{"id":1372,"date":"2014-11-25T07:50:46","date_gmt":"2014-11-25T05:50:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=1372"},"modified":"2021-03-06T22:03:03","modified_gmt":"2021-03-06T20:03:03","slug":"22-11-2014-von-corozal-nach-palenque","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=1372","title":{"rendered":"22.11.2014 &#8211; Von Corozal nach Palenque"},"content":{"rendered":"<p>In dem Urwaldhotel in Corozal schlugen die Uhren etwas langsamer. Um sieben sollte das Fr\u00fchst\u00fcck verf\u00fcgbar sein, doch es dauerte noch bis etwa viertel nach 7, bis wir den ersten Kaffee und Tee serviert bekamen. Es gab R\u00fchrei mit Bohnenmu\u00df, Toast und Marmelade.<\/p>\n<p>Aufgrund der Versp\u00e4tung kamen wir dann auch nicht um 8 Uhr los, sondern erst um 8 Uhr 30. Ge\u00fcbt durch fast 14 Tage Busfahrt stiegen wir alle in den Bus, setzten uns auf die mittlerweile angestammten Pl\u00e4tze und schauten w\u00e4hrend der 40 Minuten Fahrt nach Bonampak aus dem Fenster.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lacandonen sind Ureinwohner, die bis vor wenigen Jahren noch sehr urspr\u00fcnglich im Regenwald gewohnt haben. Viele von den mittlerweile noch knapp 7000 Lacandonen tragen ein wei\u00dfes Gewand und einfach Schuhe, als einzige Bekleidung. Man darf nicht ohne weiteres in das Gebiet der Lacandonen eintauchen. Zu diesem Zweck mussten wir in einen anderen Bus umsteigen, der von Lacandonen gefahren wurde. 10 Minuten dauerte die Fahrt \u00fcber die einfache Urwaldstra\u00dfe, dann kamen wir gegen viertel nach neun kamen wir an der Ausgrabungsst\u00e4tte Bonampak an. Das Besondere an Bonampak sind die sehr gut erhaltenen, uralten Wandmalereien und Fresken, die viel von der Geschichte der Mayas erz\u00e4hlen. Die Anlage war nicht sehr gro\u00df, sie bestand eigentlich nur aus einer gro\u00dfen Pyramide mit drei kleinen Kammern, in denen die Wandmalereien gut erhalten und gesch\u00fctzt zu besichtigen waren. Thomas hatte auch hier wieder sehr viel zu berichten und brachte uns die Maya-Kultur ein bi\u00dfchen n\u00e4her. Wir sahen auch Kinder in wei\u00dfen Gew\u00e4ndern auf der Anlage, die Lacandonen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7158.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1379\" alt=\"DSC_7158\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7158-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7158-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7158-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7158.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder hie\u00df es, Steinstufen empor zu steigen. Doch dies war kein Erholungsurlaub, sondern eine Aktivreise. Also stiegen wir die Stufen zur Pyramide empor und\u00a0 nahmen in Kauf, dass wir aufgrund des schw\u00fclwarmen Wetters schon wieder sehr schwitzten.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7196.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1381\" alt=\"DSC_7196\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7196-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7196-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7196-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7196.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nAber es lohnte sich, denn der Blick von oben \u00fcber die kleine Anlage war sehr sch\u00f6n. Und auch die Wandmalereien, Fresken und Steelen, die ausgestellt waren, boten uns interessante Einblicke in die Sch\u00f6pfungskraft und Mystik der Maya.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7167.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1380\" alt=\"DSC_7167\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7167-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7167-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7167-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7167.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem etwa 1 1\/2 st\u00fcndigen Besuch von Bonampak stand der Besuch der Lacandonen auf dem Programm. Der Name des Lacandonen, der uns mit in sein Reich nahm, war Elias. Sein Wohngebiet lag am Rand des Regenwalds. Als wir dort ankamen, begr\u00fc\u00dfte uns als erstes ein farbenpr\u00e4chtiger Ara. Er hockte in einem Baum und schaute sch\u00fcchtern auf uns hinab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elias Frau kam mit einem gro\u00dfen &#8222;Babbedeckel&#8220; &#8211; Reise-umgangssprachlich f\u00fcr die nach nichts schmeckenden Tortillas, von J\u00f6rg erfunden\u00a0&#8211; und hielt dem Ara einen hin. Mit einer seinen Krallen griff er den Tortilla und begann kleine St\u00fccken herauszupicken. Er lies sich von uns nicht beim Essen st\u00f6ren, w\u00e4hrend wir ihn fotografierten.