{"id":1489,"date":"2015-11-08T18:00:37","date_gmt":"2015-11-08T16:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=1489"},"modified":"2021-03-06T22:02:44","modified_gmt":"2021-03-06T20:02:44","slug":"4-11-2015-von-kasane-nach-nata","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=1489","title":{"rendered":"4.11.2015: Von Kasane nach Nata"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m28!1m12!1m3!1d1931550.0575407257!2d24.55465414324!3d-18.99508692120021!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!4m13!3e6!4m5!1s0x195a9dc0331a2e35%3A0x23f9e2c759c3bc2e!2sKasane%2C+Nordwest%2C+Botsuana!3m2!1d-17.7952306!2d25.1711298!4m5!1s0x194d3cf14ca040d7%3A0xb7eceda342872ba6!2sNata%2C+Central+District%2C+Botsuana!3m2!1d-20.210522299999997!2d26.1772994!5e0!3m2!1sde!2sde!4v1445590455582\" width=\"600\" height=\"450\" frameborder=\"0\" style=\"border:0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\nDie letzte Nacht war hei\u00df! Wir haben kaum in den Schlaf gefunden, denn es war einfach zu warm gewesen. Das Wecker klingeln um viertel vor 5 war wie eine Erl\u00f6sung, denn endlich durften wir aufstehen und uns f\u00fcr den Game Drive im Chobe Park fertig machen. Schnell wurden die Koffer gepackt, so dass wir nach der Pirschfahrt uns diese nur noch schnappen mussten und weiterfahren konnten. <\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um viertel vor 6 waren wir unten in der Lobby und sahen eine Armada an offenen Gel\u00e4ndefahrzeugen auf den Parkplatz der Lodge fahren. Die in oliv gekleideten Fahrer stiegen aus und begr\u00fc\u00dften die Tourguides ihrer G\u00e4ste. Die G\u00e4ste wurden auf die Jeeps verteilt und dann ging es auch schon los. Wir sa\u00dfen bei Isaiah im Jeep, Dieter sa\u00df vorne, Sibylle, Anke und ich in der ersten Reihe direkt hinter dem Fahrer. Ein kalter Fahrwind kam uns entgegen auf der Fahrt in den Park. <\/p>\n<p>Die Pirschfahrt f\u00fchrte uns am Chobe Fluss entlang. Was wir gestern von der Wasserseite gesehen hatten, sahen wir nun von der Landseite. Der Fluss war nicht weit entfernt und Isaiah w\u00e4hlte die Flussroute, um uns durch den Park zu f\u00fchren. Nicht lange nach dem Beginn sahen wir ein paar Giraffen, die aber sehr scheu schnell wieder davonstaksten. Sehr elegant waren diese sch\u00f6nen gefleckten Tiere auf ihrem Weg ins Dickicht. Der Jeep startete wieder und weiter ging die Fahrt \u00fcber den sandigen Boden. Impalas begleiteten uns, auch Kudus und B\u00fcffel sahen wir in der Ferne. Besonders die Kudus waren sehr schreckhaft und flohen, kaum das wir herangefahren kamen. Isaiah machte uns mit einem Mal auf ein paar Paviane aufmerksam, die von einem Baum in der Ferne herabgesprungen kamen und Richtung Stra\u00dfe liefen. Als unsere Blicke den Pavianen folgten, sahen wir auf der anderen Stra\u00dfenseite pl\u00f6tzlich, wie sich im Dickicht etwas bewegte. Ein Sto\u00dfzahn schaute heraus und die B\u00fcsche bewegten sich, dann waren die grauen Schatten deutlich zu sehen und sie traten aus den B\u00fcschen hervor. Isaiah liess den Motor wieder an und setzte das Fahrzeug etwa 100 Meter zur\u00fcck. Er brachte uns in die perfekte Position, um die Elefantenherde genau sehen zu k\u00f6nnen. Langsam und beh\u00e4big kamen die Dickh\u00e4uter hinter den B\u00fcschen hervor. Sie schienen uns gar nicht zu bemerken, sie hatten nur Augen f\u00fcr die gr\u00fcnen Bl\u00e4tter an den Str\u00e4uchern, die sie mit ihren langen R\u00fcsseln griffen und zu sich herunterbogen, um sie dann abzureissen.