{"id":166,"date":"2010-11-13T09:30:45","date_gmt":"2010-11-13T07:30:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=166"},"modified":"2021-03-06T22:04:59","modified_gmt":"2021-03-06T20:04:59","slug":"13-11-2010-in-der-inkakapitale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=166","title":{"rendered":"13.11.2010: In der Inkakapitale"},"content":{"rendered":"<p>Unser heutiger Tag ist programmtechnisch ein halber Tag. Wir bekommen ab dem Mittag frei. Bis dahin haben wir ein paar Programmpunkte, die wir gemeinsam mit Andrea und unserem einheimischen Pepe bestreiten. Unser Hotel Casa Andina San Blas liegt so zentral im k\u00fcnstlerischen Stadtteil San Blas, dass wir zu Fu\u00df zu unserer Stadtbesichtigung aufbrechen k\u00f6nnen. Beim Fr\u00fchst\u00fcck sah der Himmel noch einigerma\u00dfen tr\u00fcb und regnerisch aus, doch als wir gegen 7 Uhr 30 aufbrechen und uns durch die engen Gassen auf den Weg in das Zentrum von Cusco machen, wird das Wetter langsam besser.<\/p>\n<p>Unser erster Stop ist Orikancha, ein heiliger Geb\u00e4udekomplex der Unterstadt. In diesem Komplex stehen viele alte, zum Teil gut erhaltene Mauerfragmente aus der Inkazeit. Wir haben das Gl\u00fcck,<br \/>\ndas wir sehr fr\u00fch losgegangen sind und dadurch noch fast alleine in der Anlage sind. Andrea kann uns ganz in Ruhe und ohne st\u00f6rende Nebent\u00f6ne anderer Gruppen erkl\u00e4ren, was sie \u00fcber die fr\u00fchperuanische Geschichte und im speziellen die Inkas wei\u00df. Vor allem macht sie uns immer wieder klar, dass die Inka Kultur nur eine von vielen Kulturen der peruanischen Geschichte war und oftmals in der Literatur so getan wird, als ob alles von den Inkas erschaffen wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_167\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-167\" class=\"size-medium wp-image-167\" alt=\"Orikancha\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-01-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-01-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-01-280x210.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-01.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-167\" class=\"wp-caption-text\">Orikancha<\/p><\/div>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es den Inka Paschakutek, der als der bauw\u00fctige Inka gilt, doch auch er hat nur fortgef\u00fchrt, was andere vor ihm begonnen haben. Interessant finden wir, dass Andrea auch immer wieder andere Aspekte des peruanischen Lebens beleuchtet, etwa die Tatsache, dass die Inkas sehr naturverbunden waren und an den Animismus, die Beseeltheit der Natur geglaubt haben. F\u00fcr diese Kultur, hatte jedes in der Natur vorkommende Objekt, egal ob Pflanze oder Tier, eine Seele.<\/p>\n<p>Von dem Orikancha geht es direkt in die danebenliegende Santa Domingo Kirche. Nach der Kirche geht es nach drau\u00dfen auf den Plaza de Armes. Wir stehen vor der Kathedrale und erfahren von Andrea erstmal die Instruktionen f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag. Zun\u00e4chst offenbahrt sie uns, dass wir am n\u00e4chsten Tag um 4 Uhr 30 aufstehen m\u00fcssen, denn es wartet ja eine 3-st\u00fcndige Bahnfahrt nach Aguas Caliente auf uns, auch bekannt als Machu Picchu. Nachdem wir diesen kleinen Schock verdaut haben, f\u00fchren uns<br \/>\nAndrea und unser peruanischer Reisef\u00fchrer Pepe, der eigentlich Jose<br \/>\nhei\u00dft, in die Kathedrale von Cusco.<\/p>\n<div id=\"attachment_168\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-168\" class=\"size-medium wp-image-168\" alt=\"Kathedrale\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-02-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-02-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-02-280x210.jpg 280w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/tag-11-02.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-168\" class=\"wp-caption-text\">Kathedrale<\/p><\/div>\n<p>Die Kathedrale ist sehr beeindruckend. Wir starten in einem Seitenschiff und arbeiten uns langsam Meter f\u00fcr Meter vor. Dabei erkl\u00e4rt uns Pepe sehr ausf\u00fchrlich die Geschichte der Kathedrale und der Bilder, die hier \u00fcberall h\u00e4ngen. Er macht das sehr ausf\u00fchrlich und geduldig.