{"id":335,"date":"2012-09-12T18:10:16","date_gmt":"2012-09-12T16:10:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=335"},"modified":"2021-03-06T22:03:43","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:43","slug":"12-09-2012-fahrt-nach-hayzyview","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=335","title":{"rendered":"12.09.2012, Fahrt nach Hayzyview"},"content":{"rendered":"<p>Heute m\u00fc\u00dfte man eigentlich ein wenig depressiv werden, denn wir erleben das erste Mal einen bew\u00f6lkten Himmel. Doch da selbst Angelika noch gute Laune hat, verdunkelt sich unsere auch nicht.<br \/>\nNach einem erneut guten Fr\u00fchst\u00fcck geht es p\u00fcnktlich um 8 Uhr los. Doch weit kommen wir zun\u00e4chst noch nicht, vor uns stehen die Autos auf den Zufahrtstra\u00dfen zu den gut ausgebauten Autobahnen. So fahren wir auch besonders langsam an den Slums vorbei, die wir nun nat\u00fcrlich noch zu Gesicht bekommen.<\/p>\n<p>Angelika erkl\u00e4rt uns, dass diese Slums keine offiziellen Stadtteile von Johannisburg sind, nichtsdestotrotz aber einen offiziellen Vertreter haben, der f\u00fcr die Belange der Menschen in diesen Slums einsteht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir langsam auf die Autobahn fahren, erfahren wir etwas mehr \u00fcber die Geschichte der Homelands, die aktuelle Entwicklung der einzelnen Bewohner dieser Homelands, \u00fcber den \u00dcbergang vom Homeland zur Ortschaft der manchmal recht flie\u00dfend ist. Denn mit dem Wohlstand einzelner Menschen \u00e4ndert sich auch das Aussehen der wohnungen. Wo zun\u00e4chst noch Wellblechh\u00fctten standen, werden mit wachsendem Wohlstand richtige H\u00e4user aus Stein und grasgedecktem Dach gebaut.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir weiter Richtung Osten fahren, um gegen Mittag Pilgrims Rest zu erreichen, erz\u00e4hlt uns Angelika wieder etwas \u00fcber die Apartheid und ihre ganz eigene pers\u00f6nliche Erfahrung in dieser Zeit.<br \/>\nWir erfahren von ihr, wie sie im Zuge dieser ganzen Entwicklungen und der neuen Demokratie S\u00fcdafrikas pl\u00f6tzlich ihre deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft verlor und pl\u00f6tzlich eine S\u00fcdafrikanerin war.<br \/>\nWir erfuhren, dass sie 3 Jahre neben der wohl ber\u00fchmtesten S\u00e4ngerin S\u00fcdafrikas gelebt hat, Miriam Makeba, die auch in Europa und der restlichen Welt sehr erfolgreich war.<\/p>\n<p>Angelika erkl\u00e4rt uns in ihrer unnachahmlichen, manchmal ein wenig chaotischen Art, das S\u00fcdafrika vom Finanzdisaster der letzten Jahre kaum etwas mitbekommen hat. Viel schlimmer als der \u00d6lboykott der westlichen L\u00e4nder war der Sportboykott, der den Manschaften verbot, in der Welt an Wettk\u00e4mpfen teilzunehmen. Lediglich einzelne Sportler durften reisen und Wettk\u00e4mpfe betreiben.<\/p>\n<p>Gut eine Dreiviertelstunde sp\u00e4ter, um 8 Uhr 48, fahren wir auf die M4 Richtung Osten. Es geht zun\u00e4chst nach Belfast. Auf dem Weg dorthin erfahren wir etwas \u00fcber die Landwirtschaft S\u00fcdafrikas und das S\u00fcdafrika ein Land der Z\u00e4une ist. Immer wieder sehen wir im vorbeifahren das Brandgras am Stra\u00dfenrand, und wir sehen<br \/>\ngro\u00dfe Felder verbrannten Grases.<\/p>\n<p>Langsam gewinnen wir an H\u00f6he, es wird heute bis auf 2000m hinauf gehen. Angelika erz\u00e4hlt uns, dass es hier in S\u00fcdafrika nichts gibt, was nicht irgendwo auf der Welt w\u00e4chst. Sie meint damit, dass es einfach nichts einheimisches hier gibt. Alles stammt von irgendwo anders auf der Welt und wurde nur eingef\u00fchrt. Aber es ist nicht s\u00fcdafrikanischen Ursprungs. Es gibt zum Beispiel keine echten s\u00fcdafrikanischen Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir weiter fahren setzt sich wie auch an den anderen Tagen die Sonne durch. W\u00e4hrend der Fahrt gibt uns Angelika ein paar St\u00fccke Billtong zum probieren. Dabei handelt es sich um eine afrikanische Spezialit\u00e4t, bei der Fleisch in mehreren Schritten getrocknet wird. Billtong kann aus verschiedenen Fleischarten gemacht werden: Rind, Lamm, B\u00fcffel, Kudu usw.<\/p>\n<p>Die Autobahn f\u00fchrt auch vorbei an vielen Kohlekraftwerken, auf die uns Angelika immer wieder aufmerksam macht. Gegen 11 Uhr kommen wir in Belfast an, einem Ort f\u00fcr die Farmer der Gegend, die hier einfach alles bekommen, von Saatgut bis hin zu Werkzeug f\u00fcr die Farm.