<br \/>\nDie Elefanten hielten keine 5 Meter vor unserem Jeep. Ein Bulle be\u00e4ugte uns interessiert und auch etwas nerv\u00f6s. Er konnte uns in dem Auto nicht als Individuum wahrnehmen, aber er merkte wohl, das wir da waren. So richtig wu\u00dfte er nicht, was er nun tun sollte und begann, mit den Ohren zu wedeln und mit den Beinen zu t\u00e4nzeln. Doch dann entschied er sich offenbar, dass wir keine Bedrohung darstellten und begann den R\u00fcssel um einen Zweig zu schlingen, diesen zu sich heranzuziehen und die Bl\u00e4tter gen\u00fcsslich abzureissen und zu essen.<br \/>\nWir beobachteten das Schauspiel muksm\u00e4uschenstill und versuchten nur die H\u00e4nde mit den Kameras zu bewegen, um die perfekte Position f\u00fcr ein Bild zu bekommen. Nach einigen Minuten dann zog die Gruppe weiter zum Fluss und wir fuhren weiter. Isaiah lobte uns, dass wir so ruhig geblieben waren und den Elefanten Gelegenheit gegeben hatten, hier zu fressen.<\/p>\n<p>Weiter ging die Fahrt an verdorrten B\u00e4ume und \u00fcber sandigen Boden, den man nur mit einem Allradfahrzeug befahren konnte. Einmal konnten wir einen Blick auf ein Hippo im Wasser erhaschen, aber kaum hatte es bemerkt, das es entdeckt worden war, tauchte es auch schon unter und war verschwunden.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Begegenung mit Elefanten hatten wir ein paar Minuten sp\u00e4ter,als sich herausstellte, dass das Fahrzeug einer anderen Gruppe sich genau in den Pfad zum Wasserloch gestellt hatte, den die Elefanten nehmen wollten. Von links kamen etwa 10 Elefanten an, die ganz nerv\u00f6s waren, weil etwas ihren Weg versperrte. Man konnte es an den t\u00e4nzelnden Bewegungen der Beine sehen. Die Elefanten waren ausgedorrt und sehr durstig. Isaiah sagte uns, dass diese Elefanten einen langen Weg zur\u00fcckgelegt haben mussten, um hierher zum Wasser zu kommen. Wir beobachteten, wie sie einer nach dem anderen an den Autos vorbei gingen und dem Pfad zum Fluss hinunter folgten.<br \/>\nAuf dem Weg zur\u00fcck zum Ausgang sahen wir noch eine Schakalfamilie unter einem Busch liegen, darunter 4 Jungschakale, die gerade erst ein paar Wochen alt waren und herumtollten. Auf der weiteren Fahrt zum Ausgang kamen wir dann noch ganz dicht an drei vereinzelten Giraffen vorbei, die aufgrund ihrer gefleckten F\u00e4rbung immer recht schwer zu erkennen sind. Eine der drei Giraffen sah uns ganz interessiert an, bevor sie dann den anderen beiden folgte und elegant davonlief.<\/p>\n<p>Dann ging es zur\u00fcck zum Ausgang und wieder zur\u00fcck zur Lodge.<\/p>\n<p>In der Lodge angekommen holten wir schnell unsere Koffer vom Zimmer und brachten sie zum Bus. Die Fahrt nach Nata war sehr eint\u00f6nig, es war warm und wir wurden m\u00fcde. Ab und zu sahen wir am Stra\u00dfenrand Strau\u00dfe, vereinzelt und so pl\u00f6tzlich, das man sie nicht filmen oder fotografieren konnte. Alle paar Meter sahen wir gewaltige Termitenh\u00fcgel und Elefanzendunk neben der Stra\u00dfe, aufgereiht wie auf einer Perlenkette. Gegen Mittag verk\u00fcndete Jochen dann, das wir jetzt zu seiner angek\u00fcndigten \u00dcberraschung k\u00e4men. Wir sahen noch kurz das Schild am Anfang des Sandweges, auf den unser Fahrer nun einbog: Elephant Sands. <\/p>\n<p>Elephant Sands ist ein k\u00fcnstliches Wasserloch, eine breite Tr\u00e4nke inmitten eines kreisrunden Areals, um den Lodges aufgestellt wurden. Neben den Lodges gibt es auch noch ein kleines Restaurant. In dem Moment, wo wir das Areal erreichten und die gut 20 Elefanten um die Wassertr\u00e4nke versammelt sahen, wu\u00dften wir nicht, wie uns geschah. Es war einfach faszinierend, diese eleganten und gewaltigen Tiere aus so kurzer Distanz zu beobachten wie