{"id":212,"date":"2010-11-21T09:53:07","date_gmt":"2010-11-21T07:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=212"},"modified":"2021-03-06T22:03:56","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:56","slug":"21-11-2010-von-cuzco-nach-lima","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=212","title":{"rendered":"21.11.2010: Von Cuzco nach Lima"},"content":{"rendered":"<p>Der Wecker klingelt uns um 6 aus dem Bett und wir sind schnell dabei, uns zu waschen und unsere Koffer zu packen. Wir beeilen uns. denn wir sind ja mit Anke und Dieter zum Fr\u00fchst\u00fcck verabredet. Ich \u00f6ffne die Gardine unseres Zimmers und wir staunen nicht schlecht, als wir Dieter auf der Terrasse des Innenhofs sitzen sehen. Leider erfahren wir von ihm, dass die letzte Nacht nicht wirklich erholsam war.<\/p>\n<p>Anke geht es hundeelend, sie hat mehr Zeit auf der Toilette als im Bett verbracht. Dementsprechend schlecht hat auch Dieter geschlafen. Leider sind dadurch unsere Pl\u00e4ne f\u00fcr den Tag erstmal abgeblasen, denn Anke ist nicht in der Lage, mit nach Pisak zu kommen, daf\u00fcr ist sie zu schwach. Es sieht leider so schlecht aus, dass Dieter sogar \u00fcberlegt, mit Anke einen Tag sp\u00e4ter von Cuzco nach Lima zu fliegen, damit Anke sich noch einen Tag l\u00e4nger in Cuzco ausruhen kann. Aber wir wollen erst einmal abwarten, gegebenenfalls wird nachher noch ein Arzt geholt.<\/p>\n<p>Sibylle und ich beschlie\u00dfen, uns noch einmal die Stadt Cuzco anzuschauen. Wir wollen die Morgensonne nutzen, um die Mauer bei dem 12-Ecken Stein im richtigen Licht zu fotografieren. Also packen wir unseren Tagesrucksack und machen uns auf den Weg durch die engen Gassen Cuzcos, immer wieder darauf Acht gebend, nicht von den st\u00e4ndig heranfahrenden Taxen in diesen Gassen \u00fcberfahren zu werden. Mittlerweile kennen wir das aber und weichen dann immer wieder auf den schmalen Fu\u00dfg\u00e4ngerstreifen aus. \u00dcber den Kirchplatz von San Blas biegen wir wieder in die Cuesta San Blas und gehen die steilen Stufen hinab, bis wir zur Abzweigung unseres 12-Ecken Steins kommen. Wir sind noch ganz allein in der Gasse, zwei Stra\u00dfenh\u00e4ndler versuchen uns in ihre Gesch\u00e4fte zu locken, doch wir bedanken uns freundlich mit \u201cNo, Gracias\u201d und gehen weiter zu der Ecke, wo Sibylle ein paar Fotos machen kann.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-213\" alt=\"tag 19 - 01\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-01-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-01-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-01.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gehen wir weiter zur Plaza de Armas und setzen uns dort auf eine Bank am Rande des Platzes, wo wir alles gut im Blick haben. Wir lassen die Seele baumeln und verabschieden uns auf unsere Art von dieser sch\u00f6nen Stadt, die einfach ein sch\u00f6nes Flair hat.<\/p>\n<p>Nach ein paar Minuten beobachten wir, dass rings um den Plaza de Armas etwas vor sich geht. Bei der Kathedrale, die sich in unserem R\u00fccken befand, waren ein paar St\u00fchle unter einem Baldachin aufgebaut. Auf dem ganzen Platz liefen sehr viele Polizisten herum. Zu unsere linken Seite gegen\u00fcber der Kirche kamen Dutzende von Nonnen in wei\u00dfer Kleidung zusammen. Sie blieben am Rande der Plaza de Armas stehen und warteten offenbar auf etwas.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-214\" alt=\"tag 19 - 02\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-02-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-02-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-02-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-02.