{"id":183,"date":"2010-11-16T09:40:04","date_gmt":"2010-11-16T07:40:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=183"},"modified":"2021-03-06T22:04:59","modified_gmt":"2021-03-06T20:04:59","slug":"16-11-2010-im-heiligen-tal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=183","title":{"rendered":"16.11.2010: Im heiligen Tal"},"content":{"rendered":"<p>Heute ging unser Wecker um 6 Uhr 30. Wir haben f\u00fcr heute eine kleine Programm\u00e4nderung. Urspr\u00fcnglich war der Besuch der Inkaruine Ollataytambo erst f\u00fcr morgen angesetzt, doch Andrea f\u00fcrchtet, dass das Wetter nicht h\u00e4lt und m\u00f6chte lieber heute die Besichtigung machen. Heute ist richtig sch\u00f6nes Wetter. Die Sonne scheint und der Himmel im Tal von Olltaytambo ist strahlend blau. Wir brechen um 8 Uhr mit dem Bus auf und halten im Dorf Ollataytambo f\u00fcr eine kleine Verpflegungstour.<\/p>\n<p>Ollataytambo ist ein altes Inkadorf, welches seit dem 15 Jahrhundert durchgehend bewohnt ist. Tats\u00e4chlich ist es das \u00e4lteste durchgehend bewohnte Inkadorf.<\/p>\n<p>Unsere erste Station sind die Salzterassen von Maras. Dazu m\u00fcssen wir erst einmal eine gute dreiviertelstunde mit dem Bus fahren. W\u00e4hrend der Fahrt durch das Urumbatal erz\u00e4hlen und zeigen uns Andrea und Pepe von den Gletschern, die aufgrund der Erderw\u00e4rmung immer mehr zur\u00fcckgehen und schmelzen. Gerade vor etwa einem Monat ist ein St\u00fcck vom Gletscher abgebrochen und hat einen Erdrutsch verursacht, der mit einer unglaublichen Geschwindigkeit ins Dorf hinabgerutscht ist und hier gro\u00dfe Verw\u00fcstung angerichtet hat. Zur\u00fcck blieb eine herzf\u00f6rmige dunkle Stelle im Gletscher, gut sichtbar von der weit entfernten Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Um 9 Uhr 15 erreichen wir den Startpunkt unser Wanderung zu den Salzterrassen, die kleine Kirche von Tiombamba, die das Titelblatt vieler Reisef\u00fchrer \u00fcber Peru ziert. Wir besichtigen die Kirche aber nicht, sondern starten vom Parkplatz unterhalb der Kirche.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-184\" alt=\"tag 14 - 01\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-01-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-01-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-01-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-01.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Weg zu den Salzterrassen geht durchgehend bergab, das Wetter spielt auch wieder mit. Die Sonne scheint und wir starten die Wanderung. Wir haben dabei immer den Blick auf die Berge und sind froh, dass Andrea sich gegen den urspr\u00fcnglichen Reiseverlauf entschieden hat. Normalerweise h\u00e4tten wir bei den Salzterrassen gestartet und w\u00e4ren bergauf gewandert. Dann h\u00e4tte man aber nicht den sch\u00f6nen Verlauf der Berge beobachten k\u00f6nnen. Es geht also talabw\u00e4rts, auf rotem, zum Teil steinigen Untergrund. Wir haben keinen Spaziergang vor uns, aber es ist auch kein Bergabstieg. Die Sonne scheint schon recht stark und wir sind froh, gen\u00fcgend Fl\u00fcssigkeit in unseren Tagesrucks\u00e4cken dabei zu haben. Strapazi\u00f6s ist die Wanderung jetzt nicht, jeder kann sein eigenes Tempo gehen. Meist geht Pepe vor und Andrea bildet das Schlusslicht unserer Gruppe, damit sie sicher sein kann, dass auch niemand fehlt. Sie nimmt ihre Aufgabe und ihre Verantwortung wirklich sehr, sehr ernst! Sie und Pepe k\u00f6nnen auch viel zu dieser Gegend erz\u00e4hlen. Sie wissen immer, was in der jeweiligen Gegend gerade angebaut wird und was die Menschen hier neben der Landwirtschaft sonst noch so machen.<\/p>\n<div id=\"attachment_185\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-185\" class=\"size-medium wp-image-185\" alt=\"Salzterrassen\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-02-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-02-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-02-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-02.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-185\" class=\"wp-caption-text\">Salzterrassen<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gegen 11 Uhr erreichen wir die Salzterassen. Es ist eine beeindruckende Anlage, auf einer gewaltigen Fl\u00e4che machen sich die Auffangbecken breit, die das Salz aus dem Wasser herausfiltern, welches aus dem Berg herausflie\u00dft. Wo unser Auge auch hinschaut, sehen wir Becken in verschiedenen Farbschatierungen. Diese Salzterrassen von Maras existieren seit der Inkazeit, also etwa seit dem 15 Jahrhundert. Pepe bittet uns, das Wasser, welches aus dem Berg kommt, zu probieren. Wir halten unsere Finger hinein und sp\u00fcren, dass das Wasser ungew\u00f6hnlich warm ist, und sehr salzig. Es schmeckt ein bi\u00dfchen wie Meersalz, welches wir immmer zum W\u00fcrze unseres Essens benutzen.