\u00a0Elias f\u00fchrte uns an einer gro\u00dfen H\u00fctte vorbei. In dem offenen oberen Teil der Seitenwand hing ein nerv\u00f6ser Br\u00fcllaffe, der unentwegt zwischen Strohdach und Wand herumkletterte. Er war angeleint und konnte nicht fort. Nebenan unter einer offenen Dachkonstruktion sa\u00df ein zweiter Br\u00fcllaffe auf einem Stein, ebenfalls angeleint. Er sah etwas traurig aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elias begann, uns die Pflanzen auf seinem Grundst\u00fcck zu erkl\u00e4ren. Es waren viele n\u00fctzliche Pflanzen dabei, aber auch viele sch\u00f6ne Bl\u00fcten. Wir gingen in den Dschungel hinein. Zun\u00e4chst konnten wir keinen Unterschied erkennen zu einer dichteren Parklandschaft in Europa. Der Weg war gut ausgetreten und breit. Doch bald wurde das Dickicht dichter und die Luftfeuchtigkeit nahm zu.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7229.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1382\" alt=\"DSC_7229\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7229-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7229-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7229-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7229.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nImmer tiefer ging es in den Urwald hinein, in den Lebensraum von Elias und seinem Volk. Wir erfuhren von ihm, wie sie neue Wege anlegten. Die Machete an seiner Seite war allgegenw\u00e4rtig. Mit ihrer Hilfe schlugen sie sich Pfade durch das Unterholz, dabei spr\u00fchten sie eine Art Kaffeepulver vor sich her, um Schlangen zu vertreiben. Sollte man doch von einer Schlange gebissen werden, so zeigte er uns das Kraut, mit dem man das Gift neutralisieren konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend wir immer weiter in den Urwald hineingingen, erkl\u00e4rte uns Elias viele Pflanzen und B\u00e4ume und sagte uns, was sein Volk damit machte. Viele Heilpflanzen waren darunter. Aus einem besonders harten Baum konnte man M\u00f6bel machen, die sehr hart und stabil waren. Allerdings wurden nur wenige dieser B\u00e4ume gef\u00e4llt, da es lange dauert, bis sie nachwachsen. Er gab uns Samen der Pflanze K&#8217;even, damit wir diese zu Hause einpflanzten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir kamen zu Wasserf\u00e4llen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7244.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1383\" alt=\"DSC_7244\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7244-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7244-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7244-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7244.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nSie waren nicht so gewaltig wie Misol Ha oder so gro\u00df wie Agua Azul, aber so mitten im Dschungel hatten wir dieses nette Erlebnis nicht erwartet. Das Get\u00f6se des herabst\u00fcrzenden Wassers war aber mindestens genauso laut, wie bei den anderen Wasserf\u00e4llen. Diese Lichtung vor dem Wasserfall g\u00e9fiel uns, man h\u00e4tte hier ruhig etwas Zeit verbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7254.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1384\" alt=\"DSC_7254\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7254-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7254-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7254-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7254.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ging weiter durch den Dschungel. Nach wenigen Minuten kamen wir an eine Cenote und kleine Wasserf\u00e4lle. Hier h\u00e4tten wir baden k\u00f6nnen, aber irgendwie war keiner so richtig in Stimmung. Das Wetter hatte dazu eingeladen, es war schw\u00fcl und warm und eine Erfrischung h\u00e4tte gut getan. Elias machte sich \u00fcber so etwas keine Gedanken. Er ging ins Wasser hinunter, entledigte sich seines weissen Gewandes und begann den Wasserfall hinaufzugehen, mit blanken F\u00fcssen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7274.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1385\" alt=\"DSC_7274\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7274-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7274-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7274-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7274.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nVollkommen sicher stieg er die Steine hinauf und watete durch das oberste Becken. Sein Gang \u00e4hnelte dem eines Affen&#8217;s, als wenn er eins w\u00e4re mit dem Urwald. Am anderen Ende ging er wieder hinunter und begann im Wasser herumliegende \u00c4ste und Str\u00e4ucher herauszusuchen und an Land zu werfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7287.