{"id":283,"date":"2010-12-02T14:08:38","date_gmt":"2010-12-02T12:08:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=283"},"modified":"2021-03-06T22:03:56","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:56","slug":"02-12-2010-sullivan-bay-und-bartholome","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=283","title":{"rendered":"02.12.2010: Sullivan Bay und Bartholome"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist der letzte Tag der Reise mit vollem Programm. Morgen gehen wir von Bord. Aber es wartet heute noch ein besonderes Abschlu\u00dfprogramm auf uns. Statt einer beeindruckenden Tierwelt werden wir heute mehr die Wunder der Natur aus geologischer Sicht begutachten. Der Blick aus dem Kabinenfenster pr\u00e4sentiert uns wieder herrlichstes Wetter, die Sonne lacht schon herunter und gibt uns zu verstehen, dass der Sonnenschutz heute wieder unser bester Freund sein wird. Sonnenbr\u00e4nde haben in der Gruppe schon die Runde gemacht und wir wollen verhindern, auch dazu zu geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Nach einem wie immer leckeren Fr\u00fchst\u00fcck mit sehr viel Obst geht es um 8 Uhr an Land.<\/p>\n<p>Wir erkunden unter Robertos F\u00fchrung das Lavafeld der Sullivan Bay. Dort ist ein \u00a0Vulkan, der vor etwa 100 Jahren ausgebrochen ist. Es ist unheimlich faszinierend, wie viele verschiedene Strukturen durch den Ausbruch und den Flu\u00df\u00b4der Lava entstanden sind, durch den Kontakt der hei\u00dfen Lava mit dem kalten Wasser sind Formationen zustande gekommen, die unserer Fantasie reichlich Gelegenheit zur Aktivit\u00e4t gaben. Da lagen Echsen und Kr\u00f6ten am Boden, geformt durch die heranschie\u00dfende Lava, die dann pl\u00f6tzlich durch den Kontakt mit dem Wasser erkaltete, in sich drinnen aber weiterflo\u00df und dann an der Oberfl\u00e4che Risse bildete, die daf\u00fcr sorgten, dass die gesamte Struktur auseinanderbrach. Auf diese Weise entstanden wundersch\u00f6ne abstrakte und au\u00dfergew\u00f6hnlche Strukturen. Auf diesem besonderen Gestein herumzuwandern ist ein unbeschreiblich sch\u00f6nes Gef\u00fchl, das Ger\u00e4usch der aneinanderklackernden Steine erinnert an Metallpl\u00e4ttchen, die aneinandersto\u00dfen.<\/p>\n<p>Auf dem Lavafeld gab es eine Stelle, die Roberto besondere Freude bereitet hat. Es war eine besondere Form von Lavaformation, eigentlich nicht mehr als ein einfaches Loch im Boden, aber Roberto am\u00fcsierte sich herrlich dar\u00fcber und bat uns, doch einmal hinein zu klettern und f\u00fcr ein Foto zu posieren. Eine unserer australischen Mitreisenden tat ihm den Gefallen und kletterte in das Loch hinein, so dass nur noch ihr Kopf herausschaute.<\/p>\n<p>Roberto zeigt uns auch einige endemische Pflanzen, die sich hier bereits angesiedelt haben und sich mit den \u00e4u\u00dferst widrigen Umst\u00e4nden anfreunden konnten. Zu diesen Pflanzen geh\u00f6ren auch die Kakteen, die sich bereits in den Lavarissen festgesetzt haben.<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck an Bord haben wir uns dann fertig gemacht f\u00fcr das n\u00e4chste Schnorchelerlebnis. Es gibt zwei Gruppen; die einen starten vom Strand und schwimmen dort entlang unter der F\u00fchrung von Roberto, die anderen begleiten den Kapit\u00e4n und schwimmen von einem weiter entfernten Punkt an der K\u00fcste entlang. Mit dem Kapit\u00e4n haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und schlie\u00dfen uns darum seiner Gruppe an.