden Zeit f\u00fcr das Gegengift, manchmal nur eine Stunde&#8230;<br \/>\nAls wir am Mittag eine kurze Rast an einer Tankstelle machten, waren es bereits 42 Grad im Schatten. Aber leider war nirgendwo Schatten zu sehen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5895.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5895-300x225.jpg\" alt=\"DSCF5895\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-3372\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5895-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5895-210x158.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSCF5895.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nUm 15 Uhr 30 erreichten wir dann die Grenze nach Namibia. Das Grenzh\u00e4uschen bestand aus einer kleinen H\u00fctte, vor der bereits ein paar sehr bunt gekleidete afrikanische Frauen standen. <\/p>\n<p>Die Ausreiseprozedur aus Botswana war m\u00fchselig, denn wir mussten die Papiere in der gl\u00fchenden Sonne vor dem H\u00e4uschen ausf\u00fcllen. Im Grenzh\u00e4uschen sa\u00dfen dann zwei Beamte, die jeder einen Teil der Passkontolle ausf\u00fchrten. Dann ging es wieder in den Bus hinein und ein paar Meter weiter. Wir mussten wieder aussteigen und zu einem kleinen Bottich gehen, wo wieder einmal unsere Schuhe vor der Maul- und Klauenseuche desinfiziert wurden. Danach ging es wieder rein in den Bus und \u00fcber die Grenze nach Namibia, 50 Meter weiter. Hier durfte wir die Einreisepapiere ausf\u00fcllen und anschlie\u00dfend wieder in den Bus steigen.<br \/>\nAm sp\u00e4ten Nachmittag erreichten wir dann Tsumkwe und unsere Lodge. Die Lodge war einfach gehalten, sie lag in der N\u00e4he einer Rinderfarm und abseits der eigentlichen Stadt. Wir wurden beim Check-In in der einzigen offiziellen H\u00fctte, gleichzeitig Bar und Restaurant, darauf hingewiesen, dass wir die Anlage nicht verlassen durften. Drau\u00dfen wurden Elefanten gesichtet.<br \/>\nJeder bekam eine einfache H\u00fctte zugewiesen, die aus zwei Zimmer bestand: dem Schlafzimmer und dem Badezimmer. Mehr gab es nicht. Auch keine Klimaanlage oder wenigstens einen Ventilator. Es w\u00fcrde eine hei\u00dfe Nacht werden.<br \/>\nZum Abendessen gab es Barbecue, anschlie\u00dfend als Absacker zwei leckere Amarula.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ablauf war wie immer. Sechs, Sieben, Acht sagte Jochen immer am Abend zuvor. Das bedeutete: um 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr Fr\u00fchst\u00fcck und 8 Uhr Abfahrt. 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