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1386\" alt=\"DSC_7287\" src=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7287-300x200.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7287-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7287-210x140.jpg 210w, http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/DSC_7287.jpg 978w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einigen Minuten des \u00fcberlegens zogen sich Linda und Sebastian noch um und folgten Elias ins Wasser. Mit seiner Hilfe gelang es auch ihnen, die Wasserf\u00e4lle hinuf zu gehen. Ein paar Minuten verbrachten sie zu Abk\u00fchlung im Wasser, dann kamen sie wieder heraus und wir anderen machten uns auf den R\u00fcckweg, damit die beiden sich umziehen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Mittagessen nahmen wir in einem einfachen Restaurant auf dem Lacandonen Gebiet ein, nicht weit entfernt von Elias H\u00fctte. W\u00e4hrend wir auf unser Essen warteten und \u00fcber die Zusatzaktivit\u00e4ten diskutierten, die eigentlich heute noch auf dem Programm standen, sa\u00df Elias am Nebentisch mit einem Laptop und zeigte uns Videos von dem, was man hier machen konnte. Darunter waren Rafting und der Besuch eines Temazcal. Leider stellte sich im Verlauf der Diskussion heraus, dass beides mindestens 2 1\/2 Stunden dauerte, das Temazcal sogar vier Stunden, da die Steine daf\u00fcr 2 Stunden vorgeheizt werden m\u00fcssten. Es war aber nichts vorbereitet worden, so dass uns zuviel Zeit verloren gehen w\u00fcrde, wenn wir uns dazu entschieden. Also verzichteten wir sechs auf jegliche Aktivit\u00e4t. H\u00e4tte man am morgen schon mal erfragt, wer welches Zusatzprogramm machen m\u00f6chte, dann w\u00e4re jetzt nicht der Zeitverlust. So mussten wir auf Dinge verzichten, die unter anderem ausschlaggebend f\u00fcr das buchen der Reise gewesen waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen 16 Uhr ging es wieder weiter. Bald wurde es d\u00e4mmerig und wir wurden m\u00fcde. Die Sonne, die W\u00e4rme und dann das nichtstun machten unheimlich m\u00fcde, so das viele von uns immer wieder im Bus einschliefen. Es war jene Art von Minutenschlaf, die nicht wirklich erholsamen ist und aus der man sich nur sehr schwer wieder l\u00f6sen kann. Um kurz vor 19 Uhr kamen wir im dunkeln in Palenque wieder an unserem vorgestrigen Hotel an. Wir wunderten uns \u00fcber den gro\u00dfen Bus und die vielen Pkws auf dem Parkplatz. Als wir dann hinaufgingen zur Rezeption sahen wir den Grund f\u00fcr die vielen Autos. Eine Hochzeit wurde hier gefeiert. Der Speisesaal wurde hergerichtet und war f\u00fcr uns tabu, ebenso der sch\u00f6ne Pool.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sibylle, Linda, Kerstin, Sebastian, J\u00f6rg und ich standen noch im Eingangsbereich der Rezeption herum und bewunderten die Hochzeitsdekoration, da kam Thomas mit einme Flyer zu uns und sagte, dass es hier auch die M\u00f6glichkeit g\u00e4be, ein Temazcal durchzuf\u00fchren. Nachdem wir einen kurzen Moment dar\u00fcber nachdachten, entschieden Sibylle und ich, uns hierbei J\u00f6rg und Kerstin anzuschlie\u00dfen, die das auf jeden Fall machen wollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Temazcal ging um 19 Uhr los. Wir gingen schnell auf unsere Zimmer und zogen uns um. Dann machten wir uns auf die Suche nach dem Temazcal, dem Dampfbad der Maya. Dabei trafen wir auf Kerstin und J\u00f6rg, die nat\u00fcrlich auch auf dem Weg dorthin waren. Leider war der Weg dorthin nicht besonders gut ausgeschildert, so dass wir etwas hin und her laufen mussten. Dabei kreuzten wir 4 insgesamt dreimal die Hochzeitsgesellschaft, die sich am Pool versammelt hatte und auf die Trauungszeremonie wartete. Beim dritten Mal mussten wir sogar warten, da gerade die Braut von ihrem Vater zum Altar gef\u00fchrt wurde. Es musste f\u00fcr die Hochzeitsg\u00e4ste komisch ausgesehen haben, wie wir da in unseren Badeklamotten und den Handt\u00fcchern standen und warteten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um kurz nach 19 Uhr hatten wir vier das Temazcal gefunden. Die Prozedur hatte bereits begonnen. Wir warfen schnell unsere Handt\u00fccher auf die bereitstehenden Liegen und reihten und in die Reihe ein, die dort schon stand. W\u00e4hrend ich noch schnell meine Brille auf die Liege packte, reihte sich Sibylle in die wartenden Teilnehmer ein. Sie wurde vor mir mit einer Art Schlamm im Gesicht eingecremt, der sich sp\u00e4ter als Peeling herausstellte. Die anderen 6 Teilnehmer waren am ganzen K\u00f6rper