<\/p>\n<p>Das Dingie hat gerade die Anahi verlassen und wir sind damit besch\u00e4ftigt, die Tauchermasken mit Wasser zu benetzen, damit sie von innen nicht beschlagen, wenn wir unter Wasser sind, als bei Sibylle pl\u00f6tzlich das Gummi rei\u00dft. Der Kapit\u00e4n gibt sofort das Kommando, zur\u00fcck zum Schiff zu fahren. Er wartet nicht, bis wir angelegt haben und springt an Bord und kommt dann mit zwei weiteren Brillen zur\u00fcck, von denen er eine an Sibylle gibt. Sie probiert die Brille auf und gibt gr\u00fcnes Licht, dass wir wieder losfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als ich mich vom Dingie ins Wasser lasse, erschrecke ich fast vor der geringen Temperatur. Den anderen kommt es nicht so vor, aber nach ein paar Minuten ist genug Wasser in den geflossen und durch meine K\u00f6rpertemperatur erw\u00e4rmt worden, dass ich mich dann wieder wohl f\u00fchle.<\/p>\n<p>Nicht so sch\u00f6n ist zu Beginn dieses Schnorchelgangs die Sichtbarkeit unter Wasser, denn in der N\u00e4he des K\u00fcstenriffs ist das Wasser ungew\u00f6hnlich tr\u00fcbe und dunkel, die Fische, die hier sicher vielfach vorhanden sind, sind kaum zu erkennen.<\/p>\n<p>Sibylle kommt leider nicht nach, denn bei ihr ist die Maske undicht. Wasser dringt immer wieder ein, so dass sie den Arm hebt und das uns begleitende Dingie heranruft. Der Mann am Steuer des Dingies, unser erster Offizier an Bord der Anahi, hilft Sibylle und tauscht das Haltband der einen Maske gegen das der anderen Maske aus, so dass kein Wasser mehr eindringt. \u00a0Dann kann Sibylle uns wieder folgen.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste was wir wirklich sofort wahrnehmen, ist der Seel\u00f6wenbulle, der direkt vor der K\u00fcste durch das Wasser peitscht und sich nicht davon st\u00f6ren l\u00e4\u00dft, dass wir in unmittelbarer N\u00e4he Position halten und ihn beim spielen beobachten. Aber der Kapit\u00e4n ermahnt uns auf Spanisch, nicht n\u00e4her zu schwimmen, denn wir haben da einen Bullen vor uns und die k\u00f6nnen sehr agressiv werden.<\/p>\n<p>Also schwimmen wir weiter und nach einigen Minuten sehen wir das n\u00e4chste Highlight. Auf den Klippen sitzen drei Falken und schauen in unsere Richtung, bzw. nur zwei schauen in unsere Richtung, der Dritte ist damit besch\u00e4ftigt, einen kleinen Thunfisch zu essen. Der Kapit\u00e4n erkl\u00e4rt uns, und Karin \u00fcbersetzt, dass der eine Falke den Thunfisch gefangen hat und als erster essen darf, die anderen beiden d\u00fcrfen nur das essen, was \u00fcbrig bleibt. Es ist erstaunlich, wie geduldig die beiden Falken abwarten. Auch ein paar Klippenkrabben sitzen um das Geschehen herum und haben schon die Scheren f\u00fcr die Reste gewetzt.<\/p>\n<p>Wir tauchen die K\u00f6pfe wieder unter Wasser und schwimmen in helleres Gew\u00e4sser.<\/p>\n<p>Kaum sind wir so weit, dass wir endlich den Meeresgrund erkennen k\u00f6nnen, dr\u00e4ngt sich auch schon der erste Wei\u00dfspitzen-Riffhai ins Bild, allerdings hat er einen kleinen Makel, denn an der R\u00fcckenflosse fehlt die wei\u00dfe Spitze. Es hat den Anschein, als w\u00e4re sie abgerissen oder abgeschnitten worden. Aber der Hai ignoriert uns, wie die anderen bisher auch, und zieht ruhig seine Runden durch das Wasser, dicht \u00fcber dem Meeresboden.<\/p>\n<p>Wir sehen an diesem Vormittag noch ein paar Haie, aber das beeindruckenste Erlebnis ist kurz vor Beendigung des Tauchgangs in seichterem Gew\u00e4sser das Schildkr\u00f6tenfeld. Mindestens 5 Schildkr\u00f6ten schweben \u00fcber den Steinen und futtern in aller Ruhe. Wir haben gen\u00fcgend Gelegenheit, sie dabei zu beobachten.<\/p>\n<p>Dann m\u00fcssen wir zum Mittag aus dem Wasser.<\/p>\n<p>Am Nachmittag gehen wir wieder schnorcheln, dieses Mal bleibt der Kapit\u00e4n dem Wasser einigerma\u00dfen fern. Er steuert das Dingie, in dem Anke und Dieter sitzen, und macht mit ihnen eine kleine Spritztour zwischen den Inseln. Im Wasser begleitet uns Roberto begleitet allein. Es werden immer weniger, die Lust am schnorcheln haben. Ich mu\u00df aber auch zugeben, dass dieser letzte Schnorchelgang auch mir etwas zu viel wird. Doch es hilft ja alles nichts, wir schl\u00fcpfen wieder in unsere Anz\u00fcge und gehen ins Dingie, mit dem wir dann zum Strand \u00fcbersetzen. Hier gleiten wir ins