{"id":190,"date":"2010-11-17T09:43:26","date_gmt":"2010-11-17T07:43:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=190"},"modified":"2021-03-06T22:04:59","modified_gmt":"2021-03-06T20:04:59","slug":"17-11-2010-inkatrail-nach-huchay-cuzco","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=190","title":{"rendered":"17.11.2010: Inkatrail nach Huchay Cuzco"},"content":{"rendered":"<p>Wir werden heute einen Teil des Inkatrails erkunden, allerdings nicht den ber\u00fchmten Teil, der zum Machu Picchu f\u00fchrt. Der ist genehmigungspflichtig und auf 400 Besucher pro Jahr beschr\u00e4nkt. Man mu\u00df sich lange im voraus f\u00fcr die 45 km lange Strecke registrieren lassen. Nein, wir besteigen einen anderen Weg und passieren in knapp 6 Stunden Wanderung den Pass.<\/p>\n<p>Wecken ist heute um 5 Uhr 30. Als wir beim Fr\u00fchst\u00fcck sind erfahren wir von Pepe, dass Andrea heute krank ist und nicht mitkommen kann. Nun wird die ganze Verantwortung auf dem kleinen Pepe lasten, aber wir sind alle sicher, dass Pepe das meistern wird. Er ist ein netter Kerl und immer freundlich. Man merkt ihm auch an, dass er Spa\u00df an seinem Beruf hat, genau wie Andrea. Wir sind nt\u00fcrlich entt\u00e4uscht, dass sie nicht mitkommen kann, aber sie scheint gestern abend etwas falsches gegessen oder getrunken zu haben und hat sich die ganze Nacht \u00fcbergeben. Da sie sowieso nur ein Strich in der Landschaft ist, w\u00e4re die heutige Anstrengung einfach zu viel f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>Nachdem die erste Entt\u00e4uschung \u00fcber ihre Nichtteilnahme verschwunden ist, be\u00e4ugen wir mi\u00dftrauisch das Wetter. Der Himmel ist stark bew\u00f6lkt und es zeigt sich kein einziger blauer Fleck. Vorsichtshalber packen wir in unsere Rucks\u00e4cke das ganze Programm ein, also von kurzen Sachen bis zur Wind- und Regenkleidung! Heute ist der erste Tag wo ich damit rechne, alles mal zu nutzen.<br \/>\nUm 7 Uhr besteigen wir den Bus und verlassen Ollataytamba. Die Wolken h\u00e4ngen tief, sie kommen nicht \u00fcber die Berge hinweg. Es ist deutlich k\u00fchler als die letzten Tage.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-191\" alt=\"tag 15 - 02\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-02-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-02-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-02-280x210.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-02.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir zu unserem Startpunkt fahren meint Patrick, dass es heute keinen Regen gibt. Ich denke mir, dass er sich da auskennt, immerhin hat man als Landwirt, das ist sein gro\u00dfes Hobby, meist sehr gute Kenntnisse \u00fcber das Wetter. Und wirklich, kommt ab und zu ein bi\u00dfchen Sonne durch die Wolken.<\/p>\n<p>Gegen 8 Uhr passieren wir den Ort Chinchero. Nebel liegt \u00fcber dem Ort. Hier steigen unsere beiden zus\u00e4tzlichen Begleiter Jose und Magdalena ein. Magdalena ist eine Praktikantin, die Reisef\u00fchrerin werden m\u00f6chte und heute auch zum ersten Mal den Berg besteigen wird, genau wie wir.<\/p>\n<p>Um 8 Uhr 33 starten wir zu unserer Wanderung kurz hinter Chinchero. Wir starten auf einer H\u00f6he von 3861m. Nach wenigen Metern sind wir froh, dass es doch noch nicht so sch\u00f6nes Wetter ist, denn der steile Aufstieg ist unwahrscheinlich anstrengend. Wir bewegen uns nur im Schneckentempo und sind froh, noch ein paar Coca-Bonbons dabei zu haben. Bei einigen machen sich wieder Kopfschmerzen breit. Wir keuchen und das gehen f\u00e4llt uns allen schwer. Zur Unterst\u00fctzung haben wir noch eine einheimische Frau mit zwei Pferden dazu bekommen, f\u00fcr den Fall, das jemand nicht mehr in der Lage ist, weiterzuwandern. Nach wenigen Minuten nimmt Sonja diesen Service in Anspruch, aber sie legt nur ihren Rucksack ab und l\u00e4\u00dft ihn vom Pferd tragen.