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir warteten eine ganze Zeit und hofften, dass etwas passiert. Aber es passierte nichts. Da wir gegen 10 Uhr im Hotel zur\u00fcck sein mu\u00dften, um das Zimmer frei zu machen, hatten wir leider nicht ewig Zeit und mu\u00dften wieder aufbrechen. Wir gingen \u00fcber die Plaza und auf den zweiten Park zu. Viele Gesch\u00e4fte hatten noch nicht auf, aber wir konnten schon beobachten, dass sich der Hauptplatz weiter f\u00fcllte.<\/p>\n<p>Ein Milit\u00e4rlastwagen hielt am Stra\u00dfenrand und ein ganzes Batallion uniformierter Soldaten sprang vom Laster herab und ging in Stellung. Sie waren komplett bewaffnet und brachten sich in Reih und Glied. Wir wollten sie fotografieren, trauten uns aber nicht.<br \/>\nMit einem Mal konnten wir dann Musik h\u00f6ren und eilten eine Seitengasse hinab. Gerade sahen wir noch, wie eine Gruppe gleichgekleideter M\u00e4nner um die Ecke bog und sich unserem Blickfeld entzog. Am Ende der Gruppe sahen wir Sonja in ihren knalligen Farben, wie sie gem\u00fctlich der Gruppe hinterher ging.<\/p>\n<p>Die Zeit wurde langsam knapp und wir machten uns auf den Weg zur\u00fcck zum Hotel. Die Plaza f\u00fcllte sich langsam und wir kosteten die Zeit bis zur letzten Minute aus.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Hotel trafen wir Dieter. Anke ging es immer noch nicht gut, ein Arzt war schon da und wollte Anke am liebsten ins Krankenhaus bringen, um ihr eine Infusion zu geben. Aber dazu kam es nicht, Anke bekam eine Spritze gegen die \u00dcbelkeit und f\u00fcr die Stabilisierung des Kreislaufs, sie wurde sozusagen flugfertig gemacht.<\/p>\n<p>Sibylle und ich setzten uns in den Innenhof und genossen das sch\u00f6ne Wetter. Ich nutzte die Zeit, um das Tagebuch auf einen aktuellen Stand zu bringen.<\/p>\n<p>Dieter kam dazu und wir erfuhren, dass Anke das Zimmer noch bis 13 Uhr haben kann, um sich auszuruhen. Das war schon eine sehr gro\u00dfz\u00fcgige Geste des Hotels. Gegen 12 Uhr sind wir dann ins Pacha Papa gegangen, um eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen. Wir waren die einzigen G\u00e4ste dort, aber von Dieter erfuhren wir, das die Peruaner \u00fcblicherweise erst sp\u00e4ter essen.<\/p>\n<p>Um 13 Uhr sind wir zur\u00fcck ins Hotel gegangen und haben dort noch ein paar Minuten gemeinsam verbracht. Als Anke vom Zimmer herunterkam sah sie wirklich nicht gut aus, sie war total blass und bewegte sich ganz langsam, sehr vorsichtig. Wo war ihr Kreislauf?<br \/>\nJorge, der Angestellte der Agentur, die mit Studiosus zusammenarbeitete und uns zum Flughafen bringen w\u00fcrde, war schon in der Lobby und wartete auf uns. Wir gingen hinauf und beluden das Gro\u00dfraumtaxi, dann ging es zum Flughafen.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Sonntag war erstaunlich viel Verkehr. Aber wir waren in kurzer Zeit am Flughafen angekommen. Jorge begleitete uns ins Flughafengeb\u00e4ude und wartete, bis wir alles gekl\u00e4rt hatten. An der Gep\u00e4ckaufgabe wurden wir gefragt, ob wir nicht einen fr\u00fcheren Flug nach Lima nehmen wollen. Wir waren zwar verwundert, sagten aber dankbar zu. Wir bekamen sogar vier zusammenh\u00e4ngende Pl\u00e4tze in der ersten Reihe. F\u00fcr Dieter war das ideal, da er ja so lange Beine hat.<\/p>\n<p>Von der Gep\u00e4ckaufgabe an ging es sehr schnell. Wir mu\u00dften kaum warten und sa\u00dfen innerhalb von ein paar Minuten im Flugzeug. Von der Ankunft am Flughafen bis zum Start der Maschine waren nicht einmal 45 Minuten vergangen.