<\/p>\n<p>Wir gehen auf den wenige Zentimeter breiten Wegen zwischen den einzelnen Salzbecken hindurch und bekommen einen immer umfassenderen Blick \u00fcber die Anlage. In einigen Salzbecken sind Frauen damit besch\u00e4ftigt, das bereits zu Teilen abgelagerte Salz mit deb F\u00fc\u00dfen zusammenzuschieben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-186\" alt=\"tag 14 - 03\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-03-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-03-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-03-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-03.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>An anderen Stellen sehen wir die bereits ausgetrockneten Becken, in denen das Salz zu etwa 1 Meter hohen Zylindern aufgestockt wurde. Am Ende unseres Weges \u00fcber die Salzterrassen kommen wir zu zwei Vorratslagern, in denen das getrockenete Salz aufbewahrt wird! Die Lager sind bis unter das Dach voll, vor den Lagerh\u00e4usern sind Arbeiter damit besch\u00e4ftigt, das Salz aus dem Lager in S\u00e4cke zu verpacken. Anschlie\u00dfend wird das Salz dann abtransportiert und verkauft.<\/p>\n<p>Nach den Salzterrassen geht es dann im Bus wieder zur\u00fcck Richtung Ollataytambo. Wir wollen noch die Ruinenanlage besichtigen, da das heutige Wetter dazu einfach ideal ist. Der Zugang zur Ruinenanlage ist direkt \u00fcber das Dorf Ollataytambo zu erreichen, vom Hotel sind es nur etwa 7 Minuten Fu\u00dfweg. Andrea ist erstaunt, dass es noch so ruhig ist, als wir die Anlage betreten. Wir versammeln uns zun\u00e4chst im Innenhof der arch\u00e4ologischen St\u00e4tte und lauschen Andreas und Pepes Erkl\u00e4rungen. Nat\u00fcrlich wei\u00df Andrea auch eine sch\u00f6ne Geschichte zu dieser Anlage zu erz\u00e4hlen. Sie berichtet uns von der Liebesgeschichte von Ollantay, einer Art fr\u00fchperuanischer Romeo-und-Julia Variante die aber in diesem Fall ein gl\u00fcckliches Ende nahm.<br \/>\nDie Anlage ist nicht von den Inka komplett erbaut, sondern von den Inka auf den Grundfesten einer fr\u00fcheren Kultur, der Wari, aufgesetzt. Dies sieht man deutlich an den Steinen, die unterschiedlich verarbeitet wurden. Das die Inka und ihre Vorfahren erfindungsreich waren, sieht man an der Art und Weise, wie und wo sie ihre Bauwerke errichtet haben. Andrea zeigt uns ein Objekt in den Bergen, welches wie eine Art Amphitheater aussieht. Dabei handelt es sich aber nach inzwischen weitl\u00e4ufiger Meinung um einen antiken K\u00fchlschrank, eine Vorratskammer, in der auf verschiedenen H\u00f6henebenen unterschiedliche Lebensmittel gelagert wurden. Vielfach steht in den Reisef\u00fchrern, dass es sich bei dieser ganzen Anlage um eine Festung handelte, doch Andrea zeigt uns verschiedene Dinge die einen daran zweifeln lassen, dass es sich hier wirklich nur um eine Festung handelte. Besonders eindringlich kommt dies darin zum Vorschein, dass der K\u00fchlschrank in den Bergen nicht mal eben so einfach zu erreichen ist. W\u00e4re das ganze hier eine Festung, h\u00e4tte man das Vorratslager innerhalb der Festungsmauern errichtet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-187\" alt=\"tag 14 - 05\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-05-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-05-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-05-280x187.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-14-05.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir klettern die Anlage empor und wundern uns, dass hier mit einem Mal ein wirklich steifer Wind \u00fcber unsere K\u00f6pfe fegt, so dass wir unsere M\u00fctzen einpacken oder festhalten m\u00fcssen, bevor sie fortwehen. Es ist sehr schwer, Andrea \u00fcber den Wind zu verstehen. Im oberen Teil der Anlage zeigt sie uns wieder die besonders sch\u00f6n gearbeiteten Steine und macht uns deutlich, wie schwer es wohl sein mu\u00df, diese Steine zu bearbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem Besuch der Anlage gehen wir \u00fcber den kleinen Markt von Ollataytambo. Hier werden dieselben Schmuckst\u00fccke und Kleidungsst\u00fccke angeboten, wie auf jedem Markt, den wir bisher gesehen haben. Danach geht es zur\u00fcck in unser Hotel.<br \/>\nDas Abendessen nehmen wir auch heute im Hotel ein, denn laut Andrea soll es hier einfach am besten schmecken. Allerdings sehen wir, dass die Pf\u00e4lzer ins Dorf hinein gehen und sich dort etwas suchen wollen. Wir sind gespannt, was sie morgen vom einheimischen Essen zu berichten haben.<br \/>\nVor dem Abendessen ziehen wir uns allerdings noch in den Salon zur\u00fcck und genehmigen uns einen Pisco Sour. Doch wir m\u00fcssen feststellen, dass der beste Pisco bisher im ChiCha serviert wurde. Nach dem Pisco ging es zum Essen und anschlie\u00dfend wieder fr\u00fch schlafen. Die Tage hier sind wirklich sehr anstrengend, so dass wir gegen 20 Uhr schon total kaputt sind. Aber wir erleben so viel und nehmen unheimlich viele Eindr\u00fccke auf, die wir erst nach und nach verarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ging unser Wecker um 6 Uhr 30. Wir haben f\u00fcr heute eine kleine Programm\u00e4nderung. 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