<\/p>\n<p>Das Wetter ist heute wirklich schwer zu lesen, einerseits wird einem vom gehen warm und man m\u00f6chte sich am liebsten ausziehen, aber dann kommen wieder Ecken, an denen der Wind unheimlich stark weht und wir holen die Windjacken aus dem Rucksack hervor. Einerseits tun die kleinen Pausen gut, andererseits ist es schwer, jedes Mal neu seinen Rhythmus zu finden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-192\" alt=\"tag 15 - 03\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-03-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-03-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-03-280x210.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-03.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gegen 9 Uhr 55 machen wir eine Pause. Wir haben einen kleinen Pass erreicht, eine weite Fl\u00e4che satten gr\u00fcns. Es ist frisch, auf der anderen Seite des Passes sieht es dunkel und nach Regen aus. Pepe hat Angst, dass wir in den Regen kommen. Er mahnt bald wieder zum Aufbruch. Ein wenig gest\u00e4rkt geht es dann wieder weiter, doch die n\u00e4chste Strecke ist m\u00f6rderisch! Es geht direkt sehr steil hinauf, wir k\u00f6nnen kaum noch gehen, die steilen Serpentinen verlangen uns alles ab. St\u00fcckchenweise wird der Weg auch wieder eben, aber nur, um kurz danach wieder anzusteigen. Die Momente der Ruhe sind eine echte Wohltat und wir sind heilfroh, als wir um 10 Uhr 54 endlich den Pass erreichen, in einer H\u00f6he von 4444 Metern! Wolfgang teilt uns mit, dass wir einen besseren Wanderschnitt hatten, als noch vor ein paar Tagen im Colca Canyon mit Ute.<\/p>\n<p>Die Luft hier oben ist so d\u00fcnn, dass auch unsere Witze richtig d\u00fcnn werden. Patrick verschwindet, um sich zu erleichtern. Wolfgang fragt mit einem Mal Monique, ob Patrick da ganz allein steht. Monique meint, \u201cNein, er steht mit Willi da\u201d. Woraufhin Wolfgang denn meint, ob Willi auch wirklich stehen w\u00fcrde! Daraufhin brechen alle in ein herzhaftes Gel\u00e4chter aus, was bei der d\u00fcnnen Luft \u00e4u\u00dferst anstrengend ist.<\/p>\n<p>Aber jetzt wo wir den Aufstieg absolviert haben, sind wir davon ausgegangen, dass jetzt der anstrengenste Teil der Wanderung erledigt ist, aber leider weit gefehlt.<br \/>\nPepe mahnt bald wieder zum Aufbruch. Um 11 Uhr 13 beginnen wir dann mit dem Abstieg \u00fcber die andere Seite des Passes. Es geht ebenso steil hinab wie vorhin noch hinauf, der Boden ist dazu noch sehr rutschig und voller Steine. Man mu\u00df sehr aufpassen, dass man auf dem schmalen Pfad nicht ausrutscht und den Abhang hinunter rutscht.<\/p>\n<p>Der Weg nach Huchay Cusco, einer arch\u00e4ologischen Grabungsst\u00e4tte antiker Inka H\u00e4user, ist ebenso anstrengend und anspruchsvoll wie der Aufstieg. Besonders die letzten Meter geht es durch dichtes Gestr\u00fcpp und \u00fcber ein ausgetrocknetes Flu\u00dfbett hinweg, so dass man aufpassen mu\u00df, nicht auf den Steinen auszurutschen.<\/p>\n<p>Um 12 Uhr 36 erreichen wir Huchay Cusco. Wir haben bis hierher bereits 10,2 km zur\u00fcckgelegt, unsere aktuelle H\u00f6he betr\u00e4gt 3685m, wir sind 625 Meter hinauf und 835 Meter hinab gewandert, bei einem Schnitt von 2,2 km pro Stunde.<\/p>\n<p>Die Anlage, in der wir unsere Mittagspause machen, wurde im 15 oder 16 Jahrhundert erbaut. Sie besteht fast ausschlie\u00dflich aus Lehmziegelh\u00e4usern und diente wohl eher dem einfachen Volk als Unterkunft.