{"id":103,"date":"2010-11-03T12:14:45","date_gmt":"2010-11-03T10:14:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=103"},"modified":"2021-03-06T22:05:00","modified_gmt":"2021-03-06T20:05:00","slug":"03-11-2010-von-hamburg-nach-lima","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=103","title":{"rendered":"03.11.2010: Von Hamburg nach Lima"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Nacht waren wir bis gegen 2 Uhr auf, so genau haben wir das gar nicht mehr mitbekommen, denn wir waren so mit dem packen unserer Koffer und der Suche nach dem verschwundenen Fuji Ersatz-Akku besch\u00e4ftigt, dass wir einfach die Zeit verga\u00dfen. Aber das war eigentlich auch gar nicht so schlimm, denn so besteht die Hoffnung, dass wir f\u00fcr den Langstreckenflug m\u00fcde genug sind und den strapazi\u00f6sen 12 Stunden Flug nicht richtig mitbekommen. Um 7 Uhr klingelte unser Wecker heute morgen wieder, doch wir g\u00f6nnten uns noch ein paar Minuten mehr Schlaf. Beim Fr\u00fchst\u00fcck nahm Sibylle sich dann die ToDO Liste f\u00fcr den Abreisetag vor und zwischen zwei Brotscheiben wurden die letzten Punkte zu Papier gebracht. Die letzten Aufgaben umfassten noch Dinge wie Taxi bestellen, Blumen gie\u00dfen, Chilis abernten und einiges mehr. Einen Friseurbesuch konnte Sibylle auch noch dazwischen schieben, dazu war sie vor dem Urlaub nicht mehr gekommen. Obwohl nun noch so einiges zu tun war, konnten wir feststellen, das unsere Stimmung ungew\u00f6hnlich entspannt war. Den verschwunden Ersatz-Akku konnten wir nicht mehr finden, aber vielleicht ergibt sich ja auf einem der Flugh\u00e4fen unterwegs eine Gelegenheit, einen Ersatz-Akku zu kaufen.<\/p>\n<p>Um 12 Uhr 45 stand das bestellte Taxi vor der T\u00fcr, eigentlich sogar f\u00fcnf Minuten fr\u00fcher als bestellt. Der Taxifahrer geh\u00f6rte zur Gattung \u201cLabertasche\u201d und hatte diesen unb\u00e4ndigen Drang, ein Gespr\u00e4ch f\u00fchren zu wollen. Uns kam das aber mehr wie ein neugieriges ausfragen vor, und entsprechend vorsichtig waren wir mit unseren Antworten. Aber immerhin brachte er uns p\u00fcnktlich zum Flughafen.<br \/>\nWir traten in die Halle und mu\u00dften uns erst einmal orientieren. Es galt, den richtigen Schalter f\u00fcr unseren Check-in zu finden. Das ist normalerweise kein so gro\u00dfes Problem, aber in unserem Fall dann doch, weil zwei verschiedene Fluggesellschaften zum Einsatz kommen und unser Gep\u00e4ck bis Lima durchgecheckt werden mu\u00df. Ein aufmerksamer Mitarbeiter des Lufthansa Bodenpersonals wollte uns dann davon \u00fcberzeugen, die Bordkarten am Check-In Automaten zu holen. Unsere Antwort, dass wir das bereits versucht h\u00e4tten, hat er entweder ignoriert oder nicht geh\u00f6rt. Als dann sein Versuch erfolglos war, gab er uns kurzerhand ein gro\u00dfes Plastikschild und schickte uns zum Schalter. Dort ging es aber erst richtig los, denn die Servicekraft war, genauso wie wir die letzten Tage, etwas verwirrt wegen der Anzahl und der Menge der zul\u00e4ssigen Gep\u00e4ckst\u00fccke. Niemand wu\u00dfte so genau zu sagen, ob wir nun 23 kg insgesamt, pro Person oder pro Gep\u00e4ckst\u00fcck mitnehmen d\u00fcrfen. Leichte Unruhe machte sich bei uns breit. Ein zweiter Servicemitarbeiter kam hinzu und versuchte uns zu beruhigen, w\u00e4hrend seine Kollegin zu einem anderen Schalter ging, um dort im Internet die ben\u00f6tigten Informationen zu beschaffen. Nach ein paar Minuten kam die Kollgin aber schon zur\u00fcck und alles war gut! Mit unseren 3 Gep\u00e4ckst\u00fccken und den 44 kg war alles in bester Ordnung. Wir kamen dem Rat ihres Kollgen nach und genehmigten uns erst einmal einen kleinen Sekt auf den Schrecken!<br \/>\nUm 14 Uhr 55 begann das Boarding. Es ging schnell voran, doch als wir ersteinmal sa\u00dfen ging die n\u00e4chsten 20 Minuten gar nichts mehr. Der Co-Pilot informiert uns, das am Frankfurter Flughafen ein hohes Verkehrsaufkommen ist und es deshalb zu Versp\u00e4tungen kommt. Im Flugzeug ist es warm. Drau\u00dfen ist es daf\u00fcr ziemlich ungem\u00fctlich, schon im Stand haben wir das Gef\u00fchl, das die Maschiene etwas hin und her geschubst wird, nur ganz leicht, aber es deutet auf einen starken b\u00f6igen Wind hin. Heute morgen sagten sie im Radio, das heute Windst\u00e4rke 4 zu erwarten ist.