<\/p>\n<p>Gegen halb 12 sind wir fertig mit dem Tagesprogramm und d\u00fcrfen nun Cusco auf eigene Faust erkunden. Zu sechst, das hei\u00dft Wolfang und Ingrid aus Buchholz und Monique und Patrick aus Luxemburg, bummeln Sibylle und ich durch die Stra\u00dfen Cuscos. Wir haben kein bestimmtes Ziel, sondern lassen alles nur auf uns wirken. Das Wetter ist inzwischen richtig sch\u00f6n geworden. Am Morgen hatte Monique uns erz\u00e4hlt, das Patrick sich den Bart stutzen lassen wollte. Nun ist uns aufgefallen, dass wir bisher noch keinen Peruaner mit Bart gesehen haben und wir fragen uns, ob es in Peru bzw. hier in Cusco \u00fcberhaupt einen Barbier oder zumindest einen Friseur gibt. Doch da Monique sehr gut spanisch spricht und wir uns da bisher gut auf<br \/>\nsie verlassen konnten, fragt sie flugs in einem Gesch\u00e4ft nach einem<br \/>\nBarbier und bekommt sogar einen genannt, der nicht allzu weit weg ist.<\/p>\n<p>Wir machen uns nach einem kurzen Bummel auf den Weg zu der angegebenen Adresse. Die Friseurgesch\u00e4fte sind, wie auch viele andere L\u00e4den hier, nicht so bunt und auff\u00e4llig wie bei uns in Deutschland gekennzeichnet. Es ist auf den ersten Blick nicht mehr als ein Hauseingang, doch kaum sind wir drin sehen wir die typische Einrichtung eines Friseursaloons. Monique macht den drei Frauen klar, was wir vorhaben, n\u00e4mlich Patrick dabei zu beobachten, wie er sich von dem Wildwuchs in seinem Gesicht trennen mu\u00df. Es ist schon lustig, wie wir das ganze filmen und fotografieren, die<br \/>\nFriseusin macht den Jux mit. Sie h\u00e4tte uns ja auch hiauswerfen k\u00f6nnen, doch das tut sie nicht. Nach ein paar Minuten ist es vollbracht und Patrick sieht wieder sehr ordentlich aus.<\/p>\n<p>Dann gehen wir essen. Wir gehen ins ChiCha, welches von dem peruanischen Alfons Schubeck betrieben wird. Das Ambiente hier ist noch besser als in Arequipa. Zu Beginn g\u00f6nnen wir uns einen Pisco Sour, den leckersten bis jetzt! Das Essen ist sehr lecker und obwohl wir eigentlich nur eine Kleinigkeit wollen, werden daraus doch gro\u00dfe Portionen. Gut ges\u00e4ttigt gehen wir anschlie\u00dfend durch die Stadt und bummeln \u00fcber die drei park\u00e4hnlichen Pl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Immer wieder tauchen fliegende H\u00e4ndler auf, die uns Silber und Inka Schmuck verkaufen wollen. Obwohl wir immer \u201cNo, gracias\u201d sagen, ist es schwer, sie los zu werden. Ist der erste fort, kommt gleich der n\u00e4chste. Die Silberverk\u00e4ufe werden meist von Frauen angeboten, die Jungen laufen mit Zeichenmappen umher oder wollen einem die Schuhe putzen. Es kommt uns so vor, als ob jemand diese Jungen und M\u00e4dchen, denn keiner von Ihnen scheint \u00e4lter als 20 zu sein, irgendwo ausgesetzt hat und erst am Abend wieder einsammeln wird. Die Schmuckst\u00fccke und auch die Zeichnungen<br \/>\n\u00e4hneln einander sehr.<\/p>\n<p>In einer langen Runde gehen wir durch die Stadt und grasen dabei die ganzen Schmuckh\u00e4ndler ab, wir sind auf der Suche nach einer Kette f\u00fcr Sibylle. Doch wir finden nirgendwo etwas passendes. Schlie\u00dflich erreichen wir unser Hotel, dann machen Sibylle und ich uns nochmal kurz auf den Weg, um noch Getr\u00e4nke und Knabberkram f\u00fcr morgen zu besorgen. Dabei geraten wir in den Sonnenuntergang und erleben, wie pl\u00f6tzlich alles am Plaza de Armes von Lampen und Laternen beleuchtet ist. Auch die Berge ringsum sind hell erleuchtet.<\/p>\n<p>Gegen 19 Uhr gehen wir zum Abendessen, in das Restaurant Pacha Papa. Obwohl wir f\u00fcr drau\u00dfen reserviert hatten, gehen wir hinein, denn es ist sehr frisch und es sieht nach Regen aus. Das Essen ist hier nicht ganz so lecker wie im ChiCha, aber trotzdem ok. Dann gehen wir zur\u00fcck ins Hotel und fallen wieder m\u00fcde ins Bett. Es war wieder ein sehr erlebnisreicher Tag, die ganzen Eindr\u00fccke zu verarbeiten ist sehr anstrengend. Morgen geht es dann in aller Fr\u00fche nach Machu Picchu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser heutiger Tag ist programmtechnisch ein halber Tag. Wir bekommen ab dem Mittag frei. 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