{"id":287,"date":"2010-12-04T14:09:52","date_gmt":"2010-12-04T12:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=287"},"modified":"2021-03-06T22:03:56","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:56","slug":"04-12-2010-von-lima-nach-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=287","title":{"rendered":"04.12.2010: Von Lima nach Hamburg"},"content":{"rendered":"<p>Die Nacht im Hotel war angenehm, wir haben gut geschlafen und f\u00fchlen uns ausgeruht f\u00fcr den weiteren Verlauf der Reise. Jetzt schnell unter die hei\u00dfe Dusche springen und dann ein gutes Fr\u00fchst\u00fcck und anschlie\u00dfend zu Dieters Vater. Wir haben noch einiges zu tun bis zum Abflug heute abend um 20 Uhr 10. Ich drehe die Wasserh\u00e4hne auf und warte auf das hei\u00dfe Wasser. Es kam keines. Ich wartete mehrere Minuten, aber es kam immer noch kein warmes Wasser. Also verzichtete ich aufs Duschen und wollte gerade runter gehen zur Rezeption, als ich Dieter auf dem Gang traf, der das gleiche Problem hatte und bereits einige Male unten war. Aber leider sind die Angestellten in diesem Hotel nicht sehr bem\u00fcht. Ein Hausmeister, der sich das Problem ansehen k\u00f6nnte, ist nicht vor Ort und mu\u00dfte erst angerufen werden. Gegen 8 Uhr soll er eigentlich da sein, aber auch um 8 Uhr hat sich die Situation noch nicht ge\u00e4ndert. Also entschlie\u00dfen wir uns, bei Dieters Vater zu duschen.<\/p>\n<p>Kurzerhand gehen wir, leicht ver\u00e4rgert, hinunter in den Fr\u00fchst\u00fccksraum. Dort wartet das n\u00e4chste \u00c4rgernis auf uns. Es gibt eigentlich nichts zu essen. Au\u00dfer Br\u00f6tchen, Butter, eine Restportion R\u00fchrei und jeweils einer Sorte K\u00e4se und einer Sorte Wurst gibt es nichts. Der Fruchtsaft ist nach zwei Glasern alle und auf R\u00fcckfrage erkl\u00e4rt uns der junge Mann, der offensichtlich f\u00fcr den Fr\u00fchst\u00fccksraum zust\u00e4ndig ist, dass es keinen Saft mehr gibt. Auch die Milch ist alle. Das ist wirklich besch\u00e4mend f\u00fcr ein Hotel! Da wir sowieso schon schlecht gelaunt sind, beschlie\u00dfen wir hier sofort unsere Zelte abzubrechen und zu Dieters Vater zu fahren, dort zu duschen und in Ruhe zu fr\u00fchst\u00fccken. Dann m\u00fcssen wir noch Maracuja Saft machen, den wir vier f\u00fcr zu Hause mitnehmen wollen. Einkaufen m\u00fcssen wir daf\u00fcr auch noch.<\/p>\n<p>Schnell werden die Koffer gepackt und wir gehen runter zum bezahlen. Nat\u00fcrlich sind wir nicht bereit, f\u00fcr dieses Chaos-Hotel den vollen Preis zu zahlen, und nach einigem hin und her bekommen wir dann einen angemessenen Rabatt.<\/p>\n<p>Mit einem Taxi, in das wir mit viel gutem Willen all unsere Koffer und uns vier unterbringen, geht es zu Dieters Vater. Zum Gl\u00fcck wohnt er nicht allzu weit entfernt.<\/p>\n<p>Zu Hause erwarten uns schon Karin und Klaus. Sie freuen sich, uns wieder zu sehen. Auch Dieters Vater freut sich, obwohl ich mir vorstellen kann, dass er langsam gerne wieder seinen ruhigen, geregelten Ablauf haben m\u00f6chte. Aber uns vier wird er ja bald los sein. Lediglich Karin und Klaus werden noch ein paar Tage bleiben.<\/p>\n<p>Wir springen nacheinander unter die Dusche und treffen uns dann unten zum gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p>Das ist sehr lecker und das sch\u00f6ne ist, dass wir uns wieder alle sehen und sch\u00f6n unterhalten, in angenehmer Atmosph\u00e4re. Aber so allm\u00e4lich m\u00fcssen wir uns mal mit unseren Fl\u00fcgen auseinandersetzen. Wir haben bisher keine Information, wie weit das Chaos in Madrid ist. Der Flughafen Madrid wird bestreikt, wie wir gelesen haben und damit d\u00fcrfte unser Flug gestrichen sein. Aber leider haben wir hier kein Internet, um das irgendwie zu verifizieren.<\/p>\n<p>Ich rufe bei Studiosus auf der Notfallnummer an, doch da wei\u00df man auch nichts Neues und verspricht, mich im Laufe des Tages zur\u00fcckzurufen.