<\/p>\n<p>Unsere Mittagspause in dieser Anlage ist sehr luxori\u00f6s. Es ist extra ein Koch mit seinen Gehilfen aus unserem Hotel hinaufgekommen. Sie haben eine richtig anst\u00e4ndige Mahlzeit zubereitet und hoch transportiert. Zu dem warmen Essen gibt es noch f\u00fcr jeden von uns Mandarinen und \u00c4pfel, sowie ein kleines S\u00fc\u00dfigkeiten Carepaket. Inzwischen brennt die Sonne hei\u00df auf uns herab und wir suchen den Schatten und machen eine kleine Siesta.<\/p>\n<p>Gegen 14 Uhr 15 brechen wir wieder auf. Die Wiederaufnahme der Wanderung f\u00e4llt uns schwer, die Beine wollen nicht so, wie wir wollen. Aber so langsam geht es wieder voran. Doch jetzt kommen wirklich schwere Stellen zu wandern. Wir m\u00fcssen den Berg hinab und zwar in engen Serpentinen, die aus \u00e4u\u00dferst rutschigem Lehmboden bestehen, der vermengt ist mit kleinen und gr\u00f6\u00dferen Steinen. Hier kann man sehr leicht ausrutschen und wenn man erst einmal rutsch und \u00fcber den Abhang f\u00e4llt, wird es schwer, sich irgendwo festzuhalten. Vorsicht ist also angesagt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-193\" alt=\"tag 15 - 04\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-04-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-04-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-04-280x210.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-15-04.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Inzwischen sind wir alle ge\u00fcbt und aufmerksam und trotz der Hitze bew\u00e4ltigen wir den Abstieg in knapp 75 Minuten. Um 15 Uhr 35 erreichen wir den Bus. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir 13,41 km zur\u00fcckgelegt, sind 645 Meter hinauf und 1515 Meter hinab gewandert. Jetzt befinden wir uns wieder auf 2965 Metern. Wir alle sind kaputt, aber gl\u00fccklich. Es war eine richtig sch\u00f6ne, aber auch sehr anstrengende Wanderung. Alles in uns schreit nach einer Dusche und einem hei\u00dfen Kaffee oder Tee! Aber an erster Stelle steht die Dusche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider geht es nicht allen so. Sibylle ist nach der Wanderung und der Dusche so ersch\u00f6pft, dass sie eigentlich keine Lust hat, mit zum Abendessen zu kommen. Sie kommt dann nach einigem gutem Zureden aber doch mit in den Speisesaal. Die Gesichter hier zeugen allen von den Anstrengungen des Tages. Einzig Pepe, unser Peruaner, scheint von der Wanderung nicht sonderlich angestrengt zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sibylle und Patrick hat es an unserem 6er Tisch am schlimmsten erwischt, sie haben absolut keinen Hunger. Patrick verschwindet ins Zimmer, noch bevor das Essen kommt, Sibylle versucht wenigstens noch von der Vorspeise zu essen, aber schon der Gedanke an Essen verursacht ihr \u00dcbelkeit. Nach wenigen Minuten geht auch sie aufs Zimmer und wir bleiben zu viert zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich wenige Zeit sp\u00e4ter zur\u00fcck aufs Zimmer komme, geht es Sibylle wirklich nicht gut. Sie hat weder Hunger noch Durst. Die Ersch\u00f6pfung nach der Wanderung ist doch st\u00e4rker als vorher gedacht. Andrea erkundigt sich am Telefon, wie es Sibylle geht, anscheinend hat sie von Pepe erfahren, was los ist. Andrea bietet uns an, einen Arzt zu rufen, aber wir sind \u00fcberzeugt, dass es morgen fr\u00fch besser sein wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir werden heute einen Teil des Inkatrails erkunden, allerdings nicht den ber\u00fchmten Teil, der zum Machu Picchu f\u00fchrt. 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