eingeschmiert, daf\u00fcr hatte bei uns die Zeit nicht mehr gereicht. Kaum war sie fertig, kam ich dran. Sibylle stand derweil schon vor Francesco, einem jungen Mexikaner, der die Prozedur leitete. In trance\u00e4hnlichem Zustand wedelte er mit einer Art Laterne, aus der Dampf empor stieg, vor ihrem K\u00f6rper herum. Als er fertig war, wurde sie gebeten, in die Steinh\u00fctte herabzusteigen. Dann kam ich an die Reihe und die gleiche Prozedur wurde mit mir wiederderholt. Ich stieg anschlie\u00dfend auch in die H\u00fctte und musste meinen Kopf einziehen, um nicht anzustossen. Sibylle hatte sich bereits links des Eingangs aufgestellt. Ich trat dazu und wir warteten auf den weiteren Ablauf. Wir sahen, wie sich Kerstin und J\u00f6rg rechts neben den Eingang aufstellten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem alle Teilnehmer in der H\u00fctte waren, nahm Francesco Schaufeln entgegen, auf denen hei\u00dfe Steine lagen. Diese warf er in ein Loch im Boden hinein. Es waren etwa 4-5 Schaufelkippen, dann kam noch ein Eimer Wasser hinzu und anschlie\u00dfend wurden die winzigen T\u00fcren verschlossen. Nun herrschte totale Finsternis!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Francesco wollte gerade mit der Prozedur beginnen, da kam der erste Zwischenruf und zwei Personen verlie\u00dfen die H\u00fctte. Sie hatten anscheinend Angst vor der totalen Dunkelheit. Als die T\u00fcren wieder verschlossen wurden, setzten wir uns auf den breiten Steinrand und lauschten den Worten von Francesco. Von Zeit zu Zeit wurden seine spanischen Worte ins englische \u00fcbersetzt, aber die meiste Zeit konnten Sibylle und ich nur ahnen, was passierte oder worum es ging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wasser wurde auf die Steine geworfen. Der hei\u00dfe Dampf stieg unsere R\u00fccken empor und wurde von Francesco mit einem Palmblatt im ganzen Raum verteilt. Unter regelm\u00e4ssigem Singsang vollf\u00fchrte er das uralte Maya Ritual zur Reinigung von K\u00f6rper und Geist und zum Kontakt mit den G\u00f6ttern. Obwohl wir nur wenig von dem Ritual verstanden, machten wir mit, so gut es ging. Von Kerstin und J\u00f6rg auf der anderen Seite bekamen wir nichts mit, so sehr waren Sibylle und ich in diesem Ritual gefangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In vier verschiedenen Stufen wurde das Ritual durchgef\u00fchrt, stellvertretend f\u00fcr die vier Himmelsrichtungen oder die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Mit jeder neuen Stufe wurde die Temperatur um ein paar Grad erh\u00f6ht. Es war ein sehr anstrengendes, aber tolles Gef\u00fchl, Teil dieses Rituals zu sein. W\u00e4hrend des Rituals mu\u00dfte Sibylle immer an jenes Temazcal denken, welches wir in Yaxchilan gesehen hatten. Dort war es bereits zerfallen gewesen und wir hatten noch keine Vorstellung gehabt, was dort drinnen vor sich ging. Jetzt bekamen wir eine genaue Vorstellung, worum es ging. Falls wir es nicht falsch verstanden hatten, betrug die Temperatur der h\u00f6chsten Stufe unseres Temazcals 50 Grad.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war alles sehr friedlich und ruhig in diesem Dampfbad. Man konnte sich vollkommen auf sich und die W\u00e4rme konzentrieren. Als es vorbei war und wir hinausgingen, hatte ich bef\u00fcrchtet, dass ich durch den Temperaturunterschied Kreislaufprobleme bek\u00e4me. Aber nichts passierte. Wir gingen unter die Dusche, bekamen einen Tee und ein Handtuch gereicht und waren noch ganz faszinert von dem gerade erlebten. Es war eine wirklich tolle Erfahrung und wir waren froh, diesmitgemacht zu haben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Temazcal gingen Sibylle und ich wir schnell auf unsere Zimmer, duschten noch einmal richtig und zogen uns halbwegs frische Kleidung an. Nach 14 Tagen war es schwierig, komplett saubere Oberbekleidung zu finden. So ging es dann in den Speisessal bzw. den Sondersaal, weil die Hochzeitsgsellschaft den Speisesaal belegte. Die anderen aus der Gruppe sa\u00dfen dort schon und waren gerade beim Essen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir setzten uns dazu, stellten noch ein paar Tische dazu, da Kerstin, J\u00f6rg, Linda und Sebastian auch noch kommen wollten, und bestellten dann selber noch eine Kleinigkeit zu essen. Bis nach Mitternacht sa\u00dfen wir dann noch zu sechst in dem Sondersaal und am\u00fcsierten uns bei Bier und Magerita. Es war ein netter und ereignisreicher Abend, nach dem wir dann wieder sehr schnell todm\u00fcde ins Bett fielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem Urwaldhotel in Corozal schlugen die Uhren etwas langsamer. 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