<\/p>\n<p>Doch die Stunden vergehen und es meldet sich niemand. Zus\u00e4tzlich hatte ich noch unserer Peru-Reiseleiterin Andrea eine SMS geschickt, aber leider meldet sie sich auch nicht. Wahrscheinlich hatte sie uns nur die Nummer des Diensthandys gegeben und ist jetzt im Moment nicht erreichbar.<\/p>\n<p>Wir unternehmen einen Ausflug zu einem Biomarkt ganz in der N\u00e4he und schlendern dort ein wenig herum, kaufen leckere Mangos und freuen uns an der exotischen Vielfalt. Auf dem R\u00fcckweg zum Haus von Dieters Vater trifft Karin auf offener Stra\u00dfe Freund aus Kindertagen und wir bleiben erstmal eine ganze Zeit lang stehen und kl\u00f6nen.<\/p>\n<p>Dann geht es zur\u00fcck und nach einem kurzen Zwischenstop im Haus machen wir uns auf zum Mittagessen. Wir wollen Ceviche essen. Ganz in der N\u00e4he gibt es eine Cevicheria, wo Dieters Vater schon \u00f6fter gegessen hat. Die Portionen hier sind sehr gro\u00df, so da\u00df wir nur halbe Portionen essen. Daf\u00fcr haben wir hier wirklich ein echt peruanisches Restaurant, denn wir sind die einzigen Touristen hier. Wir bestellen uns zun\u00e4chst 2 Portionen mit Ceviche gef\u00fcllte Muscheln, Chorros, als gemeinsame Vorspeise. Danach w\u00e4hlt jeder sein Essen, anschlie\u00dfend bestellt Dieter noch einmal eine komplette Portion mit 6 Chorros f\u00fcr sich allein, denn wir anderen sind satt.<\/p>\n<p>Dann wird es f\u00fcr uns langsam Zeit, uns auf den Weg nach Hause zu machen, denn wir m\u00fcssen noch ein Taxi bestellen und die Koffer packen.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg geht es noch zu WONG, wo wir Aji Amarillo und Orangensaft kaufen. Aji Amarillo ist ein pikantes Gew\u00fcrz, welches aus einer gelben Peperoni gewonnen wird.<\/p>\n<p>Wir decken uns mit Aji Amarillo Gl\u00e4sern und Pulver ein und machen uns dann wieder auf den Weg, im Haus angekommen packen wir die Koffer fertig. Studiosus hat sich immer noch nicht gemeldet.<\/p>\n<p>Um viertel vor 5 klingelt das Telefon. Die Taxigesellschaft ruft an, dass die Taxen vor der T\u00fcr stehen. Es war leider nicht m\u00f6glich, ein gro\u00dfes Taxi f\u00fcr 4 Personen plus Gep\u00e4ck zu bekommen, darum hat man uns zwei Taxen geschickt. Allerdings was da vor der T\u00fcr steht sind zwei eleganze schwarze, sehr gepflegte und neu aussehende schwarze Limousinen, eine davon mit get\u00f6nten Scheiben, so dass man nicht in den Innenraum blicken kann.<\/p>\n<p>Wir verabschieden uns von Karin, Klaus und Dieters Vater und fahren zum Flughafen. F\u00fcr mich ist der Urlaub jetzt zu Ende, aber Sibylle ist noch nicht \u00fcberzeugt, dass wir heute fliegen. Auch Klaus glaubt ja, uns heute abend wieder zu sehen.<\/p>\n<p>Die Fahrt zum Flughafen dauert wie \u00fcblich eine knappe Dreiviertelstunde.<\/p>\n<p>Sibylle und ich gehen zum LAN Schalter, Anke und Dieter zu KLM. Auf dem Weg zum Schalter sehen wir auf der gro\u00dfen Anzeigetafel, dass es zwei Fl\u00fcge mit unserer Flugnummer gibt. Einer ist als Versp\u00e4tet gekennzeichnet, der andere als Gestrichen. Das ist sehr verwirrend. Also gehen wir direkt zu LAN weiter. Wir sind etwas irritiert, dass die LAN Schalter alle leer sind und wir sofort drankommen.<\/p>\n<p>Die junge Dame hinter dem Schalter ist offensichtlich etwas unsicher, was sie uns sagen soll. Vorsichtig erkl\u00e4rt sie uns, dass der Flug heute abend ersatzlos gestrichen wurde. Aber sie k\u00f6nnte uns auf die morgige Maschine umbuchen. Das ist f\u00fcr uns aber nicht akzeptabel, immerhin mu\u00df ich ja am Montag wieder arbeiten. Es dauert eine ganze Zeit und bedarf guten Zuredens, bis sie sich bem\u00fcht, einen Ersatzflug herauszusuchen. Als Alternativen werden uns Lima-Miami-D\u00fcsseldorf-Hamburg, Lima-LA-Amsterdam-Hamburg und Lima-Buenos Aires-Amsterdam-Hamburg angeboten. Aber wir m\u00fc\u00dften dann jeweils zwischen zwei Fl\u00fcgen mehr als 8 Stunden auf dem Flughafen zubringen. Das w\u00fcrde auch bedeuten, das