<\/p>\n<p>Wir fahren dann weiter Richtung Dullstrom und erfahren auf dem Weg nach Leydensburg viel \u00fcber Malaria. Erstaunlich ist, das Leydensburg seinen Namen von den vielen Malariatoten erhalten hat bzw. von den Leyden, die deren Tod mit sich gebracht hat. Gegen 13 Uhr 30 erreichen wir Pilgrims Rest, das antike Goldgr\u00e4berst\u00e4dchen, das noch genauso erhalten sein soll, wie zu den Hochzeiten des Goldrausches.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/013-DSC_4214.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-336\" alt=\"013 DSC_4214\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/013-DSC_4214-200x300.png\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/013-DSC_4214-200x300.png 200w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/013-DSC_4214-280x418.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/013-DSC_4214.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch wir sp\u00fcren sehr schnell, das dieser Ort nur noch eine Touristenhochburg ist. Von der Urspr\u00fcnglichkeit ist nicht mehr viel zu sp\u00fcren, die Menschen sind zwar freundlich, aber man hat nicht das Gef\u00fchl, dass sie es ehrlich meinen. Viele, besonders die Kellner und die Nussh\u00e4ndler, sind sehr muffelig bzw. n\u00f6tigen einen schon fast, etwas zu kaufen. Das erinnert an die Halo-Gassen in China.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/014-DSC_4222.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-337\" alt=\"014 DSC_4222\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/014-DSC_4222-300x200.png\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/014-DSC_4222-300x200.png 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/014-DSC_4222-280x187.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/014-DSC_4222.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/014-DSC_4222.png\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/015-DSC_4227.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-338\" alt=\"015 DSC_4227\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/015-DSC_4227-300x200.png\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/015-DSC_4227-300x200.png 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/015-DSC_4227-280x187.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/015-DSC_4227.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/016-DSC_4230.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-339\" alt=\"016 DSC_4230\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/016-DSC_4230-300x200.png\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/016-DSC_4230-300x200.png 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/016-DSC_4230-280x187.png 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/016-DSC_4230.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir haben Pilgrims Rest nicht sehr genossen und waren froh, als es gegen 15 Uhr wieder weiter ging. Auf der Fahrt in Richtung Hayzyview mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass Angelika\u2019s Stimme ziemlich mitgenommen war und sie fast nur noch kr\u00e4chzend ihre Informationen weiter geben konnte. Mir ist diese Problem ja sehr bekannt. Dennoch hat sie versucht, uns weiterhin mit ausreichend<br \/>\nInformation zu versorgen. Der n\u00e4chste Stop war dann die Casa del Sol, unser Hotel f\u00fcr die n\u00e4chsten 4 N\u00e4chte, gelegen bei Hayzyview.<br \/>\nDas Hotel lag quasi inmitten des afrikanischen Busch, vollkommen eingeschlossen von B\u00fcschen und B\u00e4umen und exotischen Pflanzen.<br \/>\nNach der Ankunft machten wir zu Viert noch einen kleinen Rundgang um die Anlage, kurz bevor die Sonne unterging. Dann war es auch schon 18 Uhr und wir begaben uns ins Restaurant, wo wir vor dem<br \/>\nAbendessen schon einen kleinen Wein tranken. P\u00fcnktlich um 18 Uhr 30 begann dann das Abendessen, was wieder mit vielen leckeren Sachen aufwarten konnte. Beim anschlie\u00dfenden Bezahlen der<br \/>\nGetr\u00e4nkerechnung gab es dann noch etwas Verwirrung mit dem Personal, aber letztlich wurde auch das ruhig und besonnen gel\u00f6st und wir verschwanden um kurz vor 9 auf unseren Zimmern. Irgendwie hat uns dieser Tag alle ziemlich geschafft, auch wenn wir ihn die meiste Zeit im Bus verbracht haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute m\u00fc\u00dfte man eigentlich ein wenig depressiv werden, denn wir erleben das erste Mal einen bew\u00f6lkten Himmel. 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