<br \/>\nDer Start Richtung Frankfurt ist eine rumpelige Angelegenheit, die Maschiene wird ein wenig aus der Ideallinie gebracht und uns wird schon ein kleines bi\u00dfchen mulmig in der Magengegend. Aber der Pilot schafft es dann doch, das Flugzeug in die Luft zu bringen und auf Kurs nach Frankfurt. Aber auch der weitere Flug verl\u00e4uft unruhig, die Stewards, ungew\u00f6hnlichwerweise ist dies eine reine M\u00e4nnercrew, hat Probleme, die Getr\u00e4nke zu servieren ohne dass etwas versch\u00fcttet wird.<br \/>\nMit rund 20 Minuten Versp\u00e4tung landen wir in Frankfurt am Terminal 1 und m\u00fcssen f\u00fcr den Anschlu\u00dfflug zum Terminal 2, welches nur durch eine Art Tram zu erreichen ist. Die Fahrt dortin geht aber schnell und wir erreichen unseren Schalter von LAN Airlines ohne Probleme. Es ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leer in diesem Terminal, die Wartezeit in der Schlange von LAN betr\u00e4gt nur ein paar Minuten. Wir checken ein und dieses Mal ohne weitere Probleme in Sachen Gep\u00e4ck bis nach Lima. Es ist alles sehr entspannt.<br \/>\nNun ist der Pflichtteil erledigt und wir machen uns auf die Suche nach einem Elektrogesch\u00e4ft, um einen Ersatzakku f\u00fcr die Fuji Kamera zu kaufen. Doch das erweist sich als unm\u00f6glich. Also vertreiben wir uns die restliche Zeit mit einem Besuch bei Starbucks. W\u00e4hrend ich gen\u00fc\u00dflich einen letzten europ\u00e4ischen Latte Macchiato trinke, telefoniert Sibylle mit ihrer Freundin. So vergeht die Zeit bis zum n\u00e4chsten Boarding wie im Flug.<br \/>\nDer Flug nach Madrid verlief ohne Probleme. Auf dem Flughafen verbringen wir unsere Zeit mit umherlaufen, denn wir werden anschlie\u00dfend noch lange genug im Flieger sitzen. Immer mal wieder schauen wir auf die anderen Reisenden, die auch am Gate zu unserem Lima-Anschlussflug sitzen und lauschen ein wenig auf die Gespr\u00e4che, aber wir k\u00f6nnen nicht erkennen, wer von den Reisenden auch noch mit Studiosus unterwegs sein wird.<br \/>\nDas Boarding f\u00fcr den Flug nach S\u00fcdamerika verl\u00e4uft nach Plan und schnell sitzen wir im Flieger auf unseren Pl\u00e4tzen. Der Start ist auch p\u00fcnktlich, wenn man in diesem Fall Start mit dem Verlassen des Terminals gleichsetzt. Ansonsten kann man sagen, dass wir mit rund 15 Minuten Versp\u00e4tung gestartet sind, denn so lange hat das Flugzeug von seinem Platz am Terminal bis zur Rollbahn gebraucht.<br \/>\nAn Bord war es zun\u00e4chst etwas unangenehm, denn die Klimaanlage war sehr kalt eingestellt. Es zog und pustete in unsere Gesichter, so das wir uns, wie auch einige andere Reisenden, etwas w\u00e4rmendes \u00fcberzogen. Unsere Pl\u00e4tze waren im hinteren Teil der Maschine, hier sa\u00dfen auch ein paar Familen mit ihren Kindern. Eines davon mochte das fliegen wohl nicht so, denn es schrie eine ganze Zeit kontinuierlich durch. Irgendwann aber war es ruhig und wir konnten uns entspannt zur\u00fccklehnen, das Abendessen genie\u00dfen, welches f\u00fcr ein Flugzeugessen au\u00dfergew\u00f6hnlich gut war. Da wir die Nacht zuvor recht wenig Schlaf bekommen hatten, konnten wir die n\u00e4chsten zehn Stunden nutzen, immer wieder einzuschlummern. Geweckt wurden wir, als langsam so etwas wie Unruhe im Flieger aufkam. Die anderen Reisenden waren bereits wach, es war ca. 4 Uhr am morgen Ortszeit Lima. Viele Monitore des Entertainment Programms waren schon wieder in Betrieb. Aber viel interessanter als die Filme auf den Monitoren war das Bild, welches sich zu unsere linken Seite drau\u00dfen bot. Die Sonne ging gerade auf, der Horizont war in einen feuerroten Schimmer getaucht. So einen sch\u00f6nen Sonnenaufgang hatten wir nicht einmal in China gesehen.<\/p>\n<p>Der Pilot meldete sich und gab bekannt, das wir voraussichtlich 45 Minuten fr\u00fcher in Lima landen w\u00fcrden, als es geplant war. Anscheinend hatten wir etwas R\u00fcckenwind. Dieser fr\u00fche Zeitplan pa\u00dfte gut zu dem gesamten Eindruck, den wir von der bisherigen Reise bekommen haben, denn es war insgesamt sehr entspannt und bis auf den Start in Hamburg hat alles super gut geklappt.