wir ganze zwei Tage ohne richtigen Schlaf auskommen m\u00fc\u00dften. Also entscheiden wir uns nach langem hin und her und mehrmaligem weiteren Kontakt mit Studiosus, die s\u00e4mtliche Verantwortung und Hilfe von sich weisen und uns deutlich machen, dass die Fluggesellschaft verantwortlich ist, doch den morgigen Flug zu nehmen. Allerdings denken wir da noch, dass wir dann von Lima nach Madrid und von Madrid nach Frankfurt fliegen, und von da dann nach Hamburg. Leider kann uns nur noch ein Flug von Lima nach Madrid, von Madrid nach M\u00fcnchen und von M\u00fcnchen nach Hamburg angeboten werden. Die Flugzeit w\u00fcrde dieselbe sein und wir w\u00e4ren dann am Montag abend gegen 22 Uhr 30 in Hamburg. Entnervt und am Ende unserer Kr\u00e4fte willigen wir ein und als wir am Ende auf die Uhr schauen, sind wir fast eine ganze Stunde am Schalter gestanden! Doch als wir dann in Richtung des KLM Schalters gehen, wo Anke und Dieter anstehen, m\u00fcssen wir am IBERIA Schalter vorbei. Dort sieht es noch viel schlimmer aus! Die Schlange ist so lang, dass sie schon nicht mehr in den normalen Absperrbereich passt und sich \u00fcber die ganze Halle hinzieht. Hier stehen Massen von Menschen und w\u00e4hrend wir auf Anke und Dieter warten \u00fcberlegen wir, wie lange diese Menschen hier wohl noch stehen, denn wenn die am Schalter f\u00fcr jeden Fluggast eine ganze Stunde ben\u00f6tigen, werden die meisten noch Ende n\u00e4chster Woche hier rumstehen.<\/p>\n<p>Anke und Dieter sind auch nach fast einer Stunde fertig mit dem Check-In f\u00fcr ihren Flug. Auch ihr Flug geht sp\u00e4ter von Lima ab. Sie haben jetzt noch 3 Stunden Wartezeit vor sich. Als die beiden h\u00f6ren, das wir in Lima gestrandet sind und heute nicht mehr fliegen, ruft Dieter gleich seine Schwester an und sagt Bescheid, dass wir uns gleich auf den Weg zur\u00fcck zum Haus machen und noch eine Nacht dort schlafen werden. Dieter organisiert sogar noch schnell ein Taxi f\u00fcr uns und die beiden gehen sicher, dass wir auch in einem regul\u00e4ren, sicheren Taxi sitzen, bevor sie sich wieder auf den Weg in das Flughafengeb\u00e4ude machen.<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt uns schwer, von den beiden Abschied zu nehmen, aber andererseits f\u00fchlen wir uns mittlerweile richtig wohl in Lima und nicht mehr, wie in einer fremden Stadt. Aber dennoch, was w\u00fcrden wir hier blo\u00df ohne Dieter und seine Familie machen? Wir sind hier von Anfang an so gut und nett aufgenommen worden, dass es wirklich schwer zu glauben ist.<\/p>\n<p>Der Abschied f\u00e4llt wirklich sehr schwer, doch es mu\u00df sein und wenn alles glatt geht, sehen wir die beiden ja schon bald in Norderstedt wieder.<\/p>\n<p>Wir fahren wieder in einer schicken Limousine zur\u00fcck, Dieter hat dem Fahrer genau den Weg erkl\u00e4rt und wir brauchen uns wirklich keine Gedanken zu machen. Wir \u00e4rgern uns zwar ein bi\u00dfchen \u00fcber die Reaktionen von LAN und von Studiosus, sind aber froh, wenigstens eine Unterkunft f\u00fcr die Nacht zu haben. Weder Studiosus noch LAN waren da wirklich entgegenkommend. LAN hat nicht mal unserer Bitte f\u00fcr einen besseren Sitzplatz ber\u00fccksichtig, im Grunde war denen unsere Situation vollkommen egal. Die waren froh, uns los zu sein.<\/p>\n<p>Aber Karin und Klaus dagegen freuten sich sehr, uns wieder zu sehen. Wir bekamen erst einmal einen Pisco Sour auf den Schreck, es wurden dann letztlich drei. Und etwas zu Essen bekamen wir auch noch.<\/p>\n<p>Der Abend wurde dann doch noch ganz nett, denn zu f\u00fcnft unterhielten wir uns sehr nett, aber irgendwann kam die M\u00fcdigkeit nach diesem ganzen Stre\u00df und wir fielen ziemlich kaputt ins Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht im Hotel war angenehm, wir haben gut geschlafen und f\u00fchlen uns ausgeruht f\u00fcr den weiteren Verlauf der Reise. 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