Wasser und folgen Roberto, der aber kaum auf uns wartet und schon ein St\u00fcck hinausgeschwommen ist. Es ist schwer, mit ihm mitzukommen, denn er wartet nie ab bis wir alle komplett sind. Kaum ist jemand aus der Gruppe bei ihm, zeigt er kurz hinab ins Meer, was er gefunden hat, und schwimmt dann weiter. Aber wir entdecken die vielen Fische auch so und wieder sind wir beeindruckt von der vielf\u00e4ltigen und \u00e4u\u00dferst farbenpr\u00e4chtigen Unterwasserwelt der Galapagos Inseln. Die Fische schimmern hier so wundersch\u00f6n, dass man einfach den Atem anhalten m\u00f6chte. Wir staunen \u00fcber die beeindruckende, bizarre Unterwasserlandschaft, die an eine Mondlandschaft erinnert. Wir schwimmen durch kleine Canyons, \u00fcber Unterwasserberge und in verborgene Buchten hinein. In einer dieser Buchten entdecken wir auf der Klippe einen schlafenden Seel\u00f6wen und ein paar Meter darunter in Wassern\u00e4he einen Meerleguan, der still auf dem Stein ruht und sich weigert, f\u00fcr uns ins Wasser zu gehen und sich beim Fressen unter Wasser beobachten zu lassen.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zum Dingie entdeckt Sibylle einen grossen Tigerrochen, der \u00fcber den Meeresboden gleitet. Ein sehr eleganter Anblick, genauso faszinierend und beeindruckend wie die vielen Fischw\u00e4rme, die wir unter Wasser entdeckt haben.<\/p>\n<p>Nach diesem letzten Schnorchelgang haben wir nicht allzu viel Zeit, um uns zu duschen und wieder anzuziehen, denn wir werden noch die Insel Bartolome besuchen und die 114m hinaufklettern. Das Wetter ist dazu wirklich ideal, der Himmel erstahlt blau und das Meer schimmert glei\u00dfend in der Sonne. Etwas beunruhigend ist das gro\u00dfe Schiff in der Bucht zwischen den Inseln, dass ca. 100 Passagier beherbergt. Wir hoffen, dass die nicht mit uns zusammen ausbooten und Bartolome besuchen.<\/p>\n<p>Doch als wir in die Dingies steigen, ist von dem anderen Schiff noch keine Aktivit\u00e4t zu sehen.<\/p>\n<p>Auf Bartolome angekommen erkl\u00e4rt uns Roberto die Vulkanlandschaft der Galapagos Inselwelt. Er gibt uns sehr ausf\u00fchrliche und plastische Erkl\u00e4rungen, \u00fcber das Entstehen der Inseln und \u00fcber die verschiedenen Materialien.<\/p>\n<p>Wir wandern auf dem extra angelegten Holzpfad die 114m hinauf zur Spitze Bartolomes und genie\u00dfen von oben einen herrlichen und umfassenden Blick \u00fcber die Insellandschaf von Galapagos.<\/p>\n<p>Die Zeit auf dieser Insel ist leider viel zu schnell vor\u00fcber, aber von unten dr\u00e4ngen bereits die n\u00e4chsten Gruppen herauf, so dass wir dann den Heimweg antreten m\u00fcssen und hinab zum Pier gehen, wo wir dann von den Dingies abgeholt werden.<\/p>\n<p>Da heute der letzte Abend auf dem Schiff ist, gibt es ein besonderes Abschiedsessen. Die Mannschaft hat einen Grillabend geplant und auf dem Oberdeck wird alles daf\u00fcr hergerichtet. Beim Abschiedsdrink pr\u00e4sentiert sich die Mannschaft in ihrer wei\u00dfen Galauniform und dankt uns f\u00fcr unseren Besuch.<\/p>\n<p>Das Essen selber ist wieder sehr lecker, der Service au\u00dfergew\u00f6hnlich gut. Wir waren mit allen an Bord sehr zufrieden und hatten diesen Service gar nicht so erwartet. Es ist wirklich sehr schade, dass diese Reise nun schon zu Ende ist und wir alle wieder nach Hause fliegen m\u00fcssen, einzelne Ausnahmen mal abgesehen. Aber irgendwann hat alles mal ein Ende und so m\u00fcssen wir uns nun mit dem Gedanken anfreunden, \u00a0morgen wieder in die Heimat zur\u00fcckzukehren. Aber vergessen werden wir diese Inseln nie mehr, und vielleicht kommen wir irgendwann mal zu einer anderen Jahreszeit zur\u00fcck und erleben dann die Natur kurz nach der Regenzeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist der letzte Tag der Reise mit vollem Programm. Morgen gehen wir von Bord. 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