<\/p>\n<p>Der Flug \u00fcber die Anden war teilweise sehr sch\u00f6n. Leider durchflogen wir immer wieder dichte Wolkenfelder, aber die ein oder andere Bergkette konnten wir doch entdecken. Dabei fiel uns auf, dass der Grund und Boden dort unten sehr trocken zu sein schien. Wir entdeckten viele ausgetrocknete Flu\u00dfbette zwischen den Bergen, die anscheinend landwirtschaftlich genutzt wurden.<br \/>\nDieter erfuhr von seinen Sitznachbarn, dass der Flughafen Cuzco eine Schlechtwetterfront erwartete und der letzte Flug nach Lima, unser urspr\u00fcnglicher Flug, gestrichen werden sollte. Darum hatte man uns einen fr\u00fcheren Flug angeboten!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-215\" alt=\"tag 19 - 03\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-03-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-03-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-03-280x210.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-19-03.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach etwas \u00fcber einer Stunde Flugzeit kamen wir in Lima an. Es war sehr diesig und warm. Mit einem Gro\u00dfraumtaxi sind wir dann durch die Innenstadt nach Miraflores gefahren, direkt zu dem Haus von Dieters Vater. Anke hat den Flug gut \u00fcberstanden, sie machte bereits im Taxi wieder einen besseren und ges\u00fcnderen Eindruck, als noch heute morgen in Cuzco.<\/p>\n<p>Als wir in Miraflores ankamen, war Dieters Vater nicht da. Also packten wir erstmal unsere Koffer auf die Zimmer und gingen dann einkaufen, zu WONG. Ich hatte mir unter dem Chinesen WONG einen kleinen Eckladen vorgestellt. Aber eigentlich h\u00e4tte ich es besser wissen m\u00fcssen, denn in einer 9-Millionen Stadt wie Lima wird ein Chinese wir WONG sicher andere Dimensionen haben. Und so entpuppte sich WONG denn auch als eine Art WallMart! Ein riesiger Geb\u00e4udekomplex, in dem bei uns in Deutschland viele Gesch\u00e4fte untergebracht w\u00e4ren. Als wir den Laden betraten wurde uns schlecht. Hier war schon alles weihnachtlich dekoriert und es erklang \u201cStille Nacht\u201d aus den Lautsprechern. Als wir unseren Einkauf begangen und durch die einzelnen G\u00e4nge liefen, kamen Sibylle und ich uns vor wie ein Ostdeutscher, der \u201889 das erste Mal in einem Supermarkt in Westdeutschland einkaufen ging. Es war die totale Reiz\u00fcberflutung! Die Auswahl an Produkten war einfach gigantisch, wir kamen uns vor wie in einem nordamerikanischen Supermarkt. Die Fr\u00fcchte hatten ganz andere Dimensionen, alles war gr\u00f6\u00dfer und sah viel frischer aus, als in Deutschland. \u00dcberall lief auch viel Personal rum, die einem diverse Produkte zum probieren angeboten haben. Das Personal war allerdings meist von den einzelnen Herstellern, die auch f\u00fcr das auff\u00fcllen der Regale zust\u00e4ndig waren.<\/p>\n<p>Nachdem wir unsere Sachen f\u00fcrs morgige Fr\u00fchst\u00fcck eingekauft hatten ging es zur\u00fcck zu Dieters Vater. Dort trafen wir auf die drei Katzen des Hauses und ihren Hausherren. Wir wurden sehr nett begr\u00fc\u00dft und \u00fcber die Katzenregeln aufgekl\u00e4rt, denn es stellte sich heraus, dass nicht jede Katze mit jeder gut klarkam, also war es wichtig, dass immer ein paar T\u00fcren geschlossen waren.<br \/>\nGemeinsam a\u00dfen wir dann zu Abend und kl\u00f6nten nett. Aber alt wurden wir nicht und suchten um halb 10 die Zimmer auf. Wir schliefen sofort ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wecker klingelt uns um 6 aus dem Bett und wir sind schnell dabei, uns zu waschen und unsere Koffer zu packen. 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