<br \/>\nIn Lima angekommen ging dann auch alles recht schnell, am schlimmsten sind immer die Momente, wenn man gelandet ist und die Maschiene verlassen m\u00f6chte, es aber nicht kann, weil die Wege zwischen den Sitzreihen noch belegt sind und sich nichts bewegt. Aber auch das geht vorbei und so konnten wir dann bald die Maschine verlassen. Die Einreise und der Zoll waren total unkompliziert, so schnell und locker sind wir bisher noch nirgendwo durchgekommen. Wir mu\u00dften kaum anstehen und waren schon dran, und uns fiel auf, dass die Menschen hier in S\u00fcdamerika sehr offen und freundlich sind. Die spanische Sprache gef\u00e4llt uns auch sehr gut, auch wenn wir sie nicht verstehen. Aber sie hat einen warmen Klang.<br \/>\nNachdem wir den Zoll passiert haben, geht es hinaus in die Ankunftshalle, wo uns jemand von Studiosus erwartet, um uns zum Hotel zu bringen. Es handelt sich um eine junge Frau, die sich als Barbara vorstellt. Sie f\u00fchrt unsere Reisegruppe, bei der wir wohl wieder mal die j\u00fcngsten sein werden, zum kleinen Bus, der auf dem Parkplatz steht. Wir steigen ein und machen uns auf den Weg nach Lima. Denn hier sind wir nicht in Lima, wie wir kurz nach dem losfahren erfahren. Der Flughafen liegt in einer Stadt vor den Toren Limas. Auf dem Weg zum Hotel erfahren wir von Barbara ein wenig \u00fcber die Geschichte Perus und Limas und das Lima eine Stadt ist, die man als K\u00fcstenw\u00fcstenstadt bezeichnet. Wir fahren durch einige Stadtteile und versuchen alles an Informationen aufzunehmen, doch das klappt noch nicht so gut. Aber es ist ja noch nicht einmal sieben Uhr morgens und wir sind gerade 24 Stunden unterwegs. Da darf man schon mal ein bi\u00dfchen schw\u00e4cheln.<br \/>\nIm Hotel angekommen treffen wir dann das erste Mal auf Frau Romsy, unsere Reiseleiterin. Sie erz\u00e4hlt uns etwas allgemeine Dinge der Reise, organisatorisches, und entl\u00e4\u00dft uns dann zum Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel. Sibylle und ich gehen erst aufs Zimmer, dann machen wir uns frisch und gehen anschlie\u00dfend fr\u00fchst\u00fccken. Dabei setzen wir uns zu Sonja aus Wien an den Tisch und kommen schnell ins Gespr\u00e4ch. Sie ist allein unterwegs. Wir unterhalten uns sehr nett, bei den anderen Reisenden wissen wir noch nicht so, woran wir sind. Gest\u00e4rkt machen Sibylle und ich uns dann auf den Weg, etwas Geld in Landesw\u00e4hrung zu tauschen. Also gehen wir zur n\u00e4chsten Wechselstube, deren Platz uns Frau Romsy beschrieben hatte. Dabei m\u00fcssen wir zwei Stra\u00dfen \u00fcberqueren und uns daran erinnern, sehr aufzupassen, denn Fu\u00dfg\u00e4nger haben in Peru keine Rechte! Hier gelten nur die Autofahrer, denn die haben die st\u00e4rkeren Fahrzeuge. Aber wir schaffen es ohne Probleme, die Autos uns nicht erwischen zu lassen und tauschen das Geld um. Dann geht es zur\u00fcck ins Hotel und wir deponieren das Geld im Safe, anschlie\u00dfend gehen wir wieder los und besorgen noch etwas zu trinken f\u00fcr den Tag, denn gegen Mittag werden wir aufbrechen zu einer Stadtrundfahrt durch das alte Lima.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Nacht waren wir bis gegen 2 Uhr auf, so genau haben wir das gar nicht mehr mitbekommen, denn wir waren so mit dem packen unserer Koffer und der Suche &hellip; <a class=\"readmore\" href=\"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/?p=103\">Continue Reading \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":121,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9,12],"tags":[],"class_list":["post-103","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fernreisen","category-peru-2010"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=103"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/103\/revisions\/117"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/121"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sibylleundmattiontour.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}