sie sich um das Wasserloch tummelten. Sie rangelten ganz sch\u00f6n daber herum, aber letztlich kam jedes Tier zu seinem Recht an Wasser, selbst die Baby-Elefanten Wir h\u00e4tten nur ein paar Meter weitergehen m\u00fcssen und h\u00e4tten sie ber\u00fchren k\u00f6nnen. Doch das tat niemand, denn wir waren uns bewu\u00dft, das es wilde Tiere waren. <\/p>\n<p>Nach einer halben Stunde bei Elephant Sands brachen wir wieder auf und fuhren weiter nach Nata. Wir erreichten die Lodge und richteten uns auf den Zimmern ein. Zimmer war dabei wirklich untertrieben, denn obwohl die &#8222;Chalets&#8220; von au\u00dfen sehr schmal und unscheinbar aussahen, waren sie es \u00fcberhaupt nicht. Das Innere war komplett aus Holz oder mit Holz verkleidet. Der Wohnraum war riesig, in der Mitte standen zwei Einzelbetten nebeneinander, dar\u00fcber hingen die Moskitonetze s\u00e4uberlich zusammengefaltet. Die Dusche war au\u00dfen angebracht, in einem kleinen nach oben offenen Verschlag. Die Badewanne stand mitten im Raum.  Wir hatten eine Veranda mit Blick auf Dornengeb\u00fcsch. Aber es blieb nicht viel Zeit, sich hier auszuruhen, denn um 16 Uhr 30 brachen wir mit den Jeeps auf zu den Makgadikgadi Salzpfannen. Jochen hatte uns vorgewarnt, dass diese Salzpfannen nicht sehr interessant w\u00e4ren und er doch bat, dass wir auch an Wikinger herantreten m\u00f6gen, um statt der Salzpfannen Elefant Sands in das Programm aufzunehmen. Doch wir wollten uns lieber unser eigenes Bild machen und stiegen neugierig in die Jeeps. <\/p>\n<p>Der Beginn der Salzpfannen war in der Tat nicht sehr interessant. Unser Guide, dessen Namen wir bereits nach wenigen Minuten wieder vergessen hatten, versuchte uns Tiere zu zeigen und zu beschreiben, die wir nur sehr schwer aus der Entfernung ausmachen konnte. Er meinte es sicher gut. Doch das Terrain war noch nicht sonderlich interessant.<\/p>\n<p>Das wurde es aber, als wir die erste Herde Gnus sahen, die \u00fcber die ausgetrocknete Pfanne trabte und versuchte, ein paar nahrhafte Grashalme zu erhaschen. Bald darauf sahen wir ein einzelnes Kudu und in einer Entfernung auch einen Elefanten.<br \/>\nUnd gerade als wir dachten, jetzt w\u00fcrde es zur\u00fcck zum Ausgang gehen, weil sich die Sonne langsam dem Horizont entgegen neigte, da wurde es richtig interessant. Unser Fahrer erh\u00f6hte das Tempo und wir traten aus dem Busch heraus und waren pl\u00f6tzlich auf einer Salzpfanne. In der Ferne sahen wir zwei andere Jeeps, die in mitten der weiten Fl\u00e4che standen und ein paar Menschen, die auf der Salzpfanne herumgingen. Unser Fahrer erh\u00f6hte das Tempo und d\u00fcste \u00fcber die Ebene, als n\u00e4hme er an der Rally Paris Dakar teil. In einer weiten Schleife fuhren wir \u00fcber die Pfanne und kamen pl\u00f6tzlich direkt neben den beiden Fahrzeugen zum halten.<\/p>\n<p>Es gab Bier oder andere Getr\u00e4nke, passend zum Sonnenuntergang, der sich uns einladend pr\u00e4sentierte. Wir konnten in jede Richtung bis zum Horizont schauen und sahen nichts au\u00dfer ein paar Str\u00e4uchern. Endlose Weite. Der Wind pfiff, aber es war nicht kalt. Die Sonne hatte das Salz aufgeheizt und dieses gabe seine W\u00e4rme nun an uns zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Wir genossen den Sonnenuntergang und konnten Jochens Meinung, dieser Ausflug w\u00e4re langweilig, \u00fcberhaupt nicht teilen. Schade, dass wir, nachdem die Sonne fort war, wieder auf die Jeeps steigen musste und es zur\u00fcck in die Lodge ging.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzte Nacht war hei\u00df! 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